SixtySeven Racing kämpfte sich durch schwieriges Bitche-Wochenende

Scott Smulders vom SixtySeven Racing Team holte beim ADAC MX Masters in Bitche Platz 2.

Scott Smulders vom SixtySeven Racing Team holte beim ADAC MX Masters in Bitche Platz 2.

Bitche zeigte sich beim dritten Lauf des ADAC MX Masters von seiner unangenehmen Seite. Zwar blieb es während der Veranstaltung weitgehend trocken, doch der Regen der Tage zuvor hatte die Strecke tief und extrem anspruchsvoll gemacht. Vor allem die vielen Auf- und Abfahrten sorgten dafür, dass sich der Kurs eher technisch und unruhig fuhr als wie ein klassischer Sandkurs.

Genau dort wurde schnell sichtbar, welche Fahrer ihren Rhythmus finden konnten – und welche permanent kämpfen mussten. Bei SixtySeven Racing lagen starke Geschwindigkeit und unnötige Fehler das gesamte Wochenende dicht beieinander.

Smulders rettet ein starkes Ergebnis

Scott Smulders gehörte erneut zu den auffälligsten Fahrern im Youngster Cup. Schon im freien Training zeigte der Niederländer mit der Bestzeit, dass er sich auf der schwierigen Strecke wohlfühlte. Auch im Qualifying blieb er vorne dabei.

In den Rennen machte er sich das Leben allerdings mehrfach selbst schwer. Die Starts passten nicht richtig, wodurch Smulders jedes Mal durchs Feld arbeiten musste. Genau dort zeigte er aber seine Stärke.

Während viele Fahrer in den tiefen Spuren Zeit verloren oder Fehler machten, arbeitete sich Smulders konstant nach vorne. Mit den Platzierungen 4, 2 und 2 sicherte er sich am Ende Rang zwei in der Tageswertung. „Die Starts waren nicht ideal, aber ich konnte mich in jedem Rennen gut nach vorne kämpfen“, erklärte er später.

Gerade seine Pace zeigte über das komplette Wochenende, dass noch mehr möglich gewesen wäre.

Ernecker liefert solide Punkte ab

Maximilian Ernecker erlebte dagegen ein deutlich ruhigeres Wochenende. Der Österreicher brachte sich schon im Qualifying mit Rang zwei in seiner Gruppe in eine gute Ausgangsposition und hielt sich anschließend aus größeren Problemen heraus.

Mit den Ergebnissen 11, 8 und 14 sammelte er konstant Punkte – auch wenn in einzelnen Rennphasen mehr drin schien. „Natürlich gibt es noch ein paar Dinge zu verbessern“, sagte Ernecker selbst. „Aber wir konnten wichtige Punkte mitnehmen.“

Vor allem seine Starts funktionierten in Bitche ordentlich. Genau das half auf der anspruchsvollen Strecke enorm.

Kranhold bringt sich mehrfach selbst um bessere Ergebnisse

Im ADAC MX Junior Cup 125 lief das Wochenende deutlich unruhiger. John Kranhold zeigte zwar mehrfach gute Ansätze, machte sich das Leben aber immer wieder selbst schwer. Im ersten Lauf lag er nach dem Start zunächst gut im Rennen, ehe ein früher Sturz alles zunichtemachte. Danach musste er sich durchs Feld zurückarbeiten.

Auch im zweiten Lauf fehlte die Konstanz. Fehler und ein weiterer Crash kosteten erneut Zeit und Positionen.

Besonders ärgerlich verlief das dritte Rennen. Dort lag Kranhold zunächst innerhalb der Top Ten, ehe ihn der nächste Sturz wieder zurückwarf. Immerhin kämpfte er sich noch bis auf Rang 16 nach vorne. „Ich habe zu viele Fehler gemacht und mich selbst um bessere Ergebnisse gebracht“, sagte er ehrlich nach dem Wochenende.

Foriers sucht noch nach Lockerheit

Auch Jayden Foriers blieb in Bitche hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Belgier wirkte über weite Strecken verkrampft und verlor dadurch immer wieder Zeit. „Es waren wieder Kleinigkeiten“, erklärte Foriers. „Ich bin zu verkrampft gefahren.“

Gerade auf einer Strecke wie Bitche, auf der viele Fahrer permanent gegen das Motorrad arbeiten mussten, machte sich das schnell bemerkbar. Die Pause bis Gaildorf will der Belgier nun gezielt nutzen, um genau dort anzusetzen.

Ramakers erlebt bitteres Wochenende

Für Jaymian Ramakers begann das Wochenende bereits im Zeittraining schwierig. Nach einem heftigen Crash, bei dem auch andere Fahrer in den Sturz verwickelt wurden, musste der Niederländer über das Last-Chance-Rennen gehen.

Dort sah es zunächst noch nach einer möglichen Qualifikation aus. Ramakers arbeitete sich stark nach vorne, ehe technische Probleme alles stoppten. „Nach dem Crash war es nicht einfach zurückzukommen“, erklärte er später. Das Ergebnis fiel am Ende zwar enttäuschend aus, trotzdem nahm der Youngster einige Erfahrungen aus dem Wochenende mit.

Seel erkennt Fortschritte trotz schwieriger Ergebnisse

Harry Seel gehörte ebenfalls zu den Fahrern, bei denen das Resultat nicht das komplette Bild zeigte. Der Belgier sah vor allem bei seiner Fitness und Grundgeschwindigkeit Fortschritte. „Die Geschwindigkeit und Fitness werden immer besser“, erklärte Seel. Genau diese positiven Ansätze will das Team nun mit nach Tensfeld nehmen.

Denn auch wenn Bitche für SixtySeven Racing nicht ohne Rückschläge verlief, zeigte das Wochenende gleichzeitig, dass in mehreren Klassen deutlich mehr Potenzial vorhanden ist als die reinen Ergebnisse teilweise aussagen.