MXoN: Ermöglicht Längenfelders Wunsch eine Chance für Noah Ludwig?
Noah Ludwig startet in Loket auf der KTM 250 SX F und bringt sich für das MXoN in Ernee ins Gespräch
Ein kleines Detail in den Starterlisten zum Grand Prix von Tschechien könnte mit Blick auf das Motocross of Nations größere Bedeutung bekommen. Noah Ludwig kehrt in Loket nach seinen Einsätzen in der 450er-Klasse wieder auf die 250er zurück. Offiziell wurde dieser Schritt zwar nicht erklärt, doch gibt es eine interessante Theorie.
Längenfelder peilt offenbar die 450er an
Nach Informationen hat Simon Längenfelder den Verantwortlichen des deutschen MXoN-Teams bereits frühzeitig signalisiert, dass er das Motocross of Nations in Ernee gerne auf einer 450er-Maschine bestreiten würde. Diese Überlegung stand bereits im Raum, als Max Nagl noch zum erweiterten Kandidatenkreis für das deutsche Team gehörte.
Mit Nagls verletzungsbedingtem Saisonende hat sich die Ausgangslage jedoch verändert. Der fünffache ADAC MX Masters-Champion fällt nach seine Knieverletzung als Option aus. Damit dürfte für Längenfelder der Weg frei sein, Deutschland entweder in der MXGP- oder in der Open-Klasse auf der KTM 450 SX-F zu vertreten.
Wer übernimmt dann die MX2?
Genau hier beginnt für Teammanager Karsten Schneider und Marcel Dornhöfer die eigentliche Herausforderung. Sollte Längenfelder tatsächlich auf die 450 wechseln, müsste die MX2-Position neu besetzt werden.
Mit Fahrern wie Valentin Kees oder Jan Krug stehen bereits zwei interessante Kandidaten bereit. Beide haben sich in dieser Saison für das MXoN in Erneé empfohlen und dürften bei den Planungen eine Rolle spielen.
Bringt sich Ludwig bewusst ins Gespräch?
Und an dieser Stelle könnte Noah Ludwigs Rückkehr auf die MX2-Maschine interessant werden. Der Sarholz-KTM-Pilot war zuletzt mehrfach in der MXGP unterwegs, steigt für den Grand Prix von Loket nun aber wieder auf die 250er um. Einen offiziellen Zusammenhang mit dem Motocross of Nations gibt es nicht.
Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass Ludwig die Gelegenheit nutzen möchte, sich den Verantwortlichen noch einmal unter Grand-Prix-Bedingungen auf einem MX2-Bike zu präsentieren. Der 21-Jährige gilt als Fahrer, der die 250er bis ans Limit bewegt und auf diesem Motorrad seine größten Stärken ausspielen kann.
Ob der Wechsel tatsächlich im Hinblick auf eine mögliche Nominierung erfolgt, ist derzeit allerdings nicht bestätigt und bleibt Spekulation.
Die Entscheidung rückt näher
Je näher das Motocross of Nations rückt, desto spannender werden die Personalfragen. Vieles spricht dafür, dass sich das deutsche Team um Ken Roczen aufbauen wird. Sollte Simon Längenfelder tatsächlich auf der 450 antreten, müsste die MX2-Position neu vergeben werden.
Mit Valentin Kees, Jan Krug und möglicherweise auch Noah Ludwig hätten die Teammanager gleich mehrere interessante Optionen. Ob Ludwigs Rückkehr in die MX2-Klasse tatsächlich als Bewerbung für einen Platz im deutschen Team gedacht ist oder rein sportliche Gründe hat, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Bis dahin bleibt diese Verbindung eine plausible, aber bislang unbestätigte Theorie.
