Guillem Farrés gilt als heißer Kandidat für Febvre-Nachfolge
Guillem Farres steht offenbar vor dem Wechsel zu Kawasaki
Während Guillem Farrés in der MX2-Weltmeisterschaft um seinen ersten WM-Titel kämpft, laufen hinter den Kulissen offenbar bereits die Weichen für seine Zukunft. Der Spanier zählt zu den gefragtesten Fahrern auf dem Transfermarkt und könnte 2027 ausgerechnet die Nachfolge von Romain Febvre im offiziellen Kawasaki-Werksteam antreten.
Triumph-Erfolg könnte trotzdem zum Abschied führen
Eigentlich schien vieles dafür zu sprechen, dass Farrés seinen Aufstieg in die MXGP gemeinsam mit Triumph vollzieht. Schließlich erlebt der Spanier auf der britischen Werksmaschine seine bislang mit Abstand stärkste Saison. Mit vier Grand-Prix-Siegen und der Red Plate reist er als WM-Führender nach Loket.
Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass sich die Wege von Triumph und Farrés nach dieser Saison trennen könnten. Hintergrund sollen veränderte Planungen für das MXGP-Projekt der Briten sein. Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts, dennoch wird seit Wochen über einen möglichen Wechsel gesprochen.
Kawasaki sucht einen neuen Teamleader
Bei Kawasaki zeichnet sich gleichzeitig ein größerer Umbruch ab. Nachdem Romain Febvre inzwischen offiziell für Ducati unterschrieben hat, benötigt Kawasaki KRT einen neuen Fahrer, der das Werksteam in die Zukunft führen soll.
Nach Informationen aus dem Fahrerlager soll Farrés inzwischen zum Favoriten für das frei werdende Werksmotorrad aufgestiegen sein. Dem Vernehmen nach haben sich beide Seiten bereits grundsätzlich angenähert. Eine offizielle Bestätigung steht allerdings weiterhin aus.
Für den Spanier wäre es gleichzeitig der Schritt in eine völlig neue Rolle. Während er aktuell noch in der MX2 um Siege und den WM-Titel kämpft, müsste er sich 2027 erstmals in der MXGP beweisen – und das direkt als möglicher Hoffnungsträger eines Werksteams.
Entscheidung gegen Amerika?
Für Farrés stand offenbar zunächst eine grundsätzliche Frage im Raum: Bleibt er in den USA noch ein weiteres Jahr auf einem 250er-Bike oder wagt er den Wechsel in die MXGP-Klasse? Nach übereinstimmenden Informationen soll die Entscheidung inzwischen gefallen sein. Der 23-Jährige möchte seine Karriere in Europa fortsetzen und 2027 in der Königsklasse debütieren.
Im Zuge dieser Überlegungen soll Farrés zuletzt nicht nur die Kawasaki, sondern auch die aktuelle Werks-Yamaha getestet haben. Auch dort könnte sich durch den erwarteten Wechsel von Maxime Renaux zu KTM ein Cockpit öffnen.
Triumph plant offenbar mit Haarup
Sollte Farrés tatsächlich zu Kawasaki wechseln, könnte Triumph bereits einen Nachfolger in der Hinterhand haben. Immer häufiger fällt in diesem Zusammenhang der Name Mikkel Haarup, der nach seinem AMA-Abenteuer offenbar vor einer Rückkehr nach Europa steht und das MXGP-Projekt der Briten verstärken könnte.
Damit würden sich die Pläne beider Seiten nahezu zeitgleich erfüllen: Triumph bekäme einen erfahrenen MXGP-Piloten, während Farrés den Sprung in ein etabliertes Werksteam schaffen würde.
Noch viele offene Fragen auf dem Transfermarkt
Der mögliche Wechsel des Spaniers dürfte allerdings nur ein Teil eines deutlich größeren Transfer-Puzzles sein.
Sollte Honda wie erwartet auch 2027 mit jeweils zwei Fahrern in MXGP und MX2 antreten, könnte Ruben Fernandez zu den begehrtesten Piloten auf dem Markt werden. Gleichzeitig werden andere Teams, wie unter anderem Fantic, immer wieder mit verschiedenen Fahrern in Verbindung gebracht. Dadurch könnten sich weitere Verschiebungen ergeben.
Auch bei Yamaha scheint die Fahrerplanung noch nicht abgeschlossen zu sein. Nach den anhaltenden Spekulationen um Maxime Renaux, den wir 2027 im Team von Davide De Carli erwarten, wird dort ebenfalls mit weiteren Veränderungen gerechnet.
Viel Bewegung – aber noch keine offiziellen Entscheidungen
Fest steht bislang nur, dass der Fahrermarkt für 2027 längst in vollem Gange ist. Während einige Wechsel bereits offiziell bestätigt wurden, befinden sich viele Personalien noch im Stadium von Verhandlungen oder grundsätzlichen Vereinbarungen.
Zu diesen zählt offenbar auch Guillem Farrés. Vieles deutet derzeit darauf hin, dass der Spanier künftig in den Kawasaki-Farben an den Start gehen könnte. Bis eine offizielle Bekanntgabe erfolgt, bleibt es jedoch bei Informationen aus dem Fahrerlager und entsprechenden Spekulationen.
