Lettenbichler gewinnt Forza Orza trotz Crash und Technikproblem
Manuel Lettenbichler gewinnt vierte Hard Enduro Runde Forza Orza 2026. / Foto: Future7Media
Manuel Lettenbichler hat auch die Premiere von Forza Orza in Schweden gewonnen und damit seinen dritten Sieg in der FIM Hard Enduro World Championship 2026 eingefahren. Eine Woche nach seinem siebten Erfolg bei den Red Bull Romaniacs setzte sich der KTM-Pilot in Orsa erneut durch und baute seine Führung in der WM aus.
Der Weg zum Sieg verlief allerdings deutlich unruhiger, als es der Vorsprung zwischenzeitlich vermuten ließ.
Fünfter im Prolog, Zweiter im Sprint
Lettenbichler begann das Wochenende am Donnerstag mit Rang fünf im Prolog. Im einstündigen Sprint Race am Freitag arbeitete er sich anschließend auf Platz zwei nach vorne und brachte sich damit in eine gute Ausgangslage für das zweistündige Hauptrennen am Samstag.
Dort übernahm der Deutsche früh die Kontrolle. Runde für Runde setzte er sich von der Konkurrenz ab, nach acht Umläufen lag sein Vorsprung bereits bei rund sechseinhalb Minuten.
Crash bringt den sicher geglaubten Sieg ins Wanken
Kurz vor Schluss wurde es noch einmal eng. Lettenbichler stürzte im Überrundungsverkehr auf der vorletzten Runde heftig und zog sich dabei offenbar auch ein technisches Problem an seiner KTM 300 EXC zu.
Der Weltmeister konnte das Rennen fortsetzen, doch der Vorsprung auf Mitch Brightmore schrumpfte. Lettenbichler gab später zu, dass er in diesem Moment durchaus nervös wurde.
„Es war ehrlich gesagt ein verrücktes Rennen. Das Wetter hat die Strecke stark verändert und ich hatte nicht erwartet, dass es so rutschig wird“, erklärte er nach dem Zieleinlauf.
Trotz der Probleme brachte der KTM-Pilot den Sieg nach Hause. Im Ziel lagen noch rund dreieinhalb Minuten zwischen ihm und Brightmore.
Lettenbichler: „Mitch fährt im Moment richtig stark“
Der Sieg war für Lettenbichler auch mit Blick auf die Meisterschaft wichtig. Er verwies ausdrücklich auf Mitch Brightmore, der ihn in dieser Saison regelmäßig unter Druck setzt.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem weil es gut für die Meisterschaft ist und wir ein paar Punkte auf Mitch gutmachen konnten. Er fährt im Moment wirklich stark.“
Nach vier von acht WM-Läufen führt Lettenbichler die Gesamtwertung nun mit 15 Punkten Vorsprung an.
Wetter verändert den Charakter des Rennens
Ein Faktor, mit dem der Deutsche nicht gerechnet hatte, war der Untergrund. Durch die wechselnden Bedingungen wurde die Strecke deutlich rutschiger als erwartet, wodurch selbst bekannte Linien schnell an Grip verloren.
Lettenbichler musste deshalb über weite Teile des Hauptrennens konzentriert bleiben, obwohl er sich zwischenzeitlich bereits einen komfortablen Vorsprung erarbeitet hatte. Genau der Crash auf der vorletzten Runde zeigte, wie schnell sich das Bild im Hard Enduro ändern kann.
„Ich hatte einen heftigen Sturz im Verkehr. Danach war alles etwas chaotisch und der Crash hat mir einige Probleme eingebracht“, beschrieb er die Situation.
Nächster Halt: Abestone
Mit dem Sieg in Schweden bleibt Lettenbichler nach vier Runden auf Titelkurs. Vier Veranstaltungen stehen noch aus. Die nächste Runde führt die Hard-Enduro-Weltmeisterschaft vom 4. bis 6. September zum Abestone Hard Enduro nach Italien. Danach folgen Roof of Africa, Sea to Sky und das Finale bei Hixpania.
Lettenbichler reist mit 15 Punkten Vorsprung weiter, weiß aber selbst, dass Brightmore derzeit nah genug dran ist, um jeden Fehler auszunutzen.
