Jorge Prado verlängert bei KTM und setzt US-Karriere fort
Jorge Prado und KTM verlängern ihren Vetrag über 2026 hinaus. / Foto: Align Media
Jorge Prado wird auch 2027 für Red Bull KTM Factory Racing in den USA antreten. Der Spanier hat seinen Vertrag mit dem österreichischen Hersteller vorzeitig über mehrere Jahre verlängert und bleibt damit in der SuperMotocross World Championship am Start. Der neue Vertrag umfasst die AMA Supercross Championship, die AMA Pro Motocross Championship und die abschließenden SMX Playoffs.
Die Entscheidung kommt noch während Prados erster kompletter Saison mit KTM in den USA. Nach seinem schwierigen US-Debütjahr 2025 fand der 25-Jährige nach der Rückkehr zu seinem früheren Hersteller schnell Anschluss an die Spitze.
Zwei Podien in Supercross, zwei weitere im Pro Motocross
In der Supercross-Saison 2026 fuhr Prado zweimal auf das 450SX-Podium und gewann zwei Heat Races. Der Wechsel vom europäischen Motocross in die Stadien hatte vor allem bei den Whoops als möglicher Schwachpunkt gegolten. Genau dort machte der viermalige Weltmeister nach Einschätzung von KTM-Teammanager Ian Harrison große Fortschritte.
Auch nach dem Wechsel ins Freie blieb Prado vorne dabei. Nach acht Runden der AMA Pro Motocross Championship stehen zwei weitere 450MX-Podien in seiner Bilanz. In der kombinierten 450SMX-Wertung liegt er aktuell auf Rang drei.
Prado selbst sieht die Vertragsverlängerung als Fortsetzung einer Zusammenarbeit, die für ihn bereits lange vor seinem Wechsel in die USA begonnen hatte.
„Ich bin wirklich glücklich, erneut bei Red Bull KTM Factory Racing unterschrieben zu haben. Wir hatten in der Vergangenheit großartige Saisons und haben in der MXGP gewonnen. Dieses Jahr lief es auch im Supercross gut. Wir haben einige Podien erreicht, ein paar Heat Races gewonnen und sind jetzt draußen sehr stark“, sagt Prado.
Die Mannschaft sei für ihn ein wichtiger Grund gewesen, frühzeitig Klarheit über seine Zukunft zu schaffen. „Ich freue mich einfach, auch künftig mit dieser großartigen Gruppe von Leuten zusammenzuarbeiten. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass wir unsere Ziele erreichen können.“
Harrison sieht weiteres Potenzial
Red Bull KTM Factory Racing plant langfristig mit dem Spanier. Ian Harrison hebt vor allem hervor, wie schnell sich Prado an die Anforderungen des Supercross angepasst hat.
„Wir waren alle davon beeindruckt, wie schnell er sich 2026 an Supercross gewöhnt hat. Sein Selbstvertrauen und sein Speed, besonders in den Whoops, gehörten zu seinen größten Stärken in einem der anspruchsvollsten Streckenabschnitte“, erklärt der Teammanager.
Harrison sieht den Entwicklungsprozess noch längst nicht abgeschlossen. „Jorge hat eine enorme Bereitschaft gezeigt, zu lernen, und wir glauben, dass seine besten Jahre noch vor ihm liegen.“
Eine KTM-Verbindung, die 2017 zum WM-Titelprojekt wurde
Prado und KTM verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Nach seinen ersten Jahren mit dem österreichischen Hersteller wurde er 2017 Vollzeit-Werksfahrer in der Motocross-Weltmeisterschaft. 2018 und 2019 gewann er mit KTM die MX2-Weltmeisterschaft.
Nach dem Aufstieg in die Königsklasse folgten 2023 und 2024 zwei MXGP-Weltmeistertitel. Anschließend verließ Prado das Grand-Prix-Paddock und wechselte in die USA. Seit dieser Saison fährt er dort wieder für Red Bull KTM Factory Racing.
2027 geht Prado erneut mit der KTM 450 SX-F Factory Edition in die komplette US-Saison. Nach dem ersten Jahr des Neuaufbaus soll der nächste Schritt folgen: Aus einzelnen Podien und Heat-Race-Siegen soll ein regelmäßiger Kampf um Siege und langfristig um die Titel in 450SX, 450MX und 450SMX werden.
