Jett Lawrence über seinen Fuß: „Jeden Morgen habe ich Schmerzen“
Trotz seiner Siege verspürt Jett Lawrence immer noch Schmerzen in seinem verletzten Fuß. / Foto: Align Media
Jett Lawrence fährt weiterhin mit den Folgen seiner Fußverletzung. Nach dem Rennwochenende in Unadilla sprach der Honda-Pilot ungewöhnlich konkret darüber, wie stark ihn der Fuß im Alltag noch einschränkt. Vor allem nach dem Aufstehen macht sich die Verletzung bemerkbar.
„Seit der Verletzung habe ich jeden Morgen Schmerzen im Fuß“, erklärte Lawrence. Sein Knöchel sei dann so steif und unbeweglich, dass ihm selbst der Weg ins Badezimmer schwerfalle. Erst nachdem er sich eine Weile bewegt habe, werde es besser.
Auf dem Motorrad kann der Australier inzwischen wieder um Siege kämpfen. Beschwerdefrei ist er deshalb nicht. Gerade dieser Unterschied zwischen dem, was während eines Rennens möglich ist, und seinem Zustand abseits der Strecke beschäftigt ihn weiterhin.
Lawrence machte aus seinem Frust keinen Hehl. „Ich will gewinnen. Ich habe dieses Jahr nicht oft gewonnen und das macht mich sauer“, sagte er in Unadilla. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre musste er 2026 mehrfach akzeptieren, dass sein Körper noch nicht wieder dort ist, wo er ihn haben möchte.
Unadilla verlangte dem angeschlagenen Fuß einiges ab
Auch die Strecke machte es ihm nicht leichter. Lawrence kennt Unadilla gut und war dort in der Vergangenheit erfolgreich, bezeichnete die diesjährige Version aber als eine der schwierigeren, die er auf diesem Kurs gefahren ist.
Tiefe Spuren, harte Kanten und ständig wechselnde Linien verlangten viel Arbeit auf dem Motorrad. Einen sauberen Rhythmus über mehrere Runden zu halten, fiel schwer. Genau solche Bedingungen belasten einen noch nicht vollständig belastbaren Fuß zusätzlich.
Im zweiten Moto konnte Lawrence sein Tempo dennoch über die Distanz halten. Jorge Prado blieb lange in Schlagdistanz, beide lösten sich vom restlichen Feld. Der Australier musste konzentriert bleiben und seine Linien immer wieder an den zunehmend ausgefahrenen Untergrund anpassen.
Prados Geschwindigkeit überraschte ihn nicht. „Er ist wirklich sehr gut gefahren. Im ersten Moto hat es sehr lange gedauert, bis ich ihn einholen konnte“, sagte Lawrence über den KTM-Piloten.
Honda hatte mit einer schnelleren Heilung gerechnet
Dass Lawrence Monate nach der Verletzung noch immer solche Beschwerden hat, entspricht auch nicht dem ursprünglichen Zeitplan seines Teams. Honda-Teammanager Lars Lindstrom erklärte nach dem Rennen, dass man mit einer schnelleren Entwicklung gerechnet hatte.
Die anhaltenden Probleme sind vor allem mit Blick auf die kommende Supercross-Saison ein Thema. Dort wirken durch Whoops, Rhythm Sections und harte Landungen andere Belastungen auf Fuß und Sprunggelenk als im Motocross. Lindstrom machte deshalb klar, dass sich der Zustand bis dahin noch verbessern müsse.
Wie hartnäckig die Verletzung ist, merkt Lawrence aktuell jeden Morgen. Sobald er sich bewegt, lässt die Steifheit nach und auf dem Motorrad kann er inzwischen wieder sein gewohntes Tempo über längere Phasen abrufen. Bis zum Start der nächsten Supercross-Saison bleibt jedoch Zeit, den Fuß weiter ausheilen zu lassen.
