SMX Playoffs 2026: Jetzt geht es um den letzten Titel der Saison

Die SMX Finals stellen das Highlight der US amerikanischen Motocross Saison dar.

Die SMX Finals stellen das Highlight der US amerikanischen Motocross Saison dar. / Foto: Feld Entertainment

Ist die Saison wirklich vorbei, wenn Pro Motocross beendet ist? Ganz im Gegenteil. Jetzt beginnt der Kampf um den SMX-Titel.

28 Rennen liegen hinter den Fahrern – 17 Supercross-Läufe und elf Pro-Motocross-Runden. Wer bis Ende August durch diese Saison gekommen ist, hat bereits einen Marathon absolviert. Doch genau das macht das SMX-Format aus: Erst wenn Supercross und Motocross abgeschlossen sind, startet die entscheidende Phase um den Monster Energy SMX World Championship Titel.

Mit den Playoffs beginnt nun das Finale einer Saison, die kaum unterschiedlicher hätte verlaufen können.

Hunter Lawrence startet als Nummer eins in die Playoffs

Hunter Lawrence reist als Topgesetzter in die Postseason. Der Australier verpasste im Supercross den Titel nach einem dramatischen Finale gegen Ken Roczen nur knapp, schlug aber im Pro Motocross zurück und sicherte sich seine erste 450MX-Meisterschaft.

Damit führt Lawrence die kombinierte SMX-Wertung an und geht als Fahrer ins Playoff-Rennen, den es zu schlagen gilt.

Ken Roczen hat ebenfalls allen Grund, selbstbewusst in die entscheidenden Rennen zu gehen. Der Deutsche drehte im Supercross einen 31-Punkte-Rückstand und holte sich den Titel in Salt Lake City – einer der größten Erfolge seiner Karriere.

Die besten 20 Fahrer kämpfen um den letzten Titel

Für die SMX Playoffs qualifizieren sich jeweils die 20 punktbesten Fahrer der 450er- und 250er-Klasse aus der kombinierten Supercross- und Motocross-Wertung. Anders als während der regulären Saison zählt jetzt jeder Lauf doppelt: Zwei Playoff-Rennen entscheiden darüber, wer sich eine möglichst gute Ausgangsposition für das große Finale verschafft.

Das Besondere bleibt die Mischung aus beiden Disziplinen. Die Strecken kombinieren künstliche Supercross-Elemente mit Motocross-Passagen, Sandsektionen und deutlich mehr Geschwindigkeit. Wer hier gewinnen will, muss auf beiden Untergründen funktionieren.

Columbus eröffnet die Playoffs

Die erste Station führt die Serie nach Columbus (Ohio) ins Historic Crew Stadium. Dort entsteht eine komplett neue SMX-Strecke, die große Sandfelder, einen erhöhten Start und Teile der bestehenden Stadionarchitektur nutzt.

Ohio gilt seit Jahrzehnten als Motorsport-Hochburg in den USA. Entsprechend groß sind die Erwartungen an den Auftakt der Playoffs.

Eine Woche später geht es weiter nach Carson (Kalifornien) ins Dignity Health Sports Park. Zum erst zweiten Mal überhaupt macht die SMX-Postseason Station in Südkalifornien – dort, wo traditionell ein Großteil der amerikanischen Motocross- und Supercross-Szene zuhause ist.

Das Finale wartet in den Ozarks

Der SMX-Weltmeister wird schließlich in Ridgedale (Missouri) gekürt. Die Thunder Ridge Nature Arena bildet den spektakulären Abschluss der Saison und unterscheidet sich deutlich von den beiden Playoff-Strecken.

Die Strecke liegt in einem natürlichen Amphitheater der Ozark Mountains und setzt deutlich stärker auf Motocross-Charakter. Höhenunterschiede, natürliche Bodenwellen und lange Offroad-Passagen sollen den Fahrern noch einmal alles abverlangen.

Viele Fahrer haben die Anlage bereits im vergangenen Jahr als eine der beeindruckendsten Rennstrecken Nordamerikas bezeichnet.

Eine Ära geht zu Ende

Neben dem Titelkampf wird die Postseason auch emotional. Eli Tomac hat nach dem Finale der Pro-Motocross-Saison angekündigt, seine Karriere nach dem SMX-Finale zu beenden.

Damit endet eine Laufbahn, die über 16 Jahre den amerikanischen Motocross-Sport geprägt hat. Tomac gewann Titel im Supercross und Pro Motocross, dominierte über Jahre die 450er-Klasse und verabschiedet sich nun mit drei letzten Rennen auf der größten Bühne der Saison.

Titelverteidiger nur noch zur Hälfte am Start

In der 250er-Klasse kehrt Jo Shimoda als amtierender SMX-Champion zurück und will seinen Titel verteidigen.

Bei den 450ern fehlt dagegen der Vorjahressieger. Jett Lawrence muss die komplette Postseason nach einer notwendigen Knöcheloperation auslassen und kann seinen SMX-Titel nicht verteidigen.

Damit ist der Weg frei für einen neuen Champion – und die Karten werden zwischen Hunter Lawrence, Ken Roczen, Eli Tomac und den weiteren Topfahrern noch einmal komplett neu gemischt.

Drei Rennen entscheiden über den Titel

Die reguläre Saison ist abgeschlossen. Jetzt zählen nur noch drei Veranstaltungen.

  • SMX Playoff 1: 12. September – Columbus, Ohio
  • SMX Playoff 2: 19. September – Carson, Kalifornien
  • SMX World Championship Final: 26. September – Ridgedale, Missouri

Nach 28 Rennen beginnt damit der letzte und vielleicht anspruchsvollste Abschnitt der Saison – denn erst in Ridgedale steht fest, wer sich 2026 zum Monster Energy SMX World Champion krönt.