Haiden Deegan gehört bereits zur 450er-Spitze
Haiden Deegan feierte in Pala sein 450er Pro Motocross Debüt. / Foto: MX Sports Pro Racing, Inc
Der erste Auftritt von Haiden Deegan in der 450er-Klasse der AMA Pro Motocross Meisterschaft war eines der meistbeachteten Themen des Saisonauftakts in Pala. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den Yamaha-Piloten, der nach seinen Erfolgen in der 250er-Klasse nun den nächsten Karriereschritt wagt.
Am Ende stand Rang fünf in der Tageswertung. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick solide wirkt, bei genauerem Hinsehen jedoch deutlich mehr Aussagekraft besitzt.
Die Aufholjagden des Tages
Bereits im Qualifying deutete Deegan mit Rang sechs an, dass ihm der Umstieg auf die 450er-Klasse keine größeren Schwierigkeiten bereitet. In den Rennen machte er sich das Leben anschließend allerdings selbst schwer.
Sowohl im ersten als auch im zweiten Lauf verlor er bereits in den Anfangsphasen entscheidenden Boden. Nach den Starts fand sich Deegan jeweils außerhalb der Spitzengruppe wieder und musste große Teile der Rennen damit verbringen, Position für Position zurückzuerobern.
Trotz dieser ungünstigen Ausgangslage kämpfte er sich in den beiden Wertungsläufen auf die Plätze fünf und vier nach vorne. Gerade die Geschwindigkeit während der Aufholjagden dürfte dabei das eigentliche Signal des Wochenendes gewesen sein.
Das Tempo stimmt bereits
Während viele Fahrer beim Wechsel in die Königsklasse zunächst Zeit benötigen, um sich an das höhere Leistungsniveau zu gewöhnen, wirkte Deegan bereits bei seinem ersten Pro-Motocross-Rennen auf der 450 konkurrenzfähig.
Besonders auffällig war dabei, dass er sich auch im direkten Duell mit etablierten Spitzenfahrern behaupten konnte. Zwischenzeitlich mischte der Amerikaner sogar in unmittelbarer Nähe von Jett Lawrence mit und zeigte, dass der Abstand zur Spitze kleiner ausfiel als viele erwartet hatten.
Die größte Baustelle offenbarte sich dagegen beim Start. Mehrfach verlor Deegan dort entscheidende Positionen, wodurch wertvolle Rennzeit für Überholmanöver statt für Angriffe auf die Spitze verloren ging.
Viel Arbeit, aber eine klare Richtung
Nach dem Rennen richtete sich der Blick bereits auf die kommenden Wochen. Gemeinsam mit seinem Team will Deegan vor allem an den Starts sowie an Details bei Fahrwerk und Abstimmung arbeiten. Gerade in der 450er-Klasse entscheiden oft wenige Meter nach dem Start über den weiteren Rennverlauf. Wer sich dort früh in der Spitzengruppe etabliert, spart Kraft und vermeidet zahlreiche Risiken im Verkehr des Mittelfeldes.
Genau dieser Bereich dürfte nun im Mittelpunkt der Arbeit stehen.
Ein Debüt, das Lust auf mehr macht
Auch ohne Podiumsplatz hinterließ Deegan in Pala einen starken Eindruck. Rang fünf spiegelt nur bedingt wider, wie konkurrenzfähig der Amerikaner bereits bei seinem ersten Einsatz auf der großen Yamaha war.
Während andere Rookies zunächst Anschluss an die Spitze suchen müssen, scheint Deegan diesen Schritt bereits geschafft zu haben. Sollte es ihm gelingen, seine Startprobleme in den Griff zu bekommen, dürfte sein Name in den kommenden Wochen noch deutlich häufiger in der Nähe der Podiumsplätze auftauchen.
