Kawasaki heard you: Die 2-Stroke-Rückkehr ist Realität
Kawasaki bringt die neue 2 Stroke KX327B auf den Markt
Jahrelang wurde spekuliert. In sozialen Netzwerken, auf Rennstrecken und in Fahrerlagern tauchte immer wieder dieselbe Frage auf: Wann bringt Kawasaki endlich wieder einen großen Zweitakter?
Jetzt gibt es die Antwort.
Mit der KX327 und der KX327X kehrt Kawasaki offiziell in das Segment der leistungsstarken Offroad-Zweitakter zurück. Und die Japaner beschränken sich dabei nicht auf Nostalgie. Statt auf eine Neuauflage alter Konzepte setzt Kawasaki auf moderne Technik, die den Zweitaktmotor in die Gegenwart holen soll.
Zweitakter mit Einspritzung
Das Herzstück beider Modelle ist ein komplett neuer 327-Kubik-Zweitaktmotor. Besonders bemerkenswert: Es handelt sich um den ersten kraftstoffeingespritzten Zweitakt-Einzylinder in der Geschichte der KX-Baureihe.
Damit verabschiedet sich Kawasaki von der klassischen Vergaser-Technik und geht denselben Weg, den andere Hersteller in den vergangenen Jahren bereits eingeschlagen haben. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Einspritzung soll für eine präzisere Leistungsabgabe, bessere Fahrbarkeit und eine automatische Anpassung an unterschiedliche Wetter- und Höhenbedingungen sorgen.
Für den Fahrer bedeutet das weniger Abstimmungsarbeit und ein Motorrad, das unter wechselnden Bedingungen konstanter funktioniert.
Zwei Motorräder, zwei Einsatzbereiche
Obwohl beide Modelle technisch eng verwandt sind, verfolgt Kawasaki zwei unterschiedliche Ansätze.
Die KX327 richtet sich klar an Motocross-Fahrer. Mit Fünfganggetriebe und 19-Zoll-Hinterrad orientiert sie sich an den Anforderungen moderner MX-Strecken. Die KX327X dagegen wurde für Enduro- und Cross-Country-Einsätze entwickelt. Ein Sechsganggetriebe, ein 18-Zoll-Hinterrad sowie eine auf Offroad-Bedingungen abgestimmte Übersetzung sollen dort ihre Stärken ausspielen.
Beide Motorräder basieren auf einem Aluminiumrahmen und verfügen über hochwertige Komponenten wie KYB-Federelemente, Nissin-Bremsen, Renthal-Lenker und EXCEL-Felgen.
Mehr als nur ein Retro-Projekt
Interessant ist vor allem die Richtung, die Kawasaki mit diesen Modellen einschlägt.
Die neuen Maschinen wirken nicht wie ein emotionales Rückholprojekt für Zweitakt-Fans. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Kawasaki den Zweitakter wieder als ernstzunehmende Alternative im Rennsport positionieren möchte.
E-Starter, verschiedene Motor-Mappings, Smartphone-Anbindung über die Rideology-App sowie moderne Fahrwerks- und Elektroniklösungen zeigen deutlich, dass die KX327-Baureihe nicht in der Vergangenheit lebt.
Vielmehr versucht Kawasaki, die typischen Vorteile eines Zweitakters – geringes Gewicht, direkte Leistungsentfaltung und einfache Wartung – mit aktueller Technik zu kombinieren.
Kawasaki reagiert auf einen Trend
Die Rückkehr kommt nicht zufällig. In den vergangenen Jahren hat das Interesse an leistungsstarken Zweitaktern spürbar zugenommen. Besonders im Enduro- und Offroad-Bereich erleben die Motorenkonzepte eine Renaissance. Viele Fahrer schätzen das geringe Gewicht, die Agilität und die unmittelbare Leistungsentfaltung.
Während andere Hersteller ihre Zweitakt-Programme kontinuierlich ausgebaut haben, fehlte Kawasaki bislang vollständig in diesem Segment.
Mit der KX327 und KX327X ändert sich das nun schlagartig.
Die große Frage bleibt
Die technischen Daten liegen auf dem Tisch. Die Motorräder sind offiziell vorgestellt. Offen bleiben aktuell lediglich Preis, Verfügbarkeit und die finalen Ausstattungsvarianten.
Eines steht jedoch bereits fest: Die Gerüchte waren wahr. Kawasaki hat den Zweitakter zurückgebracht. Und viele Fahrer dürften genau darauf gewartet haben.
