Gajser und Febvre kritisieren Bedingungen in Montevarchi
Auch Tim Gajser kritisierte die Bedingungen beim MXGP of Italy in Montevarchi bereits im Zeittraining
Bereits während des Zeittrainings geriet der MXGP of Italy in Montevarchi in die Kritik. Mit Tim Gajser und Romain Febvre äußerten sich gleich zwei Titelkandidaten kritisch zu den Bedingungen auf der Strecke.
Yamaha-Werkspilot Tim Gajser sprach gegenüber Lisa Leyland von einer „wirklich schwierigen“ Strecke. Besonders der Staub und die hohe Anzahl an Fahrern auf dem Kurs hätten es nahezu unmöglich gemacht, eine freie Runde zu fahren.
„Es gibt viel Staub und viele Fahrer auf der Strecke. Es ist schwer, eine saubere Runde zu bekommen“, erklärte der Slowene. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass die Streckenpräparation aus seiner Sicht „definitiv nicht die beste“ gewesen sei.
Auch Febvre sieht Probleme
Mit seiner Einschätzung stand Gajser nicht allein da. Auch der amtierende Weltmeister Romain Febvre zeigte sich mit den Bedingungen wenig zufrieden. Der Kawasaki-Pilot erklärte offen, dass ihm die Verhältnisse in Montevarchi nicht gefallen würden.
Vor allem die Staubentwicklung wurde von Febvre als Problem angesprochen. Nach seiner Einschätzung sei die Strecke sehr trocken gewesen. Gleichzeitig deutete er an, dass die Verantwortlichen möglicherweise bewusst zurückhaltend mit Wasser umgegangen seien, um den ohnehin weichen Untergrund nicht zusätzlich zu belasten.
Das Ergebnis: Staubige Bedingungen und erschwerte Sichtverhältnisse bereits im Zeittraining.
Freie Runden werden zur Glückssache
Sowohl Gajser als auch Febvre nannten einen weiteren Punkt: den Verkehr auf der Strecke. Bei einem 40-köpfigen Fahrerfeld und eingeschränkter Sicht wird die Suche nach einer freien Runde schnell zur Herausforderung. Wer in eine Staubwolke gerät oder auf langsamere Fahrer aufläuft, verliert wertvolle Zeit.
Febvre sprach davon, dass er immer wieder aufgehalten wurde, bevor ihm schließlich eine ausreichend gute Runde gelang. Gerade deshalb misst der Franzose der Startposition an diesem Wochenende eine besonders hohe Bedeutung bei.
Weitere Diskussion um Montevarchi
Die Aussagen der beiden Spitzenfahrer dürften die Diskussionen rund um den Veranstaltungsort weiter befeuern. Bereits im Vorfeld war Montevarchi wegen seiner begrenzten Infrastruktur Thema im Fahrerlager. Nun kommen erstmals auch öffentliche Kritikpunkte an den Bedingungen auf der Strecke selbst hinzu.
Wenn sowohl der amtierende Weltmeister als auch einer seiner größten Titelrivalen unabhängig voneinander Staub, Verkehr und die Streckenpräparation ansprechen, dürfte das für die Verantwortlichen kein angenehmes Signal sein. Denn die Kritik kommt nicht von irgendwelchen Fahrern aus dem Mittelfeld – sie kommt von zwei der größten Namen der aktuellen MXGP-Saison.
