Peter König feiert in Lommel sein erstes EMX-Podium
Peter König stand beim MXGP of Flanders auf dem Podium der EMX Open. / Foto: Ray Archer
Peter König hat beim EMX Open-Lauf im Rahmen des MXGP of Flanders in Lommel den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der KTM-Pilot fuhr hinter Jere Haavisto und Damien Knuiman auf Rang drei und stand damit erstmals auf dem Podium einer Europameisterschaft.
Starke Starts legen den Grundstein
Bereits im Zeittraining zeichnete sich ab, dass König auf dem tiefen Sandkurs bestens zurechtkommen würde. „Ich habe mich schon im Zeittraining extrem wohl auf der Strecke gefühlt und war auch mit meinem Fahren sehr zufrieden“, berichtet der KTM-Pilot. Das gute Gefühl aus den vergangenen Trainingswochen habe er schließlich auch am Rennwochenende umsetzen können.
Den entscheidenden Unterschied machten aus seiner Sicht jedoch die Starts. „Was mich persönlich am meisten gefreut hat, waren die beiden Starts. Ich konnte beide Male als Top-4-Fahrer aus der ersten Kurve kommen. Das hat einfach gepasst.“
Platz drei im ersten Lauf
Im ersten Rennen arbeitete sich König sogar bis auf Rang drei nach vorne und verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für die Overall-Wertung.
Auch im zweiten Lauf lag ein weiteres Spitzenresultat in Reichweite. Doch ein kleiner Fehler kostete wertvolle Zeit. „Da wäre bestimmt wieder etwas Richtung Top drei möglich gewesen. Ich bin aber neben dem großen Doppelsprung gelandet und musste kurz Luft anhalten. Zum Glück konnte ich das gut abfangen.“
Trotz des Ausritts verlor der Deutsche nicht die Ruhe. Im weiteren Rennverlauf machte er noch eine Position gut und überquerte die Ziellinie als Fünfter. Das reichte in der Endabrechnung für Rang drei.
Ein Podium auf der großen WM-Bühne
Entsprechend groß war die Freude bei der Siegerehrung. „Das ist schon ein sehr geiles Gefühl, zum ersten Mal auf einem EMX-Podium zu stehen. Es ist schließlich dasselbe Podium, auf dem auch die Weltmeisterschaft geehrt wird. Das macht diesen Moment noch einmal besonders.“
Auch die Atmosphäre in Lommel wird ihm in Erinnerung bleiben. „Der ganze Tag hat einfach extrem gut gepasst. Es hat riesigen Spaß gemacht – auch mit allen Leuten drumherum.“ Seinen Dank richtete König anschließend an KTM, GST Berlin sowie alle Sponsoren, die seinen Einsatz ermöglichen.
Bewusste Entscheidung gegen die DMX
Dass König zeitgleich nicht bei der DMX Open an den Start ging, war keine spontane Entscheidung. „Die EMX in Lommel war für uns von Anfang an eines der Saison-Highlights. Darauf haben wir uns gezielt vorbereitet.“
Den Fokus habe das Team in dieser Saison bewusst auf die ADAC MX Masters sowie ausgewählte internationale Rennen gelegt. „Ich wollte die DMX dieses Jahr nicht komplett fahren. Mir geht es darum, mich als Fahrer weiterzuentwickeln. Immer wenn wir bei einer EMX oder in der Weltmeisterschaft gefahren sind, haben wir große Schritte gemacht.“
Gerade deshalb sei der Podestplatz für ihn besonders wertvoll. Schließlich war das Starterfeld mit Fahrern wie Jere Haavisto, Nicholas Lapucci oder Dave Kooiker stark besetzt.
Nach dem bislang größten Erfolg seiner EMX-Karriere dürfte Peter König mit einer Extraportion Selbstvertrauen in die kommenden Rennen der Saison gehen.
