Die Frauen der MXGP-Stars packen aus

Sara Andersen mit ihrem Freund Camden McLellan der in der MXGP die MX2 Weltmeisterschaft auf Triumph bestreitet

Sara Andersen mit ihrem Freund Camden McLellan der in der MXGP die MX2 Weltmeisterschaft auf Triumph bestreitet. / Foto: Ray Archer

Während die Fahrer in Lommel um jede Position kämpfen, rückte diesmal eine ganz andere Personengruppe in den Mittelpunkt. Die fünffache lettische BMX-Meisterin Paula Kibare schnappte sich das Mikrofon und sprach mit den Freundinnen und Ehefrauen einiger MXGP- und MX2-Stars. Statt über Fahrwerke, Starts oder Meisterschaftspunkte ging es um Nervosität, Eigenheiten der Fahrer und den ganz normalen Wahnsinn eines Grand-Prix-Wochenendes. Die Antworten fielen ehrlich, humorvoll und teilweise überraschend aus.

Jeffrey Herlings vertraut nur sich selbst

Den Anfang machte Steffi, die Freundin von Jeffrey Herlings. Auf die Frage, wer am Renntag gestresster sei, musste sie nicht lange überlegen. „Ich – auf jeden Fall.“

Auch beim Packen der Ausrüstung gibt es eine klare Aufgabenverteilung. Jeffrey übernimmt diesen Job lieber selbst. „Jeffrey packt die Tasche. Er kontrolliert alles sechs Mal. Und wenn dann doch etwas fehlt, ist es wenigstens nicht meine Schuld.“

Dass der Niederländer als Perfektionist gilt, dürfte nach dieser Aussage kaum noch überraschen.

Tom Vialle ist morgens sofort startklar

Gracie, die Freundin von Tom Vialle, verriet, dass sie morgens deutlich länger braucht als der Franzose. „Ganz klar ich. Tom steht auf und ist praktisch sofort fertig.“ Wesentlich schlechter als Tom kommen allerdings ihre Schuhe durch ein Rennwochenende. „Meine Schuhe. Und ich trage auch noch immer weiße.“

Eine Kombination, die im tiefen Sand von Lommel naturgemäß keine lange Lebenserwartung hat.

Camden McLellan vergisst ausgerechnet die Unterwäsche

Für den wohl größten Lacher sorgte Sarah Anderson, die Freundin von Camden McLellan. Auf die Frage, was ihr Partner am häufigsten vergesse, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen. „Saubere Unterwäsche.“

Nach einem schlechten Lauf werde McLellan dagegen keineswegs laut. „Er wird dann eher ruhig und zieht sich zurück. Deshalb ist definitiv das Motorrad lauter.“

Elena Maddi sieht sich selbst als Ehrgeizigste

Elena, die Freundin von Andrea Adamo, brachte Rennwochenenden zunächst mit einem einzigen Wort auf den Punkt. „Stressig.“ Bei der Frage, wer von beiden wettbewerbsorientierter sei, überraschte sie anschließend mit ihrer Antwort. „Ich.“

Für sie stehe ohnehin etwas anderes im Vordergrund. „Wenn es Andrea gut geht, ist mir egal, ob er Erster oder Letzter wird.“

Jill Cairoli kennt die Motocross-Welt seit ihrer Kindheit

Jill Cairoli musste Begriffe wie „Scrub“ oder „Holeshot“ nie erst lernen. „Ich bin mit dem Motocross-Sport aufgewachsen. Deshalb kannte ich diese Begriffe schon, bevor ich Tony kennengelernt habe.“ Auch bei der letzten Frage musste sie schmunzeln. Wer besitzt mehr Kleidung – sie oder Antonio? „Man würde denken, ich. Aber definitiv Tony. Durch seine Sponsoren bekommt er ständig neue Kleidung. Er hat sogar einen Kleiderschrank mehr als ich.“

Humorvolle Einblicke statt Rennaction

Die lockere Fragerunde zeigte eine Seite des MXGP-Zirkus, die Fans normalerweise kaum zu sehen bekommen. Statt Rundenzeiten und Renntaktik standen diesmal die Menschen im Hintergrund im Mittelpunkt. Zwischen perfekt gepackten Gearbags, schmutzigen Schuhen, vergessener Unterwäsche und einem überfüllten Kleiderschrank wurde deutlich: Auch abseits der Rennstrecke gibt es im MXGP-Fahrerlager jede Menge Geschichten zu erzählen.