Zurück in Millville: Eli Tomac spricht über MXoN und seine Zukunft
Eli Tomac stellte sich am Freitag den Fragen der Journalisten. / Foto: Align Media
Eigentlich hatten viele damit gerechnet, dass Eli Tomac erst in Unadilla wieder ins Renngeschehen eingreifen würde. Stattdessen steht der Red Bull KTM-Pilot bereits an diesem Wochenende in Millville wieder am Start. Die Entscheidung fiel allerdings nicht spontan, sondern erst nachdem Ärzte grünes Licht gegeben hatten.
Vor allem die Nackenverletzung machte Geduld erforderlich. Tomac erklärte, dass eine weitere MRT-Untersuchung notwendig gewesen sei, um sicherzugehen, dass die Entzündung an den betroffenen Bändern vollständig abgeklungen ist.
„Beim Nacken muss man einfach vorsichtig sein“, sagte der US-Amerikaner. Anders als bei anderen Verletzungen könne man dort nichts erzwingen oder einfach weitermachen.
Rennpraxis statt weiterer Trainingsrunden
Seit einigen Wochen sitzt Tomac wieder auf dem Motorrad. Irgendwann sei für ihn der Punkt erreicht gewesen, an dem zusätzliche Trainingsläufe keinen echten Mehrwert mehr gebracht hätten. „Ich habe genug trainiert. Jetzt ist es Zeit, wieder Rennen zu fahren und zu sehen, wo ich stehe“, erklärte der KTM-Pilot.
Millville wird gleichzeitig sein erstes Rennen auf der Red Bull KTM – entsprechend gespannt ist Tomac darauf, wie er sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz schlagen wird.
Die Pause kam seinem Körper zugute
Die verletzungsbedingte Auszeit hatte für den 33-Jährigen noch einen weiteren positiven Effekt. Bereits beim Saisonauftakt in Paula sei er längst nicht vollständig fit gewesen. Damals habe er noch die Folgen seines Supercross-Sturzes in Salt Lake City mit sich herumgetragen und versucht, möglichst schnell wieder einsatzbereit zu sein.
Jetzt sieht die Situation anders aus. Nicht nur die Nackenverletzung ist ausgeheilt, auch zahlreiche kleinere Beschwerden gehören der Vergangenheit an. Unter anderem sprach Tomac von Schmerzen an beiden Hüften, die ihn seit dem Ende der Supercross-Saison begleitet hatten.
Heute fühlt er sich nach eigener Aussage körperlich sogar besser als zu Beginn der Motocross-Saison. Ob das bereits wieder für 100 Prozent reicht, möchte er allerdings nicht selbst beurteilen. „Das wird das Rennergebnis zeigen.“
Hoffnung für das Motocross of Nations
Mit seinem Comeback rückt zwangsläufig auch das Motocross of Nations in den Fokus. Eine endgültige Zusage für Team USA wollte Tomac zwar noch nicht geben, eine Absage klang allerdings ebenfalls nicht heraus. Zunächst wolle er nach der langen Pause herausfinden, wo er sportlich steht.
Auf die Frage nach einem möglichen Einsatz antwortete er mit einem Schmunzeln: „Ich muss wohl dabei sein.“ Damit machte der KTM-Pilot deutlich, dass ein Start für die USA derzeit durchaus ein realistisches Szenario ist – vorausgesetzt, die Leistungen in den kommenden Wochen stimmen.
Supercross statt kompletter Outdoorsaison 2027
Auch einen kleinen Ausblick auf die kommende Saison gab Tomac bereits. Fest steht, dass seine Karriere 2027 weitergeht. Der Plan sieht aktuell allerdings ausschließlich eine Supercross-Saison vor. Eine komplette AMA Pro Motocross Championship steht nach jetzigem Stand nicht auf seinem Programm.
Jetzt gilt der Fokus aber erst einmal Millville. Dort wird sich zeigen, wie schnell Eli Tomac nach seiner Verletzungspause wieder an die Spitze heranfahren kann – und wie gut die ersten Rennmeter auf seiner neuen Red Bull KTM verlaufen.
