Triumph setzt 2027 in der MXGP auf Guillem Farrés

Guillem Farrés wird auch über 2027 hinaus dem Triumph Factory Team treu bleiben

Guillem Farrés wird auch über 2027 hinaus dem Triumph Factory Team treu bleiben

Guillem Farrés fährt auch in den kommenden drei Jahren für Triumph Factory Racing. Der aktuelle Führende der MX2-Weltmeisterschaft steigt 2027 in die MXGP auf und bildet dort gemeinsam mit Mikkel Haarup das erste offizielle 450er-Werksaufgebot des britischen Herstellers. Camden McLellan bleibt dem Team erhalten und startet weiter in der MX2.

Farrés gehört seit 2025 zum Motocross-Projekt von Triumph. Nach seiner ersten Saison auf der TF 250-X entwickelte sich der Spanier 2026 zum Titelkandidaten und führt die Weltmeisterschaft fünf Grands Prix vor Saisonende an. Fünf GP-Siege und fünf weitere Overall-Podien stehen bislang zu Buche.

Drei weitere Jahre statt Wechsel

Die Entscheidung über seine Zukunft fiel zugunsten des bestehenden Teams. Farrés unterschrieb einen neuen Dreijahresvertrag und ist damit bis einschließlich 2029 an Triumph gebunden.

„Bei Triumph zu bleiben, hatte für mich immer Priorität“, erklärt der Spanier. Nach zwei gemeinsamen Jahren sei das Team für ihn weit mehr als nur sein Arbeitgeber geworden. Vor allem die eingespielten Abläufe und das Vertrauen in die Menschen innerhalb der Mannschaft hätten seine Entscheidung beeinflusst.

Auch mit der TF 450-X hat Farrés bereits erste Erfahrungen gesammelt. „Ich hatte schon die Möglichkeit, die 450 ein wenig zu fahren, und hatte viel Spaß damit.“ Die intensive Vorbereitung auf das neue Motorrad folgt nach Abschluss der laufenden MX2-Saison.

Farrés wird Teil von Triumphs erstem MXGP-Team

Triumph erweitert sein WM-Programm 2027 erstmals offiziell auf die MXGP. Nach drei Jahren mit der TF 250-X folgt der Werkseinsatz der TF 450-X in der höchsten Klasse.

Farrés weiß, dass der Wechsel mehr verlangt als lediglich ein größeres Motorrad. „Es wird eine große Herausforderung und viel Arbeit“, sagt der WM-Leader. Die Entwicklung der 250er in den vergangenen beiden Jahren gibt ihm Vertrauen für das neue Projekt: „Wir haben gemeinsam gezeigt, was wir mit der 250 erreichen können.“

Teammanager Vincent Bereni sieht die Vertragsverlängerung als logische Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit. Die Mannschaft kennt Farrés, seine Arbeitsweise und seine Anforderungen an das Motorrad. Nach dessen Entwicklung in der laufenden Saison traut Triumph ihm den nächsten Schritt auf der 450er zu.

Haarup bekommt den zweiten Platz in der MXGP

Mikkel Haarup besetzt 2027 den zweiten Platz im MXGP-Team. Der Däne gehört bereits seit längerer Zeit zum Triumph-Programm und sammelte sowohl in der MX2-Weltmeisterschaft als auch im AMA Pro Motocross Erfahrungen mit den Motorrädern des Herstellers.

Triumph verzichtet damit beim Einstieg in die Königsklasse auf einen etablierten MXGP-Fahrer von außerhalb. Mit Haarup und Farrés setzt das Werk auf zwei Piloten, die bereits an der Entwicklung des eigenen Motocross-Programms beteiligt waren.

Auch Teamowner Thierry Chizat-Suzzoni sieht in dieser Kontinuität einen Vorteil. Farrés habe sich in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit der Mannschaft weiterentwickelt. Diese Zusammenarbeit soll nun auf der TF 450-X fortgesetzt werden.

McLellan bleibt 2027 in der MX2

Camden McLellan wechselt dagegen noch nicht auf die 450er. Der Südafrikaner bleibt 2027 in der MX2-Weltmeisterschaft und übernimmt dort den Platz als einziger bislang bestätigter Triumph-Werksfahrer.

McLellan liegt aktuell auf Rang drei der WM und trägt gemeinsam mit seinem Teamkollegen einen großen Teil zur bislang erfolgreichen Saison der Mannschaft bei. Farrés und der Südafrikaner trainieren regelmäßig zusammen und werden trotz unterschiedlicher Klassen weiter unter demselben Teamdach arbeiten.

Damit steht das bisher bestätigte Aufgebot für 2027: Farrés und Haarup fahren die TF 450-X in der MXGP, McLellan bleibt auf der TF 250-X in der MX2.

Bevor Farrés sein 450er-Programm beginnt, wartet jedoch noch die wichtigste Aufgabe seiner MX2-Zeit. Fünf Grands Prix stehen aus. Schweden, die Niederlande, die Türkei, China und Australien entscheiden darüber, ob der Spanier als MX2-Weltmeister in seine erste MXGP-Saison geht.