Simon Längenfelder: Das Feuer ist zurück
Simon Längenfelder fand beim MXGP of South Africa zu alter Stärke zurück
Nach schwierigen Wochen hat Simon Längenfelder beim MXGP of South Africa ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit Platz drei im ersten und Rang zwei im zweiten Wertungslauf kehrte der amtierende MX2-Weltmeister erstmals seit dem Grand Prix von Sardinien wieder aufs Podium zurück.
Noch wichtiger als das Ergebnis war für den Red Bull KTM Factory Racing-Piloten jedoch die Art und Weise, wie es zustande kam. Nach dem Rennen sprach der Deutsche offen darüber, was sich in den vergangenen Tagen verändert hat.
Neue Gesichter, neue Energie
Längenfelder bestätigte, dass es in seinem direkten Umfeld Veränderungen gegeben hat. Ohne ins Detail zu gehen, erklärte er, dass neue Personen ins Team gekommen seien – und genau das habe ihm geholfen. „Wir haben ein paar Veränderungen vorgenommen und neue Leute im Team. Das hat mir wirklich geholfen.“
Vor allem etwas, das ihm zuletzt gefehlt habe, sei nun wieder da. „Ich habe die Intensität und das Feuer zurückgefunden. Genau das hat mir in den vergangenen Rennen, besonders im zweiten Lauf, gefehlt.“
In Südafrika war davon nichts mehr zu sehen. Schon im Qualifikationsrennen überzeugte Längenfelder mit einem souveränen Sieg. Dazu kamen drei starke Starts und zwei konstant gute Rennen.
Mehr als nur ein neuer Trainer
In der Pressekonferenz wurde Längenfelder auch auf die Zusammenarbeit mit seinem neuen Trainer Marc de Reuver angesprochen. Erst seit wenigen Tagen arbeiten beide zusammen, dennoch war die Veränderung auf der Strecke bereits deutlich zu erkennen.
Für Längenfelder geht der Einfluss allerdings über das reine Training hinaus. „Man muss mit den Menschen um sich herum bestens klarkommen. Jeder muss den anderen besser machen wollen und gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Genau dieses Gefühl habe er jetzt wieder. „Er ist ein richtig guter Typ und passt hervorragend ins Team.“ Damit bestätigte der Deutsche indirekt, dass die Veränderungen in seinem Umfeld nicht nur sportlicher Natur sind, sondern vor allem die Atmosphäre innerhalb des Teams betreffen.
Podium gibt Rückenwind
Mit dem zweiten Gesamtrang meldete sich Längenfelder auch im Titelkampf zurück. Zwar beträgt der Rückstand auf WM-Spitzenreiter Sacha Coenen weiterhin 52 Punkte, doch nach den schwierigen vergangenen Wochen dürfte das Ergebnis vor allem fürs Selbstvertrauen wichtig gewesen sein.
Die Leistung in Südafrika zeigte jedenfalls, dass der Deutsche wieder deutlich aggressiver unterwegs war und den direkten Zweikämpfen nicht aus dem Weg ging.
Foxhill statt Matterley Basin
Nach der kurzen WM-Pause wartet bereits der Grand Prix von Großbritannien. Dass nicht mehr in Matterley Basin gefahren wird, bedauert Längenfelder durchaus. „Ich war immer gern dort. Das war eine Strecke, von der ich wusste, dass sie mir liegt.“ Mit Foxhill wartet nun allerdings eine ganz andere Herausforderung.
Die ersten Bilder der Strecke hat sich der KTM-Pilot bereits angesehen. „Sie sieht richtig gut aus. An manchen Stellen geht es ziemlich steil bergauf und bergab. Mal sehen, wie sie sich fährt.“
Nach dem starken Auftritt in Südafrika reist Simon Längenfelder jedenfalls mit neuem Selbstvertrauen nach England. Das Podium dürfte für ihn mehr gewesen sein als nur ein gutes Ergebnis – es war der Beweis, dass der Weg der vergangenen Tage offenbar der richtige war.
