Scott Smulders – Milzverletzung zwingt Niederländer zu langer Pause

Scott Smulders beim Podium Interview in Dreetz

Scott Smulders beim Podium Interview in Dreetz

Für Scott Smulders gibt es nach seinem schweren Sturz beim MXGP of France nun endgültig Gewissheit – und die Nachrichten fallen deutlich schlechter aus als zunächst erhofft.

Der Niederländer war in Lacapelle-Marival bereits in der ersten Runde des ersten Wertungslaufs schwer gestürzt und hatte sich dabei mehrere Verletzungen zugezogen. Schon kurz nach dem Unfall wurden zwei Wirbelbrüche, eine gebrochene Hand sowie Verletzungen an Milz und Niere diagnostiziert.

Während zunächst noch Hoffnung bestand, dass zumindest Teile der Verletzungen innerhalb weniger Wochen ausheilen könnten, haben weitere Untersuchungen inzwischen ein deutlich ernsteres Bild ergeben.

Milzverletzung bereitet die größten Sorgen

Nach fast einer Woche im Krankenhaus wurde Smulders zwar entlassen, weitere Untersuchungen bei Spezialisten brachten jedoch keine positiven Nachrichten. Nach Angaben des Niederländers entwickeln sich Rücken, Hand und Nierenverletzung grundsätzlich in die erwartete Richtung. Die Situation bei der Milz bereitet den behandelnden Ärzten dagegen deutlich größere Sorgen.

Die Verletzung wird inzwischen als kritisch eingestuft und macht eine deutlich längere Genesungszeit erforderlich als ursprünglich angenommen.

„Leider haben wir nicht die Nachrichten bekommen, auf die wir gehofft hatten. Hand, Rücken und Niere wären möglicherweise in vier bis sechs Wochen bereit gewesen, aber meine Milz befindet sich in einem sehr kritischen Zustand. Das bedeutet, dass ich mehrere Monate ausfallen werde“, erklärte Smulders.

Fokus bereits auf 2027

Damit ist inzwischen klar, dass Scott Smulders in dieser Saison nicht mehr auf das Motorrad zurückkehren wird.

Für den Niederländer endet damit ein Jahr, das bis zum Unfall äußerst vielversprechend verlaufen war. Im ADAC MX Youngster Cup gehörte Smulders zu den stärksten Fahrern der bisherigen Saison und hielt hier Rang zwei inne.

Umso bitterer kommt die nun bestätigte Zwangspause.

Trotz der Enttäuschung richtet der Husqvarana-Pilot den Blick bereits nach vorne. In seiner ersten Stellungnahme nach den neuen Untersuchungsergebnissen machte er deutlich, dass er die Situation akzeptiert hat und seine komplette Energie nun in die Genesung investieren wird.

Das Ziel ist inzwischen klar definiert: eine vollständige Rückkehr im Jahr 2027.

Team sucht nach Ersatzfahrer

Auch für sein Team hat die Verletzung weitreichende Folgen. Durch den langfristigen Ausfall von Smulders läuft bereits die Suche nach einem Fill-In-Piloten für die verbleibenden Rennen der Saison. Einfach gestaltet sich diese Aufgabe allerdings nicht.

Zu diesem Zeitpunkt des Jahres sind viele schnelle Fahrer bereits an bestehende Programme gebunden oder verfolgen eigene Meisterschaftsziele. Entsprechend überschaubar ist die Auswahl an verfügbaren Fahrern, die kurzfristig auf konkurrenzfähigem Niveau einspringen könnten.

Wer die Nachfolge von Smulders antreten wird, ist derzeit noch offen.

Für den Niederländer selbst spielt das momentan allerdings nur eine Nebenrolle. Nach den ernüchternden Untersuchungsergebnissen steht zunächst ausschließlich die eigene Gesundheit im Mittelpunkt. Die Rückkehr auf die Rennstrecke muss warten – auch wenn Smulders bereits jetzt deutlich macht, dass er entschlossen ist, stärker zurückzukommen.