RedBud: Der amerikanische Motocross-Feiertag steht bevor
Das Redbud National und der 250. Geburtstag der USA fallen 2026 auf den gleichen Tag.
Es gibt Rennen, die jeder Motocross-Fan kennt – RedBud gehört ohne Zweifel dazu. Wenn am Samstag die fünfte Runde der AMA Pro Motocross Championship startet, trifft Spitzensport auf eine besondere Kulisse. Traditionell wird das Rennen am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, ausgetragen. In diesem Jahr kommt ein weiterer Anlass hinzu: Die Vereinigten Staaten feiern ihren 250. Geburtstag.
Die Zuschauer erwartet damit erneut eines der stimmungsvollsten Rennwochenenden des Jahres.
Lawrence gegen Lawrence
In der 450er-Klasse spitzt sich der Titelkampf weiter zu. Jett Lawrence reist zwar mit der Red Plate nach Michigan, nach High Point beträgt sein Vorsprung auf Bruder Hunter aber nur noch zwei Punkte.
Hunter gewann beide Läufe und feierte damit seinen dritten Gesamtsieg in der Pro Motocross-Königsklasse. Damit hat er den Titelkampf wieder völlig geöffnet.
Für Jett war es erst die fünfte Niederlage in 31 Pro-Motocross-Rennen der 450er-Klasse. Trotzdem bleibt er der Gejagte.
Deegan wartet auf den nächsten Schritt
Haiden Deegan stand in High Point erneut auf dem Podium und liegt weiterhin auf Rang drei der Meisterschaft. Der Rückstand auf die Lawrence-Brüder ist zwar bereits etwas größer, doch RedBud könnte genau die Strecke sein, auf der sich das ändert.
Schon in seiner Rookie-Saison 2023 gelang ihm hier der erste große Durchbruch. Nach einem konstanten Saisonstart feierte Deegan ausgerechnet in RedBud seinen ersten Pro-Motocross-Gesamtsieg. Ein ähnliches Szenario trauen ihm viele auch in der 450er-Klasse zu.
Prado findet immer besser seinen Rhythmus
Auch Jorge Prado zeigt weiterhin eine aufsteigende Form. Mit Rang vier in High Point fuhr der Spanier bereits zum fünften Mal aufs Podium der AMA Pro Motocross Championship. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint sich der vierfache Weltmeister immer besser auf die amerikanischen Strecken einzustellen.
Der erste Laufsieg könnte näher sein, als es die Ergebnisse bislang vermuten lassen.
Triumph mischt vorne mit
Auch Triumph sorgte zuletzt für ein starkes Ergebnis. Mikkel Haarup und Jordon Smith fuhren beide in die Top Ten und bescherten der britischen Marke das bislang beste gemeinsame Resultat in der 450er-Klasse. Vor allem Haarup bestätigt damit seine starke Entwicklung in seiner ersten kompletten Saison.
Vier Fahrer kämpfen um die Red Plate
Noch enger geht es in der 250er-Klasse zu. Levi Kitchen führt die Meisterschaft weiterhin an, doch sein Vorsprung ist fast aufgebraucht. Jo Shimoda liegt nur einen Punkt zurück, Julien Beaumer folgt mit zwei Zählern Rückstand und High-Point-Sieger Cole Davies fehlen lediglich sieben Punkte auf die Spitze.
Vier Fahrer innerhalb von sieben Punkten – der Titelkampf könnte kaum spannender sein.
Davies meldet sich eindrucksvoll an
Cole Davies feierte in High Point den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Mit zwei Laufsiegen holte sich der Yamaha-Pilot seinen ersten Gesamtsieg in der Pro Motocross-Serie und schob sich mitten in den Kampf um die Meisterschaft.
Julien Beaumer überzeugte ebenfalls mit Rang zwei. Obwohl der KTM-Pilot in dieser Saison noch keinen Gesamtsieg feiern konnte, sammelt er konstant wichtige Punkte.
Jo Shimoda komplettierte das Podium und verkürzte den Rückstand auf Kitchen weiter.
Eine Strecke mit Geschichte
RedBud gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen im amerikanischen Motocross. 1974 wurde hier das erste Rennen der damaligen 500cc-Klasse ausgetragen. Seit Anfang der 1980er-Jahre findet das Event regelmäßig am Independence-Day-Wochenende statt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Rennen der Saison.
Die Strecke brachte zahlreiche legendäre Momente hervor. Ricky Carmichael gewann hier nahezu alles, James Stewart machte mit spektakulären Sprüngen über „LaRocco’s Leap“ Schlagzeilen und Ryan Dungey begeisterte die Fans, als er nach einem Motorschaden sein Motorrad bis ins Ziel schob.
Auch sportlich lohnt sich ein Blick auf die Statistik. In der 450er-Klasse gewann der spätere Meister 27 der bisherigen 46 RedBud-Rennen. In der 250er-Klasse liegt diese Quote bei 26 Titeln aus 47 Veranstaltungen.
Viel mehr als nur ein Rennen
RedBud ist jedes Jahr einer der Höhepunkte der Pro-Motocross-Saison. Die Kombination aus der traditionsreichen Strecke, den zehntausenden Fans und der besonderen Atmosphäre rund um den amerikanischen Nationalfeiertag macht dieses Rennen einzigartig.
Mit den engen Titelkämpfen in beiden Klassen ist alles angerichtet. Die Lawrence-Brüder kämpfen um die Meisterschaft, Deegan hofft auf den nächsten Schritt, Prado will seinen ersten Sieg in den USA und in der 250er-Klasse trennen die vier Spitzenfahrer gerade einmal sieben Punkte.
Bessere Voraussetzungen für ein RedBud National hätte man sich kaum wünschen können.
Zeitplan des Redbud National 2026
Samstag, 4. Juli 2026
Training & Qualifying
- 14:00 – 14:15 Uhr 250MX Qualifying Gruppe B
- 14:20 – 14:35 Uhr 250MX Qualifying Gruppe A
- 14:50 – 15:05 Uhr 450MX Qualifying Gruppe A
- 15:10 – 15:25 Uhr 450MX Qualifying Gruppe B
- 15:50 – 16:05 Uhr 250MX Qualifying Gruppe B
- 16:10 – 16:25 Uhr 250MX Qualifying Gruppe A
- 16:30 – 16:45 Uhr 450MX Qualifying Gruppe A
- 16:50 – 17:05 Uhr 450MX Qualifying Gruppe B
- 17:35 – 17:45 Uhr 250MX Hoffnungslauf
- 17:50 – 18:00 Uhr 450MX Hoffnungslauf
Rennen
- 19:15 – 19:50 Uhr 250MX Moto 1
- 20:15 – 20:50 Uhr 450MX Moto 1
- 21:30 – 22:05 Uhr 250MX Moto 2
- 22:30 – 23:05 Uhr 450MX Moto 2
