Max Nagl – „Es geht einfach noch nicht“

Max Nagl beim ADAC MX Masters 2026 im französischen Bitche

Max Nagl beim ADAC MX Masters 2026 im französischen Bitche

Max Nagl arbeitet weiter an seiner Rückkehr auf die Rennstrecke. Der fünffache ADAC MX Masters-Champion hat inzwischen zwar einen ersten Versuch auf dem Motorrad unternommen, musste diesen jedoch nach kurzer Zeit abbrechen. Statt das Comeback mit aller Macht zu erzwingen, setzt der Triumph-Pilot nun bewusst auf Regeneration.

Erster Test endet nach wenigen Minuten

Knapp drei Wochen nach seiner Brustwirbelfraktur wollte Nagl herausfinden, ob das Fahren bereits wieder möglich ist. Der Test fiel allerdings ernüchternd aus.

„Ich bin zweimal zehn Minuten herumgerollt, habe aber gemerkt, dass es einfach nicht geht. Ich kann das Motorrad nicht vernünftig festhalten und die Schmerzen sind noch deutlich zu groß.“

Mehr als ein vorsichtiger Funktionstest war deshalb nicht möglich. Anschließend stellte Nagl das Motorrad wieder ab.

Rennrad statt Motocross

Im Alltag geht es dem 38-Jährigen inzwischen deutlich besser. Ganz ohne Training muss er derzeit ebenfalls nicht auskommen.

Seine Einheiten auf dem Rennrad kann Nagl wieder absolvieren und so zumindest seine Grundlagenausdauer erhalten. Im Fitnessstudio sind die Möglichkeiten dagegen weiterhin eingeschränkt. Während Beintraining funktioniert, lässt die Verletzung Belastungen des Oberkörpers noch nicht zu.

Vier Tage komplette Pause

Nach dem missglückten Motorradtest hat Max Nagl die Konsequenzen gezogen. Für mehrere Tage setzt er sein Training komplett aus. Der Grund dafür ist einfach. „Jedes Mal, wenn wieder Stress auf die Frakturen kommt, heilt es natürlich langsamer.“

Mit der Pause möchte er seinem Körper die Möglichkeit geben, die Verletzung möglichst ungestört ausheilen zu lassen. Erst danach soll der nächste Versuch auf dem Motorrad folgen.

Neuer Anlauf am Wochenende

Bereits am kommenden Wochenende möchte Nagl erneut testen, ob sich die Situation verbessert hat. Eigentlich stehen in der kommenden Woche wichtige Testfahrten an. Solange das Motorradfahren jedoch noch mit starken Schmerzen verbunden ist, sieht der Triumph-Pilot keinen Sinn darin.

„Ich muss jetzt erst einmal abwarten.“

Vor Gaildorf soll Rennpraxis her

An seinem Plan für die Rückkehr hat sich allerdings nichts geändert. Gaildorf bleibt das große Ziel.

Wenn alles nach Wunsch verläuft, möchte Nagl allerdings nicht ohne Vorbereitung ins ADAC MX Masters zurückkehren. Deshalb plant er, bereits vorher zwei Läufe zur Deutschen Motocross-Meisterschaft Open zu bestreiten – zunächst in Aichwald, anschließend in Bielstein. Zusätzlich steht auch ein Rennen in den Niederlanden auf seiner Liste.

Die zusätzlichen Starts sollen ihm helfen, wieder Rennrhythmus zu finden. Ob dieser Zeitplan aufgeht, entscheidet sich jedoch erst in den kommenden Tagen. „Es macht keinen Sinn, das zu überstürzen. Ich muss schauen, wie sich alles entwickelt.“

Ärzte geben grünes Licht – die Schmerzen nicht

Aus medizinischer Sicht gibt es nach Nagls Angaben keine grundsätzlichen Einwände gegen eine Rückkehr. Die Frakturen müssen vor allem ausheilen – der entscheidende Faktor sind momentan die Schmerzen. „Von den Ärzten ist es kein Problem. Sie sagen, man kann an den Frakturen ohnehin nichts machen. Es sind einfach die Schmerzen.“

Mit Schmerzen könne er grundsätzlich gut umgehen, sagt Nagl. Der erste Test habe aber deutlich gezeigt, dass die Belastung auf dem Motorrad aktuell noch zu hoch ist.

Deshalb bleibt Geduld gefragt. Erst wenn die Schmerzen deutlich nachlassen, wird der fünffache ADAC MX Masters-Champion wieder ins Renngeschehen eingreifen. Gaildorf bleibt das Ziel – möglichst mit einigen Rennkilometern in Aichwald, Bielstein und den Niederlanden im Gepäck.

Ein besonderes Datum fällt dabei ebenfalls auf das Gaildorfer Rennwochenende: Am Freitag, dem 7. August, feiert Max Nagl seinen 39. Geburtstag. Ob er sich „Auf der Wacht“ mit einem erfolgreichen Comeback und einem starken Ergebnis selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen kann, wird sich dann auf der Strecke zeigen.