Max Nagl: „Wir sehen uns in Gaildorf“
Max Nagl gibt nach seinem Crash in Tensfeld ein Verletzungsupdate
Nach dem schweren Sturz beim ADAC MX Masters in Tensfeld gibt es erstmals positive Nachrichten von Max Nagl. Der Meisterschaftsführende hat sich nach einer weiteren Untersuchung zu seinem Gesundheitszustand geäußert und macht seinen Fans Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr.
Nachdem die ersten Diagnosen unmittelbar nach dem Unfall noch größere Sorgen ausgelöst hatten, wurde Nagl inzwischen erneut von Dr. Claes im belgischen Herentals untersucht. Das Ergebnis fällt deutlich erfreulicher aus als zunächst befürchtet.
Nach aktuellem Stand könnte lediglich der vierte Brustwirbel leicht angebrochen sein. Schwerwiegendere Verletzungen scheinen sich dagegen nicht bestätigt zu haben.
„Zum Glück sieht es so aus, als könnte lediglich mein T4-Wirbel einen kleinen Riss haben. Ansonsten scheint alles in Ordnung zu sein“, erklärte Nagl.
Ganz ohne Folgen blieb der Unfall allerdings nicht. Der Triumph-Pilot berichtet von zahlreichen Prellungen und Schmerzen am gesamten Körper. Dennoch überwiegt aktuell die Erleichterung.
Titelkampf spielt momentan keine Rolle
Auch wenn Nagl durch seinen Ausfall die Meisterschaftsführung an Roan van de Moosdijk verloren hat, beschäftigt ihn die aktuelle Tabellensituation derzeit nur wenig.
Der fünffache ADAC MX Masters Champion hatte die Red Plate seit dem Saisonauftakt getragen und die ersten Saisonrennen maßgeblich geprägt. Entsprechend schwer fällt es ihm, die Ereignisse von Tensfeld zu akzeptieren.
„Ich möchte im Moment nicht an den Meisterschaftsstand denken. Ich habe viel Arbeit, Training und Energie investiert. Mit meiner Leistung, meinem Motorrad und dem Team um mich herum konnte ich die Red Plate seit dem ersten Rennen verteidigen.“
Besonders der Umstand, dass er auf den Unfall selbst keinen Einfluss hatte, beschäftigt den 38-Jährigen. „Es ist schwer, die Veränderung zu akzeptieren, vor allem weil ich keine Kontrolle über die Situation hatte und mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen sind.“
Dank an Unterstützer und Blick nach vorn
In seiner Mitteilung bedankte sich Nagl außerdem bei allen Menschen, die ihn in den vergangenen Tagen unterstützt haben. Neben seinem Team und den Sponsoren richtete er seinen Dank auch an seine Familie, seine Freundin sowie die zahlreichen Fans, die sich nach dem Sturz bei ihm gemeldet hatten.
Die wichtigste Botschaft seiner Nachricht stand jedoch ganz am Ende. „Wir sehen uns in Gaildorf!“
Ob der Routinier beim nächsten ADAC MX Masters tatsächlich wieder hinter dem Startgatter stehen wird, bleibt zwar abzuwarten. Nach den jüngsten Untersuchungsergebnissen scheint eine Rückkehr jedoch deutlich realistischer geworden zu sein als noch unmittelbar nach seinem Unfall in Tensfeld.
