Längenfelder erlebt gebrauchtes Lettland-Wochenende
Simon Längenfelder erlebt gebrauchtes Lettland-Wochenende
Für Simon Längenfelder verlief der MXGP of Latvia nicht wie erhofft. Der Deutsche hatte sich nach seinem schwierigen Heimrennen in Teutschenthal vorgenommen, in Kegums wieder wichtige Punkte im Titelkampf gutzumachen. Stattdessen musste er Lettland mit einem Ausfall im zweiten Lauf und lediglich Rang 13 in der Tageswertung verlassen.
Qualifying macht Hoffnung
Dabei hatte das Wochenende zunächst durchaus vielversprechend begonnen. Im Qualifikationsrennen sicherte sich der KTM-Pilot den Holeshot und zeigte, dass die Geschwindigkeit grundsätzlich vorhanden war.
„Es war ein schwieriges Wochenende. Ich hatte gehofft, das Blatt wenden zu können. Der Holeshot im Qualifikationsrennen war ein gutes Gefühl“, erklärte Längenfelder später. Die erhoffte Wende sollte allerdings ausbleiben.
Solider erster Lauf endet nur auf Rang fünf
Im ersten Wertungslauf musste sich der Deutsche nach einem nicht optimalen Start zunächst nach vorne arbeiten. Zwischenzeitlich lag ein Podiumsplatz in Reichweite, doch in den Schlussrunden verlor Längenfelder noch Positionen.
Am Ende blieb Rang fünf.
„Nach dem schlechten Start im ersten Lauf wollte ich unbedingt noch auf das Podium fahren. Leider lief es in den letzten Runden nicht mehr so, wie ich mir das vorgestellt hatte.“
Sturz beendet die Aufholjagd
Für den zweiten Lauf reagierte das Team mit einigen Änderungen am Motorrad. Diese zeigten zunächst Wirkung. Längenfelder fühlte sich deutlich wohler und erwischte erneut einen starken Start. Doch bereits die erste Kurve kostete ihn wertvolle Positionen und warf ihn bis auf Rang zwölf zurück.
Anschließend begann die Aufholjagd durch das Feld, die jedoch ein abruptes Ende fand. „Wir haben einige Änderungen am Motorrad vorgenommen und ich habe mich wirklich gut gefühlt. Der Start war erneut gut, aber die erste Kurve überhaupt nicht. Danach habe ich versucht, mich nach vorne zu arbeiten.“
Bei einem Sprung landete der Deutsche schließlich zu weit, verlor die Kontrolle und schoss von der Strecke.
Entwarnung nach Rückenverletzung
Neben dem Ausfall sorgte vor allem die körperliche Verfassung des Deutschen für Sorgenfalten. Der KTM-Pilot verlor nach dem Sturz kurzzeitig die Luft und klagte über Rückenschmerzen. Nach ersten Untersuchungen scheint die Verletzung jedoch weniger schwerwiegend zu sein als zunächst befürchtet.
„Ich habe mir dabei den Rücken etwas verletzt und kurz die Luft verloren, aber inzwischen scheint alles in Ordnung zu sein.“
Blick geht bereits nach Montevarchi
Trotz des enttäuschenden Wochenendes richtet sich der Fokus bereits auf den nächsten Grand Prix. Nach aktuellem Stand geht Längenfelder davon aus, beim MXGP of Italy in Montevarchi wieder vollständig einsatzfähig zu sein.
„Für Montevarchi sollten wir bereit sein“, zeigte sich der Deutsche optimistisch.
Nach dem Nuller im zweiten Lauf wird es für Längenfelder nun vor allem darum gehen, im Titelkampf schnell wieder Boden gutzumachen. Die Saison ist noch lang, doch Kegums war zweifellos ein Wochenende, das der Deutsche möglichst schnell abhaken möchte.
