Kawasaki KX327: Die USA haben Preise – Deutschland wartet seit drei Monaten
Die USA hat die Preise für die Kawasaki KX327 veröffentlich wie sieht es in Deutschland aus?
Was kostet die neue Kawasaki KX327 in Deutschland? Mehr als drei Monate nach der Vorstellung des neuen Zweitakters lässt sich diese eigentlich ziemlich einfache Frage noch immer nicht beantworten.
Kawasaki präsentierte die KX327 und ihre Cross-Country-Schwester KX327X bereits am 2. Juni 2026. Damals sorgte vor allem die Rückkehr eines großen Zweitakters für Aufmerksamkeit: 327 cm³, Einspritzung, E-Starter, hydraulische Kupplung und ein modernes KX-Chassis. Nur beim Preis hielt sich Kawasaki zurück. Auf der deutschen Website hieß es lediglich, Informationen zu Preisen und Verfügbarkeit würden folgen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
In den USA ist man inzwischen weiter. Dort steht die KX327 mit 9.099 US-Dollar in der Liste, während für die neue KX327X 9.699 US-Dollar aufgerufen werden. Damit liegen zwischen Motocross- und Cross-Country-Version gerade einmal 600 Dollar.
Gerade dieser geringe Unterschied macht die X interessant.
Was bekommt man für 600 Dollar mehr?
Die KX327X verwendet den gleichen neuen 327-cm³-Zweitaktmotor mit Kraftstoffeinspritzung wie die Motocross-Version. Dazu kommen E-Starter, hydraulische Kupplung und die verschiedenen elektronischen Einstellmöglichkeiten.
Für den Cross-Country-Einsatz bekommt die X allerdings ein 6-Gang-Getriebe mit besonders kurzem ersten Gang, während die KX327 mit fünf Gängen auskommt. Hinten steht die X auf einem 18-Zoll-Rad statt auf dem 19-Zöller der Motocross-Version. Kawasaki stimmt außerdem das KYB-Fahrwerk entsprechend auf den Offroad-Einsatz ab.
Dazu kommen der größere Tank sowie Handprotektoren, Motorschutz, Schutz für die hintere Bremsscheibe und ein Seitenständer.
600 Dollar Aufpreis wirken angesichts dieser Unterschiede zumindest nicht überzogen.
Und was wird die KX327 bei uns kosten?
Genau das bleibt weiterhin offen. Natürlich lassen sich 9.099 Dollar nicht einfach in Euro umrechnen. Die amerikanischen Preise funktionieren anders, unter anderem weil die jeweilige Sales Tax nicht wie die deutsche Mehrwertsteuer bereits einheitlich im ausgewiesenen Verkaufspreis enthalten ist.
Trotzdem liefert der US-Preis erstmals einen brauchbaren Anhaltspunkt dafür, wo Kawasaki seine neue Zweitakt-Baureihe positioniert.
Und genau deshalb fällt inzwischen umso mehr auf, dass aus Deutschland weiterhin keine Zahl kommt.
Am 2. Juni stellte Kawasaki das Motorrad vor. Anfang September kennen potenzielle Käufer hierzulande noch immer weder den endgültigen Preis noch einen konkreten Termin für die Verfügbarkeit. Selbst Kawasakis damalige deutsche Mitteilung endet weiterhin mit dem Hinweis, dass diese Informationen erst noch folgen sollen.
Bei irgendeinem Modellupdate wäre das vielleicht nicht besonders spannend. Bei der KX327 sieht die Sache anders aus.
Kawasaki kehrt nach langer Pause mit einem komplett neuen Fullsize-Zweitakter zurück. Dazu kommt ein Hubraum, mit dem die Japaner bewusst nicht einfach eine weitere 250er oder 300er neben die Konkurrenz stellen. Viele Fahrer dürften deshalb seit der Vorstellung ziemlich genau hinschauen.
Und irgendwann gehört zur Kaufentscheidung eben auch der Preis. Die Amerikaner können inzwischen rechnen: 9.099 Dollar für die KX327 oder 600 Dollar mehr für die KX327X.
In Deutschland wartet man mehr als drei Monate nach der Vorstellung noch immer auf die erste Zahl.
