Jeffrey Herlings feiert 117. Grand-Prix-Sieg
Jeffrey Herlings holt sich in Agueda Grand Prix Sieg Nummer 117
Jeffrey Herlings hat den MXGP of Portugal gewonnen und damit den 117. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere eingefahren. Der Honda-Pilot setzte sich in der Tageswertung vor Lucas Coenen und Romain Febvre durch. Während Herlings den Tagessieg feierte, konnte Coenen seine Führung in der Weltmeisterschaft sogar leicht ausbauen.
Geduld zahlt sich aus
Bereits im ersten Lauf deutete sich an, dass Herlings und Coenen an diesem Wochenende das Tempo bestimmten. Herlings verlor allerdings wertvolle Zeit hinter Teamkollege Rubén Fernández und musste sich mit Rang zwei zufriedengeben.
Im zweiten Rennen gelang ihm der entscheidende Schritt deutlich früher. Schon in den ersten Runden setzte sich der Niederländer hinter Coenen fest und wartete auf eine Gelegenheit. „Ich wusste, dass unsere Geschwindigkeit sehr ähnlich war. Deshalb musste ich auf den richtigen Moment warten.“
Als sich eine Lücke auftat, nutzte Herlings sie konsequent. Anschließend kontrollierte er das Rennen bis ins Ziel. „Ich wollte sauber überholen. Ich habe in meiner Karriere selbst genug Verletzungen gehabt und möchte niemanden unnötig in Gefahr bringen.“
Coenen verliert den Sieg, gewinnt aber einen Punkt
Lucas Coenen musste sich zwar im zweiten Lauf geschlagen geben, verließ Portugal aber dennoch mit einem positiven Gefühl. Der Belgier verlor den Tagessieg, nahm seinem direkten WM-Gegner jedoch einen weiteren Punkt ab. „Man muss klug fahren. Natürlich wollte ich gewinnen, aber die Meisterschaft ist lang.“
Nach dem Überholmanöver von Herlings verzichtete der KTM-Pilot auf übertriebene Risiken. „Jeffrey wollte den Sieg unbedingt. Für mich war wichtig, möglichst viele Punkte mitzunehmen.“ Mit Rang zwei bleibt Coenen an der Spitze der WM-Wertung.
Febvre sieht Fortschritte
Romain Febvre stand als Dritter erneut auf dem Podium. Der Kawasaki-Pilot zeigte sich vor allem mit seinem Fahrgefühl zufrieden. „Schon am Samstag habe ich mich auf der Strecke wohlgefühlt. Endlich hatten wir wieder viel Grip.“
Vor allem im zweiten Lauf musste sich der Franzose nach einem mäßigen Start nach vorne arbeiten. Das gelang ihm deutlich besser als noch in den vergangenen Wochen. „Ich komme Schritt für Schritt näher heran. Die beiden vor mir sind noch etwas schneller, aber wir arbeiten weiter.“
Nach mehreren schwierigen Rennen wertete Febvre das Wochenende deshalb als Fortschritt.
Blick nach Südafrika
Schon am kommenden Wochenende geht die Weltmeisterschaft in Südafrika weiter. Herlings reist mit Rückenwind zum nächsten Grand Prix, Coenen verteidigt die WM-Führung und Febvre will den Anschluss an die Spitze weiter verkürzen.
