Bestätigt: Kay de Wolfs Saison ist beendet
Nestaan Husqvarna bestätigte die Verletzung von Kay de Wolf. / Foto: Ralph Marzahn
Wie schwer hat es Kay de Wolf bei seinem Sturz am Montag erwischt? Seit heute Morgen war klar, dass beim Niederländer etwas nicht stimmt. Jetzt hat Nestaan Husqvarna Factory Racing bestätigt, was bereits zu befürchten war: De Wolf hat sich an der Hand verletzt und wird 2026 kein Rennen mehr bestreiten.
Damit fehlen dem 21-Jährigen nicht nur die drei ausstehenden Grands Prix in der Türkei, China und Australien. Auch das Motocross of Nations in Ernée ist für ihn gestrichen.
Wie genau die Handverletzung aussieht, teilte das Team nicht mit. Fest steht lediglich, dass sie schwer genug ist, um die Saison an dieser Stelle zu beenden.
Für de Wolf kommt der Ausfall zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Nach seinem Wechsel aus der MX2 hatte der ehemalige Weltmeister schon früh gezeigt, dass er auch mit der 450er vorne mitfahren kann. Podien auf Sardinien und in Lettland folgten, bevor ihn eine Verletzung am Sprunggelenk ausbremste.
Nach seiner Rückkehr wurde de Wolf wieder stärker. In Lommel und beim Heim-GP in Arnhem fuhr er jeweils 2-2 und wurde beide Male Zweiter overall. Wer ihn dort gesehen hat, dürfte kaum den Eindruck bekommen haben, dass er seine erste MXGP-Saison nur noch irgendwie zu Ende bringen wollte.
Jetzt ist sie trotzdem vorbei.
Erst die Hand, dann das Sprunggelenk
„Leider hatten ich am Montag einen Sturz, der meine Saison vorzeitig beendet hat. Ich habe mir eine weitere Verletzung an der Hand zugezogen und werde deshalb die letzten Rennen der Saison und auch das Motocross of Nations verpassen“, erklärt de Wolf.
Gerade der Ausfall in Ernée trifft ihn. „Ich hätte mein Land beim Nations sehr gerne vertreten, aber das wird dieses Jahr leider nicht möglich sein.“
Damit bekommt eine ohnehin geplante Operation nun früher Priorität. De Wolf fährt seit seiner Verletzung im Sommer mit Problemen am Sprunggelenk. Mitte September soll dieses operiert werden, anschließend beginnt direkt die Reha. Das Ziel ist klar: 2027 soll er wieder vollständig fit am Start stehen.
Dass er trotz des angeschlagenen Sprunggelenks zuletzt zweimal auf dem MXGP-Podium stand, macht das vorzeitige Saisonende noch ärgerlicher. Gleichzeitig ergibt es wenig Sinn, nach der zusätzlichen Handverletzung noch drei Grands Prix irgendwie durchzudrücken, wenn ohnehin eine Operation und mehrere Monate Vorbereitung auf 2027 anstehen.
Auch Teammanager Rasmus Jorgensen verweist vor allem auf de Wolfs Leistungen der vergangenen Wochen.
„Natürlich ist es für Kay und das gesamte Team enttäuschend, dass seine Saison auf diese Weise endet, besonders nach dem Niveau, das er zuletzt gezeigt hat. Seine erste MXGP-Saison hat bereits bewiesen, wie konkurrenzfähig er in der Königsklasse sein kann. Die Rennen in Lommel und Arnhem haben das deutlich gezeigt.“
De Wolf beendet sein Rookie-Jahr damit vorerst auf WM-Rang neun mit 428 Punkten.
Für Nestaan Husqvarna ist das ärgerlich. Für die Niederlande wird es wenige Wochen vor dem MXoN noch einmal richtig unangenehm.
Denn de Wolf war für die MXGP-Klasse in Ernée gesetzt. Zusammen mit Jeffrey Herlings und Roan van de Moosdijk sollte er um den Sieg beim Nationenpreis kämpfen. Wer seinen Platz übernimmt, ist bislang nicht bekannt.
Darüber darf sich nun der niederländische Teammanager Gedanken machen. Für de Wolf selbst ist die Rechnung deutlich einfacher: Hand auskurieren, Sprunggelenk operieren lassen und 2026 abhaken.
