AXO ist zurück – und zwar wie ein Phönix aus der Asche

Das Fantic Factory MXGP Team rückt 2026 mit Bekleidung der ikonischen Marke AXO aus

Das Fantic Factory MXGP Team rückt 2026 mit Bekleidung der ikonischen Marke AXO aus. / Foto: Fantic

Wer in den 90ern oder frühen 2000ern im Fahrerlager der unterschiedlichsten Motocross-Serien unterwegs war, kennt den Namen. AXO war Motocross-DNA. Neonfarben, Stretchpants, ikonische Logos – und Weltmeister, die genau damit Rennen gewannen. Dann wurde es still. Und jetzt? Jetzt meldet sich AXO zurück. Schritt für Schritt. Mit Plan. Und mit echter Substanz.

Von der Legende zur Neugeburt

AXO wurde 1978 in Italien gegründet und entwickelte sich rasend schnell zu einer der prägendsten Marken im Offroad- und Motorradsport. Nicht irgendwann, sondern direkt auf den MX-Strecken dieser Welt. Jeff Stanton, Jeremy McGrath, Ricky Carmichael, Antonio Cairoli – die Liste der Fahrer, die die Gear der Italiener getragen und mitentwickelt haben, liest sich wie ein Geschichtsbuch des Motorsports.

Und genau dieses Fundament ist plötzlich wieder spürbar. Nur eben neu gedacht.

Der Neustart mit Köpfchen

Bereits vor rund fünf Jahren wurde AXO von TRIO SRL übernommen. Kein Konzern, der Marken ausschlachtet – sondern ein italienisches Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Automotive- und Motorradbereich. TRIO steht für Struktur, Logistik, digitale Lösungen und langfristige Markenentwicklung. Kurz gesagt: für das Gegenteil von Schnellschuss.

Seitdem wird die Marke behutsam, aber konsequent neu aufgebaut. Erst Enduro, jetzt Motocross. Keine überhasteten Launches, sondern Rückkehr zu den eigenen Wurzeln.

Zurück ins Gelände – zurück ins Rampenlicht

Klar ist: AXO meint es ernst – und diesmal haben wir es auch sofort mitbekommen. Dass AXO das Fantic-Enduro-Werksteam bereits seit zwei Jahren ausrüstet, ist ehrlicherweise ein bisschen unter dem Radar gelaufen. Enduro, ja – aber im Motocross bzw. in der MXGP, also genau dort, wo wir zu Hause sind, war die Marke plötzlich wieder präsent. Und zwar unübersehbar. Spätestens beim ersten offiziellen Fotoshooting des Fantic-Factory-MXGP Team war klar: AXO ist nicht nur zurück, man will gesehen werden.

Die neuen Outfits von Alberto Forato und Brent Van Doninck sind aktuell noch custom made, exklusiv fürs Werksteam. Aber – und das ist die gute Nachricht für alle Nostalgiker und Style-Fans – ein Replica-Produkt soll in Arbeit sein. Genau das, worauf viele seit Jahren warten: AXO nicht nur im Fahrerlager, sondern wieder am Startgatter.

Aktuell ist AXO außerhalb Italiens vor allem online erhältlich, doch auch hier gilt das neue AXO-Motto: Stück für Stück. Internationale Vertriebspunkte sollen folgen – nicht hektisch, sondern nachhaltig.

Alte Seele, neues Mindset

AXO heute ist nicht Nostalgie. Es ist eine moderne Interpretation einer Marke mit Geschichte. Funktional, zuverlässig, technisch auf der Höhe – aber mit dieser unverwechselbaren italienischen Seele. Entwickelt mit Fahrern, für Fahrer. Genau so, wie früher. Oder anders gesagt: AXO versucht nicht, die Vergangenheit zu kopieren, sondern nutzt sie als Rückenwind.

Und jetzt mal ehrlich …

Wenn man heute im MXGP-Fahrerlager plötzlich wieder AXO liest, stellt sich fast automatisch diese Frage – leicht ironisch, aber voller Sympathie: Wer kann sich eigentlich noch an AXO erinnern?

Die Antwort: Alle, die Motocross nicht nur schauen, sondern fühlen. Und genau für die ist AXO wieder da.