Benoit Paturel kehrt zurück in die Motocross-Weltmeisterschaft.
Benoit Paturel geht für JK Racing Yamaha in der MXGP an den Start. / Foto: JK Racing
Benoit Paturel kehrt zurück in die Motocross-Weltmeisterschaft. Der Franzose wird in den kommenden Wochen für JK Racing Yamaha an den Start gehen und den weiterhin verletzten Isak Gifting vertreten. Sein Debüt für das italienische Team erfolgt bereits an diesem Wochenende bei der italienischen Prestige-Meisterschaft in Fermo. Darüber hinaus sind aktuell auch Einsätze bei den MXGP-Läufen in Frankreich und Deutschland geplant.
Rückkehr nach Europa
Damit endet für Paturel vorerst die Suche nach einer neuen Perspektive für die Saison 2026. Nach seinem Wechsel in die USA absolvierte der Franzose im vergangenen Jahr erstmals eine komplette Saison in der AMA Pro Motocross Championship. Für HEP Suzuki – jenes Team, mit dem Ken Roczen inzwischen den 450SX-Titel gewann – musste sich Paturel an völlig neue Bedingungen anpassen.
Andere Streckencharakteristiken, neue Abläufe und ein deutlich aggressiveres Racing bestimmten seinen Alltag in Amerika. Trotzdem schloss er die Saison auf Rang 15 der 450MX-Gesamtwertung ab. Wie es danach weitergeht, blieb lange offen. Sowohl ein weiteres Engagement in den USA als auch eine Rückkehr ins MXGP-Paddock standen im Raum. Nun folgt offenbar genau dieser nächste Schritt.
JK Yamaha reagiert auf Giftings Verletzung
Auslöser für die Zusammenarbeit ist die Verletzung von Isak Gifting, der sich weiterhin im Reha-Prozess befindet. JK Racing Yamaha benötigte kurzfristig einen erfahrenen Fahrer – und fand die Lösung in Paturel.
Teamchef Riccardo Boschi erklärte, dass der erste Kontakt direkt vom Franzosen ausgegangen sei: „Benoit fragte uns, ob wir für die Dauer von Isaks Genesung einen Platz frei hätten. Er sagte, dass er gerne für uns fahren würde.“ Für Yamaha Italien besitzt zudem die nationale Meisterschaft einen hohen Stellenwert, nachdem das Team dort bereits zwei Veranstaltungen verpasst hatte. Gleichzeitig erhält die Mannschaft wieder Präsenz in der MXGP-Klasse auf der 450er.
Wichtige Wochen für beide Seiten
Aktuell ist die Vereinbarung zunächst auf ausgewählte Rennen begrenzt. Dennoch könnten die kommenden Wochen für beide Seiten größere Bedeutung bekommen.
Paturel erhält die Chance, sich erneut auf WM-Niveau zu zeigen. Gerade in einem Fahrermarkt mit wenigen freien Optionen könnte ein starker Auftritt schnell neue Türen öffnen. Auch JK Yamaha gewinnt kurzfristig Erfahrung und Stabilität innerhalb des Projekts.
Yamaha als vertrautes Umfeld
Hinzu kommt, dass Paturel in der Vergangenheit gerade auf Yamaha-Motorrädern einige seiner stärksten Leistungen zeigte. Besonders während seiner Zeit im MX2-Factory-Programm überzeugte der Franzose mehrfach auf internationalem Niveau. Später folgten weitere Einsätze auf Yamaha-Material, unter anderem mit dem de Baets Yamaha Team in der MXGP-Weltmeisterschaft.
Entsprechend dürfte ihm der Umstieg deutlich leichter fallen als ein kompletter Neustart auf einem unbekannten Paket.
Jetzt geht es zunächst darum, schnell wieder Rennrhythmus in Europa aufzubauen – und sich im MXGP-Fahrerlager erneut nachhaltig zu empfehlen.
