Andrea Verona holt Enduro2-Titel – Garcia beendet Traumsaison mit 50. EnduroGP-Sieg
Jubelndes KTM Team beim EnduroGP Finale. / Foto: Future7Media
Andrea Verona hat sich beim Saisonfinale der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft in Rhayader den Enduro2-Titel 2026 gesichert. Der Italiener entschied die Klasse am Sonntag für sich und verteidigte damit seinen WM-Titel. Für Red Bull KTM Factory Racing endete das Wochenende in Wales mit drei Weltmeisterschaften: Josep Garcia hatte sich bereits zuvor die Titel in EnduroGP und Enduro1 gesichert.
Ein Punkt Vorsprung vor dem Finale
Verona ging mit nur einem kleinen Polster in das letzte Rennwochenende der Saison. Der Samstag machte die Ausgangslage noch enger. Ein Sturz bereits im ersten Test kostete den Italiener Zeit. Danach arbeitete er sich Stück für Stück zurück und beendete den Tag auf Rang fünf im EnduroGP sowie auf Platz drei in der Enduro2-Wertung.
Vor dem Sonntag trennte Verona nur noch ein Punkt von Zach Pichon. Damit war klar: Der letzte Fahrtag würde über den Titel entscheiden.
Verona liefert, als es zählt
Am Sonntag erwischte der KTM-Pilot den deutlich besseren Start in den Tag. Bereits in den ersten beiden Runden baute er sich einen Vorsprung von 16 Sekunden auf Pichon auf.
Verona hielt das Tempo bis zum Ende hoch, gewann die Enduro2-Klasse und belegte zugleich Rang zwei im EnduroGP. Der Titel war damit gesichert. „Nach dem ersten Tag hatte ich nur noch einen Punkt Vorsprung. Ich wusste also, dass ich alles geben musste“, sagte Verona. „Ich bin von Beginn an gepusht und konnte den Sieg holen, als es darauf ankam.“
Mit dem Erfolg sicherte sich der Italiener seinen dritten Enduro2-Weltmeistertitel in Folge. Gleichzeitig beendete er die EnduroGP-Saison als Vizeweltmeister.
Der Titel ist bereits der neunte WM-Erfolg seiner Karriere. Damit zieht Verona in der ewigen Bestenliste mit Josep Garcia gleich und liegt nun gemeinsam mit ihm auf Rang drei.
Garcia macht die 50 voll
Josep Garcia hatte seine Titel bereits vor dem Finale in Wales sicher. Entsprechend entspannt hätte der Spanier das letzte Wochenende angehen können. Genau das tat er aber nicht.
Am Samstag gewann Garcia sechs Sonderprüfungen und holte sich den EnduroGP-Sieg mit 34 Sekunden Vorsprung. Auch in der Enduro1-Klasse blieb er vorne.
Am Sonntag knüpfte er daran an. Drei der ersten vier Tests gingen an den KTM-Piloten, danach verwaltete er die Führung und brachte seinen 50. EnduroGP-Sieg ins Ziel. „Zum ersten Mal war vor dem letzten Rennen schon alles entschieden“, erklärte Garcia. „Mein Ziel blieb trotzdem gleich: Ich wollte gewinnen und die Saison bestmöglich beenden.“
Seine Enduro1-Saison schloss er mit einer makellosen Bilanz ab. Garcia gewann alle 14 Renntage der Klasse.
KTM räumt drei Titel ab
Red Bull KTM Factory Racing beendet die Saison 2026 damit mit den Weltmeistertiteln in EnduroGP, Enduro1 und Enduro2.
Garcia und Verona belegten zugleich die ersten beiden Positionen in der EnduroGP-Gesamtwertung. Teammanager Fabio Farioli sprach nach dem Finale vor allem über den Titelkampf in der Enduro2.
Nach dem Samstag sei er zunächst nicht besonders zuversichtlich gewesen, erklärte Farioli. Am Sonntag habe Verona dann sofort einen anderen Eindruck vermittelt. „Vom ersten Test an hat Andrea gekämpft und den Druck sehr gut verarbeitet. Pichon war extrem schnell, aber Andrea konnte immer wieder antworten. Ich kann mich kaum an eine Meisterschaft erinnern, die bis zum letzten Test so eng und emotional entschieden wurde.“
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft richtet sich der Blick des KTM-Teams nun auf die 100. Ausgabe der FIM 6DAYS in Portugal. Das Rennen findet vom 8. bis 17. Oktober statt.
