Triumph TXP: Neue Elektro-Offroad-Bikes jetzt auch in Deutschland erhältlich
Triumph TXP Familie 2027
Triumph erweitert sein Offroad-Programm um eine komplett neue Modellreihe für Kinder und Jugendliche. Mit den vier Elektro-Offroad-Bikes TXP-12, TXP-16, TXP-20 und TXP-24 steigt der britische Hersteller erstmals in dieses Marktsegment ein. Entwickelt wurden die Motorräder gemeinsam mit OSET, das seit 2022 zur Triumph-Familie gehört und seit Jahren auf elektrische Trial- und Nachwuchsmotorräder spezialisiert ist.
Nach der internationalen Präsentation folgt nun der nächste wichtige Schritt: Die komplette TXP-Baureihe ist ab sofort auch bei ausgewählten Triumph-Händlern in Deutschland erhältlich. Damit können deutsche Nachwuchsfahrer erstmals direkt über das offizielle Triumph-Händlernetz auf die neuen Elektro-Offroader zugreifen. Auch in Österreich startet der Verkauf.
Vier Modelle für unterschiedliche Alters- und Leistungsstufen
Triumph hat die TXP-Reihe nicht als Einheitsplattform mit unterschiedlich großen Rädern entwickelt. Stattdessen besitzt jedes Modell einen eigenen, auf die jeweilige Altersgruppe abgestimmten Rahmen, eine angepasste Geometrie sowie passende Bedienelemente, Fahrwerkskomponenten und Leistungsstufen.
Das Angebot beginnt mit der TXP-12 für Kinder zwischen drei und fünf Jahren. Die TXP-16 richtet sich an Fahrer im Alter von fünf bis sieben Jahren. Für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren ist die TXP-20 vorgesehen. Die TXP-24 bildet das leistungsstärkste Modell der Baureihe und soll Fahrer ab zehn Jahren ansprechen. Durch die mögliche Zuladung von bis zu 90 Kilogramm kann sie auch von Jugendlichen und leichteren Erwachsenen genutzt werden.
Damit deckt Triumph einen großen Teil der Nachwuchsentwicklung ab – vom ersten Balancegefühl auf zwei Rädern bis hin zum ambitionierten Training im Gelände oder im Trialsport.
Technik von OSET trifft auf Triumph-Entwicklung
Die Grundlage der neuen Modellreihe stammt aus der langjährigen Erfahrung von OSET im Bereich elektrischer Trial-Motorräder. Triumph brachte zusätzlich sein Wissen aus der Motorradentwicklung, dem Fahrwerksbau und dem Offroad-Rennsport ein.
Nach Angaben des Herstellers lag der Fokus nicht allein auf möglichst hoher Motorleistung. Entscheidend waren vielmehr eine gut kontrollierbare Leistungsabgabe, altersgerechte Ergonomie und eine einfache Anpassung an den jeweiligen Entwicklungsstand des Fahrers.
Alle vier Modelle besitzen bürstenlose Elektromotoren. Je nach Ausführung reicht die Leistung von 600 Watt bei der kleinsten TXP-12 bis zu 1.600 Watt bei der TXP-24. Geschwindigkeit, Gasannahme und Leistungsabgabe lassen sich in mehreren Stufen einstellen. Eltern können die Leistung damit zunächst deutlich begrenzen und später schrittweise freigeben.
Zum elektronischen Motormanagement gehört eine sogenannte Field-Oriented Control. Dieses System steuert die Magnetfelder im Elektromotor und soll dadurch eine gleichmäßige, fein dosierbare Leistungsentfaltung ermöglichen. Ergänzt wird die Technik durch die Active Power Stabilisation. Sie sorgt laut Triumph dafür, dass die Leistung auch bei sinkendem Ladezustand des Akkus möglichst konstant bleibt.
Trial oder klassisches Offroad-Bike
Eine Besonderheit der gesamten TXP-Reihe ist das modulare 2-in-1-Konzept. Jedes Modell kann mit Sitzbank und hinterem Schutzblech als klassisches Offroad-Motorrad gefahren werden. Triumph bezeichnet diese Konfiguration als XPlore-Modus.
Wer Sitzbank und Schutzblech entfernt, verwandelt das Motorrad in ein Trial-Bike. In dieser Konfiguration fährt der Nachwuchs überwiegend im Stehen und kann gezielt Balance, Körperhaltung und Fahrzeugkontrolle trainieren.
Der Umbau soll ohne großen Aufwand möglich sein. Dadurch können Eltern und Fahrer je nach Gelände und Trainingsziel zwischen beiden Varianten wechseln. Ein Motorrad lässt sich damit sowohl für erste Runden im Sitzen als auch für technische Übungen auf einem Trial-Parcours nutzen.
Gerade für Einsteiger kann dieses Konzept interessant sein. Im Trial-Modus liegt der Schwerpunkt auf Gleichgewicht, langsamer Fahrzeugkontrolle und sauberem Umgang mit Gas und Bremse. Im XPlore-Modus rücken das Fahren im Sitzen, höhere Geschwindigkeiten und längere Geländepassagen stärker in den Vordergrund.
TXP-12 für die ersten Meter
Die TXP-12 ist das kleinste Modell der Baureihe und wurde für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren entwickelt. In der Trial-Konfiguration wiegt das Motorrad 22,7 Kilogramm. Die Sitzhöhe beträgt dort lediglich 360 Millimeter. Mit montierter Sitzbank steigt sie im XPlore-Modus auf 445 Millimeter.
Der Radstand liegt bei 675 Millimetern, die Bodenfreiheit bei 152 Millimetern. Kleine Griffe und Bremshebel mit kurzem Hebelweg sollen dafür sorgen, dass junge Fahrer die Bedienelemente sicher erreichen können.
Für den Antrieb ist ein 600 Watt starker Elektromotor mit 43 Volt verantwortlich. Die Höchstgeschwindigkeit lässt sich auf bis zu 22 km/h einstellen. Leistung, Geschwindigkeit und Gasannahme können über ein PIN-geschütztes Bedienfeld in vier Stufen verändert werden.
Triumph gibt für die TXP-12 im Trial-Einsatz bei zurückhaltender Fahrweise eine mögliche Fahrdauer von bis zu drei Stunden an. Bei hoher Leistungsabgabe reduziert sich diese entsprechend. Der Akku lässt sich werkzeuglos ausbauen und besitzt einen integrierten Tragegriff.
Beim Fahrwerk setzt die TXP-12 auf 50 Millimeter Federweg an der Front und 60 Millimeter am Heck. Das Federbein verfügt über eine einstellbare Vorspannung. Gebremst wird über seilzugbetätigte Bremsen.
TXP-16 mit mehr Leistung und hydraulischen Bremsen
Die TXP-16 richtet sich an Kinder zwischen fünf und sieben Jahren. Sie übernimmt das Grundkonzept der TXP-12, bietet jedoch einen größeren Rahmen, mehr Leistung und eine umfangreichere Ausstattung.
Der 43-Volt-Elektromotor leistet 765 Watt und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Gleichzeitig bleiben die unterschiedlichen Leistungsstufen und die einstellbare Gasannahme erhalten.
In der Trial-Konfiguration wiegt die TXP-16 26,2 Kilogramm. Die Sitzhöhe beträgt 450 Millimeter ohne Sitzbank und 550 Millimeter im XPlore-Modus. Der Radstand wächst auf 720 Millimeter.
Auch beim Fahrwerk legt die TXP-16 zu. Vorne stehen 80 Millimeter Federweg zur Verfügung, hinten sind es 90 Millimeter. Im Gegensatz zum Einstiegsmodell besitzt sie hydraulische Scheibenbremsen. Diese sollen eine feinere Dosierung und eine höhere Bremsleistung ermöglichen.
Wie bei allen Modellen kann auch die TXP-16 innerhalb kurzer Zeit von der sitzenden Offroad-Konfiguration in ein Trial-Bike umgebaut werden.
TXP-20 für anspruchsvolleres Gelände
Mit der TXP-20 richtet sich Triumph an Kinder zwischen sieben und zehn Jahren, die bereits Erfahrung gesammelt haben und technisch anspruchsvolleres Gelände fahren möchten. Der Hersteller nennt auch Junior-Trial-Wettbewerbe als möglichen Einsatzbereich.
Der Elektromotor leistet 1.200 Watt und arbeitet mit einem 50-Volt-Lithium-Akku, der eine Kapazität von 20 Ah besitzt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 35 km/h.
Deutlich umfangreicher fällt das Fahrwerk aus. An der Front arbeitet eine luftgefederte Gabel mit 125 Millimetern Federweg. Hinten kommt ein Monoshock-Federbein mit 120 Millimetern Federweg zum Einsatz. Beide Elemente besitzen eine Zugstufeneinstellung.
Der Radstand beträgt 1.085 Millimeter, das Gewicht beginnt je nach Konfiguration bei 40,7 Kilogramm. Die Bodenfreiheit liegt bei 255 Millimetern. Im Trial-Modus beträgt die Sitzhöhe 525 Millimeter, mit montierter Sitzbank sind es 700 Millimeter.
Für die Verzögerung sorgen hydraulische Scheibenbremsen mit 180 Millimeter großen Bremsscheiben und Doppelkolben-Bremssätteln an Vorder- und Hinterrad.
Zusätzlich verfügt die TXP-20 über eine diagnosefähige Elektronik. Fehlercodes und Wartungshinweise können direkt angezeigt werden, was die Fehlersuche und den Service erleichtern soll.
TXP-24 als Topmodell der Baureihe
Die TXP-24 ist das größte und leistungsstärkste Modell der neuen Triumph-Familie. Sie wurde für Fahrer ab zehn Jahren entwickelt, kann aufgrund ihrer Dimensionen und der maximalen Zuladung von 90 Kilogramm aber auch von Jugendlichen und Erwachsenen bewegt werden.
Der bürstenlose Elektromotor leistet 1.600 Watt. Die Energie liefert ein 50-Volt-Akku mit 28 Ah Kapazität. Triumph nennt eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 38 km/h.
Mit einem Radstand von 1.220 Millimetern und einer Bodenfreiheit von 305 Millimetern nähert sich die TXP-24 bereits deutlich größeren Offroad-Motorrädern an. Das Fahrzeuggewicht beträgt 48,1 Kilogramm.
Das Fahrwerk ist umfangreich einstellbar. Die Luftfedergabel bietet 160 Millimeter Federweg. Am Heck stehen 145 Millimeter zur Verfügung. Neben Zug- und Druckstufe lässt sich auch das Luftvolumen anpassen.
Die Bremsanlage besteht aus hydraulischen Vierkolben-Bremssätteln. Vorne arbeitet eine 203 Millimeter große Bremsscheibe, hinten kommt eine 180-Millimeter-Scheibe zum Einsatz.
Die Sitzhöhe beträgt 635 Millimeter in der Trial-Konfiguration und 810 Millimeter im XPlore-Modus. Damit soll das Motorrad sowohl für technische Trial-Sektionen als auch für schnellere Cross- und Enduro-Passagen geeignet sein.
Sicherheitsfunktionen für Eltern und Nachwuchs
Da sich die Baureihe gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, hat Triumph mehrere Sicherheitsfunktionen integriert. Über eine PIN können Eltern die maximale Geschwindigkeit, die Leistungsabgabe und das Ansprechverhalten des Motors festlegen.
Eine magnetische Sicherheitsleine unterbricht den Antrieb, falls sich der Fahrer vom Motorrad trennt. Hinzu kommt eine zweistufige Startsequenz, die ein unbeabsichtigtes Losfahren verhindern soll.
Die Akkus und die elektrischen Komponenten sind nach Schutzklasse IP67 gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt. Damit sollen die Motorräder auch unter typischen Offroad-Bedingungen mit Schlamm, Wasser und Staub zuverlässig funktionieren.
Die größeren Modelle verfügen zusätzlich über einstellbare Fahrwerkskomponenten. Dadurch können Eltern das Motorrad nicht nur an das Gewicht, sondern auch an die wachsenden Fähigkeiten des Fahrers anpassen.
Preise für Deutschland
Mit dem Verkaufsstart in Deutschland stehen nun auch die Preise der vier Modelle fest. Die TXP-12 kostet 1.895 Euro. Für die TXP-16 werden 2.595 Euro aufgerufen. Die TXP-20 liegt bei 3.795 Euro, während die TXP-24 für 4.395 Euro angeboten wird.
Zu den genannten Preisen können händlerspezifische Liefernebenkosten hinzukommen. Der Verkauf erfolgt nicht über jeden regulären Triumph-Händler, sondern über ausgewählte Betriebe, die auch die Elektro-Trial-Bikes führen.
Triumph gewährt auf nicht verschleißende Komponenten eine Garantie von sechs Monaten. Für den offiziellen Triumph- beziehungsweise OSET-Lithium-Akku gilt eine Garantie von zwölf Monaten. Eine Begrenzung nach Betriebsstunden oder zurückgelegter Strecke nennt der Hersteller nicht.
Triumph nimmt den Nachwuchsmarkt ins Visier
Mit der TXP-Reihe erweitert Triumph sein Offroad-Engagement um einen Bereich, der für die langfristige Entwicklung des Sports eine wichtige Rolle spielt. Die neuen Modelle sollen Kindern einen kontrollierbaren Einstieg ermöglichen und gleichzeitig genügend Spielraum für die nächsten Entwicklungsschritte bieten.
Der wichtigste Unterschied zu vielen bisherigen OSET-Modellen liegt nicht nur im neuen Triumph-Design. Durch das Händlernetz, die vier klar voneinander getrennten Leistungsstufen und das modulare Konzept will Triumph eine vollständige Nachwuchslinie etablieren.
Für den deutschen Markt ist dabei vor allem die sofortige Verfügbarkeit entscheidend. Interessenten müssen die Motorräder nicht mehr über ausländische Anbieter oder spezialisierte Importeure beziehen. Die TXP-Modelle können nun direkt bei ausgewählten Triumph-Händlern in Deutschland gekauft und betreut werden.
