Lucas Coenen lässt der Konkurrenz in Südafrika keine Chance

Lucas Coenen (#5) ist zur Zeit das Maß der Dinge in der MXGP

Lucas Coenen (#5) ist zur Zeit das Maß der Dinge in der MXGP. / Foto: JPA

Lucas Coenen bleibt in der MXGP-Weltmeisterschaft das Maß der Dinge. Beim Grand Prix von Südafrika auf dem Terra Topia MX Track ließ der Belgier der Konkurrenz erneut keine Chance. Nach der Pole-Position und dem Sieg im Qualifikationsrennen gewann der Red Bull KTM Factory Racing-Pilot auch beide Wertungsläufe und feierte damit ein perfektes Wochenende.

Mit seinem fünften Grand-Prix-Sieg der Saison baute Coenen seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft weiter aus. Jeffrey Herlings und Romain Febvre mussten sich erneut mit den Plätzen zwei und drei begnügen.

Starts legen den Grundstein

Der Schlüssel zum Erfolg lag für Coenen einmal mehr am Start. Auf dem schnellen Kurs war es enorm schwierig, entscheidend Boden gutzumachen.

„Auf so einer Strecke sind die Starts entscheidend. Wenn du den Holeshot holst, bist du fast schon in einer sicheren Position“, erklärte der Belgier nach dem Rennen. Trotzdem sei es keineswegs einfach gewesen. „Ich musste die Lücke kontrollieren und durfte mir keine Fehler erlauben. Am Ende habe ich alle drei Rennen gewonnen – das macht mich natürlich glücklich.“

Herlings macht Druck

Im ersten Lauf setzte sich Coenen direkt an die Spitze und bestimmte das Tempo. Jeffrey Herlings arbeitete sich auf Rang zwei nach vorne und verkürzte den Rückstand in der Schlussphase deutlich. Ein kleiner Sturz beendete jedoch seine Aufholjagd, sodass der Honda-Pilot den zweiten Platz absicherte.

Romain Febvre komplettierte als Dritter das Podium.

Hinter dem Spitzentrio belegte Pauls Jonass Rang vier. Maxime Renaux setzte sich gegen Tim Gajser durch und wurde Fünfter vor dem Slowenen. Ruben Fernandez, Calvin Vlaanderen, Andrea Adamo und Oriol Oliver komplettierten die Top Ten.

Tom Vialle lag zunächst aussichtsreich im Rennen, schied nach einem Sturz jedoch vorzeitig aus.

Keine Ruhe an der Spitze

Auch im zweiten Lauf erwischte Coenen keinen perfekten Start. Tom Vialle führte die ersten Runden, ehe der Belgier die Führung übernahm und sich erneut an die Spitze setzte.

Entspannung kam trotzdem nicht auf.

„Wenn Jeffrey hinter dir fährt, hörst du ihn irgendwann kommen. Dann bist du sofort wieder voll konzentriert“, sagte Coenen. „Sobald man einen kleinen Fehler macht, weiß man, dass er sofort da ist.“

Genau so entwickelte sich auch das Rennen. Herlings kämpfte sich erneut bis auf Platz zwei nach vorne und verringerte den Abstand in der Schlussphase. Coenen behielt jedoch die Nerven und brachte den Sieg sicher ins Ziel.

Calvin Vlaanderen überzeugte bei seinem Heimrennen mit Rang vier. Tim Gajser fing Tom Vialle kurz vor Schluss noch ab und wurde Fünfter vor dem Franzosen. Andrea Adamo, Ruben Fernandez, Oriol Oliver und Maxime Renaux komplettierten die ersten Zehn.

Fünfter GP-Sieg der Saison

Mit den Plätzen eins und eins war Lucas Coenen auch in der Tageswertung ungefährdet. Jeffrey Herlings sicherte sich mit zwei zweiten Plätzen Rang zwei vor Romain Febvre.

Calvin Vlaanderen durfte sich bei seinem Heim-Grand-Prix über Gesamtrang vier freuen und erzielte damit sein bislang bestes Saisonergebnis. Tim Gajser wurde Fünfter vor Ruben Fernandez, Maxime Renaux, Andrea Adamo, Pauls Jonass und Oriol Oliver.

Ohne Pause weiter in die USA

Viel Zeit zum Feiern bleibt dem WM-Spitzenreiter allerdings nicht. Direkt nach dem Grand Prix geht es für ihn zurück in die USA, wo bereits der nächste Einsatz in der AMA Pro Motocross Championship wartet.

„Ich freue mich riesig. Jetzt geht es in die USA. Dort genieße ich zunächst ein freies Wochenende, werde noch etwas im Sand trainieren und dann geht es weiter“, sagte Coenen.

Mit drei Siegen aus drei Rennen in Südafrika und einem weiter ausgebauten Vorsprung in der Weltmeisterschaft reist der Belgier jedenfalls mit reichlich Selbstvertrauen über den Atlantik. Jeffrey Herlings und Romain Febvre hielten zwar erneut dagegen, mussten aber einmal mehr anerkennen, dass Lucas Coenen derzeit der Fahrer ist, den es zu schlagen gilt.