Triple Crown Houston: Dominique Thury bestätigt seinen Aufwärtstrend
Dominique Thury schaffte es in Houston zum zweiten Mal hintereinander in das Abendprogram der AMA Supercross Meisterschaft 2026
Das Triple Crown von Houston war einer dieser Abende, an denen Supercross keine Fehler verzeiht. Drei Main Events, kaum Pause, maximaler Druck. Genau unter diesen Bedingungen zeigte Dominique Thury bei der vierten Runde der Monster Energy AMA Supercross Meisterschaft in der 250SX Western Regional Division, dass er sich im anspruchsvollen Format zunehmend zurechtfindet.
Der Start in den Renntag war dabei alles andere als einfach. Im Zeittraining der B-Gruppe kam Thury nie zu einer sauberen Runde. Verkehr, kleine Fehler, fehlender Rhythmus – am Ende fehlten nur wenige Zehntel. Entsprechend ehrlich fiel seine Einordnung aus: „Ich habe im Training keine einzige Runde zusammengebracht. Entweder habe ich Fehler gemacht oder bin im Verkehr hängen geblieben – das war schon frustrierend.“
Der Hoffnungslauf als Wendepunkt
Der Weg führte über den Hoffnungslauf – und genau dort zeigte sich, was Dominique Thury aus den vergangenen Rennen gelernt hat. Mit solidem Start setzte er sich früh nach vorne, blieb ruhig und kontrollierte das Rennen. Als von hinten mehrere Fahrer Druck machten, entschied er sich bewusst, selbst das Tempo zu bestimmen. „Ich habe mich dann entschieden, in Führung zu gehen, weil von hinten einige Druck gemacht haben. Von vorne konnte ich es kontrollieren – und das hat gut funktioniert.“
Der Sieg im Hoffnungslauf war mehr als nur Pflichtprogramm. Er bedeutete auch etwas Grundsätzliches: Nach Anaheim 2 war Houston bereits das zweite Rennen in Folge, bei dem es der 33-Jährige ins Abendprogramm schaffte. Gerade in der engen 250SX-Western-Division ein klar positives Signal.
Drei Main Events, wertvolle Erkenntnisse
Im ersten Main Event gelang Thury ein ordentlicher Start, zeitweise bewegte er sich sogar im Bereich der Top-12. Doch der Rhythmus ging verloren, am Ende stand Platz 14. „Der Start war okay, aber dann habe ich ein bisschen meinen Rhythmus verloren.“
Der zweite Lauf zeigte eine klarere Linie. Wieder ein solider Start, diesmal fand Thury besser in seinen Flow. Erst spät im Rennen verlor er noch eine Position – auch weil ihm erst sehr spät durchgegeben wurde, wie eng die Situation war. „Ich dachte ehrlich gesagt, ich werde überrundet. Erst zwei Kurven vor dem Ziel habe ich gesagt bekommen, dass ich den Platz halten soll – da war es dann etwas zu spät.“
Der dritte Durchgang begann mit einem schlechten Start. Thury kämpfte sich durch, fand jedoch nie wirklich in den Rhythmus. Platz 16 war das Resultat eines Rennens, das von Beginn an Arbeit bedeutete. „Im dritten Lauf hatte ich einen richtig schlechten Start und habe nie wirklich meinen Rhythmus gefunden.“
Einordnung statt Selbstkritik
Am Ende standen die Plätze 14–15–16 und Rang 15 in der Gesamtwertung. Für Thury selbst ein Ergebnis, das er realistisch und positiv einordnete: „Es war ein solides Wochenende. 14, 15, 16 für Gesamt 15 – das geht in Ordnung. Mit Triple Crowns tue ich mich immer ein bisschen schwer.“
Nicht unwichtig dabei: Houston war erst sein zweites Triple Crown überhaupt, für das er sich qualifizieren konnte. Drei Main Events unter Flutlicht, im engen Zeitplan, ohne Eskapaden – auch das ist eine Leistung. „Ich glaube, es war erst mein zweites Triple Crown, für das ich mich qualifizieren konnte. Deswegen ist alles gut.“
Fortschritt mit Substanz
Houston war kein Abend für große Schlagzeilen – aber einer mit klarer Entwicklung. Back-to-back ins Abendprogramm, ein kontrollierter Hoffnungslauf-Sieg und konstante Main-Event-Ergebnisse zeigen: Dominique Thury kommt in der Supercross-Saison 2026 immer besser zurecht.
Und manchmal sind es genau diese Wochenenden, die mehr aussagen als ein einzelnes Highlight.
