Max Eppelmann fährt erstes SuperEnduro-WM-Podium ein

Max Eppelmann hschafft es bei seinem zweiten SuperEnduro WM Rennen auf das Podium

Max Eppelmann hschafft es bei seinem zweiten SuperEnduro WM Rennen auf das Podium. / Foto: Thorsten Horn

Manche Geschichten schreibt der Sport schneller, als man sie eigentlich erwarten würde. Max Eppelmann ist so ein Fall. Gerade einmal 14 Jahre alt, stand der KTM-Pilot in Budapest bereits auf dem Podium der SuperEnduro World Championship – und das bei erst seinem zweiten Rennen in der Youth-Klasse.

Besonders bemerkenswert ist der Kontext dieses Erfolgs. Noch beim Heim-Grand-Prix in Riesa war Eppelmann aufgrund der Altersregelung nicht startberechtigt. Damals erst 13 Jahre alt, blieb ihm der Einsatz verwehrt. In Budapest folgte nun – bei seinem zweiten WM-Rennen – der erste Podestplatz.

Solide Qualifikation als Basis

Der Renntag begann strukturiert. Eppelmann fühlte sich bereits im Training wohl und unterstrich dies im ersten Qualifying mit Rang vier. Im zweiten, für die Startaufstellung relevanten Zeittraining lief nicht alles perfekt, doch Rang sechs reichte für die erste Startreihe. Eine solide Ausgangslage in einer Klasse, in der Starts oft über Podium oder Mittelfeld entscheiden.

Im ersten Lauf setzte der junge KTM-Pilot genau dort an. Ein starker Start brachte ihn direkt auf Rang drei. Doch dann wurde es turbulent: Die Strecke verlangte Mensch und Material alles ab, das Bike wurde heiß, die Kupplung begann zu rutschen. Ein Sturz kurz vor dem Ziel und Platzverlust war die Folge. Zwar kämpfte sich Eppelmann wieder zurück, doch eine rote Flagge machte alle Hoffnungen zunichte – gewertet wurde eine Runde früher. Am Ende blieb Platz vier, obwohl er sich eigentlich bereits wieder auf Podiumskurs befand.

Kämpfen statt verzweifeln

Auch der zweite Lauf verlangte Nervenstärke. Wieder ein guter Start, erneut Platz drei – doch ein unglücklicher Schaltfehler beförderte Max in den Leerlauf. Der Kontakt mit einem Baumstamm folgte, der Kupplungshebel brach ab. Unter normalen Umständen wäre das das Aus gewesen. Für Max nicht.

Mit beschädigtem Hebel fuhr er das Rennen kontrolliert zu Ende, blieb ruhig und brachte erneut Platz vier ins Ziel. Zwei vierte Plätze – unspektakulär auf den ersten Blick, aber im Gesamtklassement reichte genau das. In der Addition der beiden Läufe reichten diese Ergebnisse für Rang drei der Tageswertung. Damit stand Max Eppelmann erstmals auf dem Podium der SuperEnduro-Weltmeisterschaft

Ein Podium mit Symbolkraft

Die Emotionen nach dem Rennen sprachen Bände. Für Max Eppelmann war es nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein persönlicher Meilenstein. Noch vor wenigen Monaten Zuschauer, nun Podiumsgast – und das in einer WM-Serie, die selbst für erfahrene Fahrer als extrem anspruchsvoll gilt.

Gerade mit Blick auf seine bisherige Laufbahn ist dieses Ergebnis ein weiterer Beleg für sein außergewöhnliches Talent. Bereits mit nur 13 Jahren hatte sich Eppelmann international einen Namen gemacht, unter anderem mit zwei US-Titeln, wie wir bereits berichteten. Dass er nun auch im SuperEnduro so schnell Fuß fasst, überrascht – und gleichzeitig auch nicht.

Ein Anfang, der nach mehr aussieht

Budapest war erst das zweite Rennen. Doch Max Eppelmann zeigte dort vieles, was man nicht lernen kann: Rennintelligenz, Ruhe unter Druck und die Fähigkeit, Rückschläge sofort zu verarbeiten. Das erste WM-Podium kam früh – vielleicht früher als geplant.

Eines ist aber sicher: In der Youth-Klasse der SuperEnduro-WM ist mit diesem Namen ab sofort zu rechnen.