Kalenderanpassung für die HEWC Sasion 2026
Die HEWC erhält ein Kalender Update. / Foto: Future7Media
Der Kalender der FIM Hard Enduro World Championship (HEWC) für die Saison 2026 bekommt ein Update – und das kommt nicht überraschend. Hard Enduro bleibt eine Disziplin, die sich nicht vollständig durchplanen lässt. Zu viele Faktoren hängen von lokalen Gegebenheiten, Genehmigungen und organisatorischen Abläufen ab. Genau dort setzt die Serie jetzt an und nimmt gezielte Anpassungen vor.
Abetone rückt in den September
Die auffälligste Änderung betrifft den italienischen Lauf. Das ursprünglich für Mitte Juli angesetzte Abestone Rodeo Miravalle wird in den September verschoben und findet nun vom 4. bis 6. September statt. Gleichzeitig tritt das Event künftig unter dem Namen „Abestone Hard Enduro“ auf.
Am Standort selbst ändert sich nichts. Gefahren wird weiterhin in Abetone in der Toskana – einer Region, die sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Bestandteil des Kalenders etabliert hat. Organisation, Streckencharakter und Grundkonzept bleiben bestehen.
Die Verschiebung ist vor allem eine Reaktion auf den engen Zeitplan im Sommer. Der neue Termin gibt dem Event mehr Luft – sowohl in der Vorbereitung als auch im Ablauf vor Ort.
Genoa fällt aus dem Kalender
Deutlich einschneidender ist die Absage des Wildwoods Extreme in Genua. Der Lauf, der ursprünglich Mitte September geplant war, wird 2026 nicht stattfinden.
Offiziell liegen die Gründe außerhalb des Einflussbereichs von Veranstalter und Promoter. Konkreter wird es nicht – im Hard Enduro ist das allerdings keine ungewöhnliche Situation. Veranstaltungen sind oft stark von regionalen Rahmenbedingungen abhängig, die sich kurzfristig ändern können.
Wichtig dabei: Die Verbindung zum Organisationsteam in Genua bleibt bestehen. Eine Rückkehr des Events für 2027 ist bereits angedacht.
Weniger Rennen, klarere Struktur
Durch die Änderungen verliert der Kalender einen Lauf und wird gleichzeitig neu sortiert. Auf dem Papier bedeutet das weniger Rennen. In der Praxis geht es eher um Stabilität.
Hard Enduro funktioniert anders als klassische Rundstreckenserien. Die Qualität eines Events hängt stark von der Strecke, der Organisation und den Bedingungen vor Ort ab. Ein enger Kalender erhöht den Druck – sowohl für Veranstalter als auch für Teams und Fahrer.
Mit der Verschiebung von Abetone und dem Wegfall von Genua wird genau dieser Druck reduziert.
Flexibilität bleibt Teil des Systems
Die Fédération Internationale de Motocyclisme verfolgt mit der HEWC weiterhin den Ansatz, den Kalender bei Bedarf anzupassen. Das ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern Teil der Struktur dieser Serie.
Nicht jede Veranstaltung lässt sich langfristig absichern. Nicht jede Strecke kann unter identischen Bedingungen vorbereitet werden. Genau deshalb gehört es dazu, Termine zu verschieben oder Events auszusetzen, wenn es notwendig ist.
Ein realistischer Blick auf 2026
Unterm Strich entsteht ein Kalender, der etwas schlanker ist, dafür aber klarer geplant wirkt. Abetone bleibt im Programm und bekommt einen späteren Termin, Genua fällt vorerst weg, soll aber zurückkehren.
Sportlich ändert sich dadurch wenig am Grundprinzip der Serie. Die Rennen bleiben anspruchsvoll, die Strecken fordern Fahrer und Material gleichermaßen. Die Anpassungen betreffen vor allem die Organisation im Hintergrund.
Für 2026 bedeutet das: weniger Bewegung auf dem Papier – aber stabilere Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen, die tatsächlich stattfinden.
