Tomacs Zukunft: KTM-Teammanager lässt aufhorchen
Ian Harrison äußerte sich zum Gesundheitszustand und zur Zukunft von Eli Tomac. / Foto: Align Media
Seit dem schweren Sturz von Eli Tomac beim Saisonauftakt der AMA Pro Motocross Meisterschaft in Pala dreht sich vieles um eine Frage: Wird der US-Star noch einmal auf die Rennstrecke zurückkehren?
Neue Aussagen von Red Bull KTM Teammanager Ian Harrison geben nun einen Einblick in den aktuellen Stand – und lassen gleichzeitig Raum für Spekulationen über Tomacs Zukunft.
Verletzung komplizierter als zunächst gedacht
Nach Angaben von Harrison hat sich Tomac bei seinem Unfall nicht nur einen Muskelriss im Nackenbereich zugezogen, sondern auch eine verletzte Sehne erlitten. Gerade die Lage der Verletzung macht den Heilungsprozess schwierig. „Es ist der Nacken. Das ist nicht wie ein Knie, das man stabilisieren oder irgendwie schützen kann“, erklärte Harrison.
„Man muss einfach warten, bis alles vollständig verheilt ist.“ Aus diesem Grund will KTM keinerlei Risiko eingehen. Erst wenn die Ärzte grünes Licht geben, soll überhaupt über eine Rückkehr nachgedacht werden.
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass Tomac noch längere Zeit fehlen wird.
Hoffnung auf ein Comeback in dieser Saison
Trotz der Schwere der Verletzung glaubt Harrison weiterhin daran, dass Tomac noch vor dem Ende der laufenden Saison zurückkehren könnte. Eine Garantie wollte der KTM-Teammanager allerdings nicht abgeben. „Ja, ich hoffe es“, sagte Harrison auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr im Laufe des Sommers.
Vieles werde davon abhängen, wie schnell die Heilung verläuft und wann die medizinischen Untersuchungen eine Belastung wieder zulassen.
Auffällige Aussagen zur Zukunft
Besonders interessant wurden Harrisons Aussagen jedoch, als das Gespräch auf die Saison 2027 kam. Statt von einer geplanten Fortsetzung der Zusammenarbeit zu sprechen, formulierte der KTM-Teammanager auffallend vorsichtig.
„Ich hoffe es wirklich“, antwortete Harrison auf die Frage, ob Tomac auch im kommenden Jahr noch für KTM fahren werde. Mehrfach betonte er dabei, dass die Entscheidung allein beim Fahrer liege. „Ich hoffe, dass es noch ein wenig weitergeht. Aber das liegt komplett bei ihm.“
Für viele Beobachter sind genau diese Aussagen bemerkenswert. Denn eine klare Bestätigung für eine weitere gemeinsame Saison klingt normalerweise anders.
KTM schwärmt von Tomac
Unabhängig von seiner Zukunft machte Harrison deutlich, welchen Stellenwert Tomac innerhalb des Teams besitzt.
Der KTM-Teammanager bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem Amerikaner als außergewöhnlich professionell und lobte insbesondere dessen Arbeitsweise. „Wenn Eli sagt, dass er zu einem Test kommt, dann ist er da. Pünktlich, vorbereitet und bereit zu arbeiten.“
Auch innerhalb des Teams genieße Tomac großen Respekt. Harrison hob hervor, dass der ehemalige Champion genau wisse, wonach er suche und wie er ein Motorrad weiterentwickeln wolle. „Es war für das gesamte Team eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Jeder wusste, dass Eli immer hundert Prozent gibt.“
Karriereende weiterhin möglich?
Offiziell hat Tomac bislang keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Die Aussagen aus dem KTM-Lager zeigen jedoch deutlich, dass die Frage weiterhin offen ist. Weder ein Karriereende noch eine Fortsetzung der Laufbahn scheinen derzeit ausgeschlossen.
Gerade deshalb dürften die kommenden Wochen nicht nur für seine Rückkehr auf die Strecke entscheidend werden, sondern möglicherweise auch für die Zukunft eines der erfolgreichsten Fahrer seiner Generation. Klar ist bislang nur eines: Selbst bei KTM scheint aktuell niemand sicher zu wissen, ob Eli Tomac 2027 noch einmal an einem Startgatter stehen wird.
