Tipps von Jonny Walker: 5 Dinge, die du vor der ersten Fahrt tun solltest

Jonny Walker mit den Profi Tipps für euer Bike

Jonny Walker mit den Profi Tipps für euer Bike. / Foto: Triumph

Ein neues Motorrad in der Garage, die erste Ausfahrt steht unmittelbar bevor – genau dieser Moment entscheidet oft darüber, ob sich ein Bike sofort gut anfühlt oder ob der Frust schon in der ersten Session beginnt. Jonny Walker kennt dieses Szenario nur zu gut. Der SuperEnduro-Profi erklärt, welche fünf Punkte für ihn absolute Pflicht sind, bevor ein brandneues Bike das erste Mal auf die Strecke darf.

1. Durchhang einstellen – bevor du überhaupt etwas anderes anfasst

Für Walker ist klar: Alles beginnt mit dem Fahrwerk. Noch bevor Lenker, Hebel oder Kleinteile verändert werden, wird der Durchhang kontrolliert. Passt der Negativfederweg nicht, fühlt sich das Motorrad vom ersten Meter an falsch an – egal wie gut der Rest eingestellt ist. Sein Richtwert liegt bei rund 35 bis 40 Millimetern, abhängig vom Untergrund. Auf hartem Boden eher etwas straffer, im Sand gerne mit mehr Duchhang, um das Heck ruhiger zu halten und das Einlenken zu erleichtern.

2. Lenkerposition – Komfort schlägt Serien-Setup

Serienlenker funktionieren für viele Fahrer gut, doch Jonny Walker setzt konsequent auf Wiedererkennbarkeit. Er fährt auf all seinen Bikes dieselbe Lenkerform und achtet darauf, dass Lenker, Gabel und Körperlinie möglichst gerade zueinander stehen. Der Grund: Eine falsche Lenkerposition ist einer der häufigsten Auslöser für Arm-Pump. Wer ständig zwischen verschiedenen Bikes wechselt, sollte hier besonders auf Einheitlichkeit achten.

3. Hebel einstellen – Präzision statt Zufall

Kupplungs- und Bremshebel werden nicht im Stand „Pi mal Daumen“ montiert. Walker stellt sie so ein, dass sie exakt in der Linie von Unterarm und Hand liegen, wenn er auf dem Bike sitzt. Gerade im Enduro- und Motocross-Bereich, wo viel mit Gefühl und Dosierung gearbeitet wird, entscheidet diese Kleinigkeit über Kontrolle oder Verkrampfung – besonders auf langen Turns.

4. Schalthebel anpassen – kleine Änderung, großer Effekt

Ein Detail, das viele Fahrer unterschätzen: die Position des Schalthebels. Ist er zu tief oder zu hoch, leidet der Rhythmus – besonders in technischen Passagen. Walker richtet den Schalthebel so aus, dass er minimal über der Fußraste liegt. Das reduziert unnötige Bewegungen und sorgt dafür, dass Gangwechsel intuitiv funktionieren, ohne den Fokus vom Fahren zu nehmen.

5. Schrauben-Check – Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Auch wenn ein neues Motorrad direkt aus dem Showroom kommt: Ein kompletter Schrauben-Check gehört für Walker zwingend dazu. Achsen, Fahrwerksschrauben, Lenkerklemmen, Fußrasten – alles wird kontrolliert. Nach der ersten Session folgt der zweite Check, inklusive Speichen. Erst dann gilt das Bike für ihn als wirklich „eingefahren“.

Fazit

Moderne Motorräder sind heute näher an der Perfektion als je zuvor. Trotzdem entscheidet nicht das Serien-Setup darüber, ob sich ein Bike gut anfühlt – sondern die Grundabstimmung auf den Fahrer. Jonny Walkers Ansatz ist simpel, aber konsequent: Erst Basis, dann Details. Wer diese fünf Punkte beachtet, startet nicht nur schneller, sondern vor allem entspannter in die erste Ausfahrt mit seinem neuen Bike.

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