Lotte van Drunen und ihr Thunder Valley Rennen
Lotte van Drunen belegte beim AMA WMX Lauf in Thunder Valley Platz 4
Platz vier und Platz sechs. Für viele Fahrerinnen wäre das ein ordentliches Wochenende gewesen. Lotte van Drunen dürfte Thunder Valley trotzdem mit gemischten Gefühlen verlassen haben. Die amtierende Weltmeisterin war in Colorado nie weit von den Podiumsplätzen entfernt, gleichzeitig aber auch nie in Schlagdistanz zur Siegerin Lachlan Turner.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die WMX-Rennen in den USA für van Drunen nur ein Abstecher neben ihrer eigentlichen Saison in der Motocross-Weltmeisterschaft sind. Während in Europa die Titelverteidigung im Mittelpunkt steht, nutzte die Niederländerin die Gelegenheit, sich mit den besten Fahrerinnen der amerikanischen Serie zu messen.
Turner setzt das Tempo
An der Spitze führte an diesem Wochenende kein Weg an Lachlan Turner vorbei. Die Amerikanerin gewann beide Läufe und fuhr der Konkurrenz teilweise deutlich davon. Während hinter ihr um die weiteren Podiumsplätze gekämpft wurde, kontrollierte Turner das Geschehen an der Spitze.
Van Drunen verlor in beiden Rennen rund 45 Sekunden auf die Siegerin. Auch die Rundenzeiten zeigten, dass Turner auf der Strecke in Colorado das Tempo vorgab – im Vergleich bis zu 7 Sekunden schneller pro Runde. Für die Niederländerin ging es deshalb von Beginn an eher um die Positionen hinter der Spitze.
Mehr möglich als Gesamtrang 5?
Ganz zufrieden dürfte van Drunen mit ihrem Wochenende dennoch nicht gewesen sein. Vor allem im ersten Lauf musste sie sich nach dem Start zunächst nach vorne arbeiten. Das kostete Zeit und machte die Aufgabe nicht einfacher. Trotzdem kam sie den Podiumsplätzen im Verlauf des Rennens immer näher.
Der Abstand zu Taylah McCutcheon auf Rang drei fiel am Ende deutlich kleiner aus als jener zu Turner an der Spitze. Genau deshalb dürfte bei der Niederländerin nicht nur Enttäuschung, sondern auch etwas Frust mitschwingen.
Das Podium war erreichbar. Der Sieg dagegen nicht.
Klare Worte nach dem Rennen
Nach dem Wochenende fand van Drunen selbst die wohl treffendsten Worte. „Manchmal ist das Schwierigste nicht das Scheitern. Sondern zu wissen, wozu man in der Lage ist, und es nicht zeigen zu können, wenn alle zuschauen.“
Ein Satz, der erkennen lässt, wie sie ihr Wochenende selbst bewertet. Denn auch wenn die Ergebnisse ordentlich aussehen, hatte van Drunen offensichtlich das Gefühl, mehr zeigen zu können als Rang vier in der Tageswertung.
