Junioren-WM 2026: Bauer, Bohannon und Bos holen Gold
Die drei Sieger der Junioren Motocross Weltmeisterschaft 2026 Bauer, Bohannon und Bos. / Foto: IMR
Die FIM Junior Motocross Weltmeisterschaft 2026 im tschechischen Jinín ist Geschichte. 260 Fahrer aus 38 Nationen kämpften an zwei Renntagen um die Weltmeistertitel in den Klassen 65ccm, 85ccm und 125ccm. Am Ende setzten sich drei Fahrer durch, die an diesem Wochenende kaum Schwächen zeigten: Ricardo Bauer, Blake Bohannon und Lucas Bos.
Auch in der Nationenwertung gab es einen klaren Sieger. Frankreich verteidigte seinen Titel und ließ der Konkurrenz keine Chance.
Ricardo Bauer krönt Österreich
In der 125ccm-Klasse war Ricardo Bauer der Mann des Wochenendes. Der KTM-Pilot musste in beiden Läufen zunächst einige Konkurrenten ziehen lassen, bewies anschließend aber Geduld und schlug jeweils im richtigen Moment zu.
Im ersten Rennen entwickelte sich zunächst ein Dreikampf mit Oleguer Riba und Emil Ziemer. Bauer arbeitete sich nach vorne und übernahm in der Schlussphase die Führung.
Auch im zweiten Lauf ließ sich der Österreicher nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem Sleny Goyer den Holeshot geholt hatte, übernahm Bauer früh die Spitze und kontrollierte das Rennen bis ins Ziel.
Mit zwei Laufsiegen sicherte sich der Österreicher souverän den Junioren-Weltmeistertitel. Silber ging an den Franzosen Sleny Goyer, Bronze an den Schweizer Emil Ziemer.
Bohannon dominiert die 85ccm
Blake Bohannon sorgte für den größten Erfolg des australischen Teams. Der Yamaha-Pilot gewann beide Läufe und zeigte dabei zwei ganz unterschiedliche Rennen. Während er im ersten Lauf früh die Führung übernahm, musste er sich im zweiten Durchgang zunächst durchs Feld arbeiten.
Davon ließ sich der Australier allerdings nicht aus dem Konzept bringen. Runde für Runde arbeitete er sich nach vorne und machte den Doppelsieg perfekt.
Hinter ihm sicherte sich Patriks Cirulis aus Lettland die Silbermedaille. Bronze ging an den US-Amerikaner Chase Brennan.
Lucas Bos lässt nichts anbrennen
Auch in der 65ccm-Klasse gab es einen Fahrer, der das Wochenende prägte. Lucas Bos aus Frankreich gewann beide Rennen und war auf dem anspruchsvollen Kurs in Jinín kaum zu schlagen.
Im ersten Lauf musste der KTM-Pilot zunächst Adan Quesada ziehen lassen, ehe er sich die Führung zurückholte und den Sieg sicher nach Hause fuhr.
Das zweite Rennen verlief ähnlich. Wieder kämpfte sich Bos an die Spitze und setzte sich anschließend entscheidend ab. Mit der Maximalpunktzahl holte sich der Franzose verdient den Weltmeistertitel vor Quesada und dem US-Amerikaner Jax Baker.
Frankreich erneut bestes Team
Auch in der Nationenwertung führte kein Weg an Frankreich vorbei. Mit nur sieben Strafpunkten verteidigte die Equipe Tricolore ihren Titel aus dem Vorjahr. Die USA belegten Rang zwei, Italien komplettierte das Podium.
Jinín überzeugt als Gastgeber
Nicht nur sportlich hinterließ die Junioren-WM einen positiven Eindruck. Die Strecke in Jinín präsentierte sich über das gesamte Wochenende in hervorragendem Zustand und bot den Nachwuchsfahrern beste Bedingungen. Entsprechend groß war die Begeisterung bei Fahrern, Teams und Zuschauern.
Für viele der Teilnehmer war die Junioren-Weltmeisterschaft der bislang größte Auftritt ihrer Karriere. Erfahrungsgemäß werden einige der diesjährigen Medaillengewinner in den kommenden Jahren auch in der EMX- und später in der MX2- oder MXGP-Weltmeisterschaft wieder auftauchen.
Mit Ricardo Bauer, Blake Bohannon und Lucas Bos hat die Junioren-WM 2026 drei würdige Weltmeister hervorgebracht – und einmal mehr gezeigt, wie viel Talent im internationalen Motocross-Nachwuchs steckt.
Zu den Ergebnissen der Junioren Motocross Weltmeisterschaft 2026
