Jordi Tixier ist zurück: Zwei letzte Einsätze für KMP Honda
Jordi Tixier kehrt in Vellahn zurück zum ADAC MX Masters
Ist Jordi Tixier nach seiner langen Pause wieder bei 100 Prozent? Diese Frage dürfte sich am kommenden Wochenende in Vellahn beantworten. Nach längerer Abwesenheit kehrt der Franzose ins ADAC MX Masters zurück und wird wieder für KMP Honda Racing hinter dem Startgatter stehen.
Zuletzt war es ruhig um den ehemaligen MX2-Weltmeister geworden. Eine Verletzung hatte Tixier zu Beginn der Saison ausgebremst, anschließend verschwand er für längere Zeit aus dem Renngeschehen. Inzwischen gibt es allerdings Entwarnung.
„Mir geht es gut und ich bin wieder bei 100 Prozent“, sagte uns Tixier vor seinem Comeback in Vellahn.
Ganz ohne Rennen war er zuletzt ohnehin nicht mehr. Seine Rückkehr feierte der 33-Jährige beim Auftakt der FIM World Supercross Championship in Calgary. Dort allerdings nicht auf der Honda, die wir von ihm aus dem ADAC MX Masters kennen, sondern auf einer Yamaha.
Yamaha statt Honda – was steckt dahinter?
Natürlich sorgte genau das für Fragen. Tixier gehört im Masters zum Aufgebot von KMP Honda Racing, tauchte nach seiner Verletzungspause plötzlich aber auf einer Yamaha in der WSX auf.
Ein Markenwechsel? Nein. Die Erklärung ist wesentlich einfacher. Tixier besitzt zwei voneinander unabhängige Verträge. „Das sind zwei verschiedene Verträge. Ich habe mit KMP einen Vertrag ausschließlich für das ADAC MX Masters. Yamaha ist für die Supercross-Saison.“
Damit bleibt seine Zusammenarbeit mit KMP bestehen. Zwei Masters-Veranstaltungen stehen für ihn 2026 noch auf dem Programm – und die erste davon folgt bereits an diesem Wochenende in Vellahn.
Nach seiner langen Pause ist das durchaus eine interessante Rückkehr. Tixier gehörte vor seiner Verletzung zum festen Bestandteil des KMP-Aufgebots und bringt als ehemaliger MX2-Weltmeister ohnehin reichlich Erfahrung mit. Nun muss sich zeigen, wie schnell er auch im Motocross wieder seinen Rhythmus findet.
Körperlich sieht er jedenfalls kein Problem mehr.
Calgary brachte Tixier zurück ans Startgatter
Dass die Form stimmt, konnte Tixier bereits beim WSX-Auftakt ausprobieren. Vor allem die Rückkehr zum Supercross scheint ihm nach der langen Zwangspause gutgetan zu haben.
„Es fühlt sich großartig an. Supercross ist etwas, das mir immer Spaß macht. Wir hatten einige gute Tests mit dem Team und ich fühle mich wirklich gut. Ich war natürlich sehr glücklich, wieder bei dieser Meisterschaft hinter dem Startgatter zu stehen, und freue mich auf den Rest der Saison.“
Dass er nun unmittelbar zwischen Supercross und Motocross wechselt, dürfte trotzdem eine kleine Umstellung werden. Calgary und die Naturstrecke in Vellahn haben schließlich nicht sonderlich viel gemeinsam.
Doch genau dieser Wechsel gehört für Tixier momentan zum Programm. Während er seine Verpflichtungen im ADAC MX Masters noch erfüllt, liegt sein Schwerpunkt für den Rest des Jahres klar auf Supercross.
Nach dem Masters wird es richtig voll
Wer gedacht hat, Tixier würde seine Saison nach der Verletzung etwas ruhiger ausklingen lassen, liegt daneben. Auf die Frage, wie sein restliches Rennprogramm aussieht, hatte der Franzose eine ziemlich passende Antwort:
„Voll.“
Neben der WSX stehen für ihn die Indian Supercross Racing League sowie die Supercross-Veranstaltungen in Stuttgart und Dortmund auf dem Programm. Dazu kommt die französische Supercross-Meisterschaft.
„Jetzt geht es hauptsächlich um Supercross. Im Motocross habe ich nur noch die beiden ADAC-Rennen, um die Saison zu Ende zu fahren.“
Für das Masters bedeutet das zunächst: Jordi Tixier ist wieder da.
Und Vellahn dürfte einen ganz guten Eindruck davon vermitteln, wo er nach seiner langen Pause im Motocross steht. Die wichtigste Voraussetzung bringt er nach eigener Aussage jedenfalls mit: Der Körper macht wieder zu 100 Prozent mit.
