Jeremy Sydow meldet sich in Finnland eindrucksvoll zurück
Jeremy Sydow auf der Triumph beim EnduroGP in Finnland. / Foto: Future7Media
Für Jeremy Sydow wurde der dritte Lauf der EnduroGP-Weltmeisterschaft in Finnland zu einem wichtigen Wochenende. Nach einem schwierigen Saisonstart und seiner verletzungsbedingten Pause zeigte der Deutsche in Vierumäki erstmals, welches Potenzial in ihm und der neuen Triumph steckt.
Vor allem der Sonntag entwickelte sich für Sydow zu einem echten Befreiungsschlag.
Nachdem der Triumph-Pilot am Samstag durch technische Probleme früh ausgeschieden war, meldete er sich einen Tag später stark zurück. Auf den anspruchsvollen Sonderprüfungen arbeitete sich der Deutsche konstant nach vorne und fuhr mehrfach Zeiten innerhalb der Top Acht.
Besonders auffällig: Sydow wurde im Verlauf des Tages immer schneller.
Starke Reaktion nach Rückschlag am Samstag
Schon am Samstag hatte der Deutsche eigentlich einen guten Eindruck hinterlassen. Mehrere starke Testzeiten deuteten an, dass Sydow trotz seiner Verletzungspause schnell wieder konkurrenzfähig werden könnte.
Dann stoppte ihn allerdings ein technischer Defekt mitten im Rennen. Umso wichtiger war deshalb die Reaktion am Sonntag. „Ich habe mich schon am Samstag richtig gut auf dem Motorrad gefühlt“, erklärte Sydow später. „Deshalb war es extrem frustrierend, wie der Tag geendet ist.“
Am zweiten Renntag lief es dann deutlich besser. Sydow fand früh seinen Rhythmus, machte nur wenige Fehler und fuhr eines seiner stärksten Enduro-Rennen der vergangenen Monate.
Erstes Podium mit Triumph
Am Ende stand Rang sieben in der EnduroGP-Gesamtwertung sowie Platz drei in der Enduro1-Klasse – gleichzeitig Sydows erstes Podium mit Triumph Factory Racing. „Es fühlt sich großartig an, endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, sagte Sydow nach dem Rennen. „Heute hat einfach vieles besser zusammengepasst.“
Besonders zufrieden zeigte sich der Deutsche mit dem Motorrad. „Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt und das Bike hat den ganzen Tag perfekt funktioniert“, erklärte er.
Wichtiges Signal für die kommenden Rennen
Gerade für Triumph dürfte das Ergebnis in Finnland enorm wichtig sein. Die britische Marke steckt mitten im Aufbau ihres Enduro-Projekts und sucht weiterhin nach Konstanz auf höchstem Niveau.
Sydows Podestplatz zeigt nun erstmals deutlicher, dass die TF-250-E inzwischen auch im direkten Vergleich mit etablierten Herstellern konkurrenzfähig sein kann.
Gleichzeitig verbessert sich auch Sydows Situation in der Meisterschaft. Trotz verpasstem Saisonauftakt und dem Ausfall am Samstag rückte der Deutsche bereits auf Rang neun der Enduro1-Wertung vor.
Portugal wartet bereits
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Schon in wenigen Wochen geht die EnduroGP-Weltmeisterschaft mit zwei aufeinanderfolgenden Rennen in Portugal weiter.
Nach dem Auftritt in Finnland reist Sydow jedoch erstmals in dieser Saison mit spürbarem Rückenwind an.
