Höchstädt als erster Fingerzeig: klare Linien zum Saisonstart der DMX-Klassen

Start der DMX 125 in Höchstädt am vergangenen Wochenende

Start der DMX 125 in Höchstädt am vergangenen Wochenende. / Foto: Kai Brake

Der Blick auf Höchstädt liefert früh in der Saison bereits ein erstaunlich klares Bild. Während die DMX 125 hier überhaupt erst in das Jahr gestartet ist, haben sich in der DMX Damen und der DMX 50 nach zwei Veranstaltungen erste Kräfteverhältnisse verfestigt. Drei Klassen, drei unterschiedliche Ausgangslagen – und doch ein gemeinsamer Nenner: Wer vorne steht, tut das bislang ohne große Zweifel.

DMX Damen: Papenmeier setzt die Messlatte

Larissa Papenmeier nutzt den zweiten Meisterschaftslauf, um ein deutliches Signal zu senden. Schon im Zeittraining liegt sie vorne, in den Rennen kontrolliert sie das Geschehen früh und konsequent. Zwei Starts, zwei Siege – ohne erkennbare Schwächephase.

Hinter ihr ergibt sich ein klar strukturiertes Bild: Alexandra Massury ist in beiden Läufen die direkte Verfolgerin, kann das Tempo an der Spitze aber nicht mitgehen. Dahinter positioniert sich Elena Kapsamer als konstante dritte Kraft, die sich im Tagesklassement knapp gegen Amber Simons durchsetzt. Entscheidend ist hier weniger ein einzelner Moment, sondern die Konstanz über beide Läufe.

In der Meisterschaft spiegelt sich genau dieses Kräfteverhältnis wider. Papenmeier baut ihren Vorsprung aus, während sich Simons und Massury dahinter ein erstes Duell um die Verfolgerrolle liefern. Noch ist es früh – aber die Hierarchie beginnt sich zu verfestigen.

DMX 125: Meyer nutzt das Finale

In der DMX 125 liegt der Fokus naturgemäß stärker auf Entwicklung und Momentaufnahmen. Genau hier setzt Max Meyer an. Schnellster im Zeittraining, kontrolliert im Halbfinale – und im entscheidenden Finale zur Stelle.

Der Unterschied zeigt sich vor allem im letzten Rennen des Tages: Meyer behauptet seine Position, während sich dahinter das Feld enger zusammenschiebt. Tim Schröter nutzt die Situation für Rang zwei, Finn Lange bestätigt mit Platz drei seine starke Form aus dem Halbfinale. Dahinter folgen mit John Kranhold und Korbinian Kees weitere Fahrer, die sich früh im vorderen Bereich etablieren.

Auffällig: Das Ergebnis des Finales ist gleichzeitig der erste Stand der Meisterschaft. Viel eindeutiger kann ein Saisonstart kaum verlaufen. Meyer setzt sich an die Spitze – und gibt damit die Richtung für die kommenden Läufe vor.

DMX 50: Gohlke fährt in eigener Liga

In der kleinsten Klasse ist die Ausgangslage nach Höchstädt fast schon ungewöhnlich klar. Melvin Gohlke dominiert das Wochenende von Beginn an: Bestzeit im Training, zwei Laufsiege, maximale Punkte. Es ist weniger ein Kampf um den Tagessieg als vielmehr ein kontrolliertes Durchziehen eines perfekt aufgebauten Wochenendes.

Eugen Trylinskyi und Willy Grünberg folgen in beiden Läufen auf den Plätzen zwei und drei – konstant, aber ohne Zugriff auf die Spitze. Genau diese Konstanz sorgt dafür, dass sich die drei Fahrer bereits jetzt vom Rest des Feldes absetzen.

Auch in der Meisterschaft ergibt sich daraus ein deutliches Bild: Gohlke führt mit der Maximalpunktzahl, während Trylinskyi und Grünberg punktgleich dahinter liegen. Der Abstand nach vorne ist spürbar – und aktuell nicht nur eine Frage des Starts, sondern des gesamten Rennverlaufs.

Ein Auftakt mit klarer Tendenz

Höchstädt war mehr als nur eine weitere Station im Kalender. In allen drei Klassen zeigen sich früh Strukturen, die sich nicht zufällig ergeben. Papenmeier kontrolliert die DMX Damen, Meyer nutzt in der DMX 125 seine Chancen im richtigen Moment – und Gohlke setzt in der DMX 50 den Maßstab.

Noch ist die Saison jung. Aber die ersten Linien sind gezogen.