ADAC MX Masters in Bitche: Kaum Zeit zum Durchatmen
Auf Jordi Tixier müssen die französischen Fans beim ADAC MX Masters in Bitche leider verzichten
Nach dem kräftezehrenden Sand-Wochenende in Dreetz bleibt den Fahrern des ADAC MX Masters kaum Zeit zur Regeneration. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit Bitche in Frankreich die dritte Station der Saison – und erneut dürfte der Kurs den Piloten alles abverlangen.
Der „Circuit du Martinsthal“ feierte erst im vergangenen Jahr seine Premiere im Kalender der Serie. Trotzdem hat sich die grenznahe Anlage zwischen Saarbrücken und Karlsruhe sofort einen Namen gemacht. Das Layout des UM Bitchoise kombiniert harte Passagen mit lockerem Untergrund, markanten Höhenunterschieden und anspruchsvollen Linien. Vor allem die vielen Auf- und Abfahrten sorgen dafür, dass Fehler schnell bestraft werden.
Nagl reist als Gejagter an
Im Mittelpunkt steht erneut das Duell zwischen Tabellenführer Max Nagl und Titelverteidiger Roan van de Moosdijk. Während Nagl mit seiner Erfahrung bislang extrem konstant durch die Saison kommt, sitzt ihm der Niederländer weiterhin dicht im Nacken.
Interessant dabei: Nach dem tiefen Sand von Dreetz sprach Nagl offen darüber, den Fokus vor Bitche eher auf Regeneration als auf zusätzliches Training legen zu wollen. Mit 38 Jahren kennt der Triumph-Pilot die Belastung solcher Back-to-Back-Wochenenden genau.
Doch hinter den beiden Favoriten lauert bereits die nächste Gruppe an Fahrern, die jederzeit in den Kampf um Podiumsplätze eingreifen kann. Maximilian Spies zeigte zuletzt starke Ansätze, während Jere Haavisto und Jörgen-Matthias Talviku ebenfalls zu den Kandidaten für Spitzenresultate zählen. Noah Ludwig dürfte nach seinem gelungenen Saisonstart ebenfalls mit viel Selbstvertrauen nach Frankreich reisen.
Für Tom Koch wird das Gastspiel in Frankreich dagegen Neuland. Der KTM-Pilot fehlte im Vorjahr bei der Premiere in Bitche und muss sich erstmals auf die besondere Charakteristik des Kurses einstellen.
Auf den französischen Ex-Weltmeister Jordi Tixier müssen die heimischen Fans dagegen verzichten. Der Franzose fällt verletzungsbedingt aus und wird beim Heimrennen nicht an den Start gehen können.
Enorm hohe Leistungsdichte im Feld
Auffällig bleibt auch 2026 die große Leistungsdichte innerhalb der Masters-Klasse. Fahrer wie Harri Kullas, Nico Greutmann, Tomas Kohut oder Mike Gwerder haben bereits mehrfach gezeigt, dass sie an guten Tagen in die Top-Fünf fahren können. Dazu kommen mehrere deutsche Piloten, die auf dem anspruchsvollen Boden wichtige Meisterschaftspunkte sammeln wollen.
Gerade die Bedingungen in Bitche könnten dabei für Überraschungen sorgen. Der Kurs verändert sich über das Wochenende oft deutlich, wodurch Linienwahl und Rennintelligenz zusätzlich an Bedeutung gewinnen.
Nachwuchsklassen international stark besetzt
Neben der Masters-Klasse stehen auch der ADAC MX Youngster Cup sowie der ADAC MX Junior Cup 125 im Fokus. Fahrer aus über 25 Nationen werden in Frankreich erwartet, wodurch sich erneut ein stark internationales Teilnehmerfeld ergibt.
Im Youngster Cup reist Nicolai Skovbjerg als Tabellenführer an. Im Junior Cup 125 liegt Lucas Leok an der Spitze der Meisterschaft.
Alle drei Klassen absolvieren am Wochenende jeweils drei Wertungsläufe, weshalb Konstanz eine entscheidende Rolle spielen dürfte.
Volles Programm rund um die Rennen
Auch abseits der Rennen bietet Bitche wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am Sonntag stehen Max Nagl, Roan van de Moosdijk, Maximilian Spies und Tom Koch den Fans bei einer Autogrammstunde am ADAC MX Masters-Truck zur Verfügung.
Wer nicht vor Ort sein kann, erhält wie gewohnt die Möglichkeit, sämtliche Rennen kostenlos im Livestream (Samstag ab 14:45, Sonntag Vormittag ab 10:30, Sonntag Nachmittag ab 13:20) zu verfolgen. Bereits im vergangenen Jahr sorgte die Veranstaltung in Frankreich mit ihrer besonderen Atmosphäre und der engen Streckenführung für positives Feedback – nun folgt die zweite Auflage eines Auslandsgastspiels, das sich zunehmend im Kalender etabliert.
