Lettischer Doppelschlag rückt den „Scoopster“ in den Fokus
Die Cirulis-Zwillinge dominierten in Dreetz mit dem GIBSON Scoopster den ADAC MX Junior Cup 85.
Der ADAC MX Junior Cup 85 in Dreetz entwickelte sich am Wochenende zu einer klaren Angelegenheit für Martins Cirulis. Der junge Lette kontrollierte beide Läufe auf der tiefen Sandstrecke von Beginn an, gewann zweimal per Start-Ziel-Sieg und feierte damit seinen ersten Gesamterfolg in der Serie. Gleichzeitig übernahm er die Führung in der Meisterschaft.
Auch sein Zwillingsbruder Patriks überzeugte mit einem starken Wochenende. Während Luca Nierychlo im ersten Lauf noch Rang zwei eroberte, drehte Patriks das Duell im zweiten Rennen zu seinen Gunsten und machte den lettischen Doppelerfolg in der Tageswertung perfekt.
Auffälliges Detail – die Reifen
Interessant war dabei vor allem die Reifenwahl der beiden Brüder. Sowohl Martins als auch Patriks setzten in Dreetz hinten auf den GIBSON® MX 5.2 „Scoopster“ – einen speziell für weiche Sandstrecken entwickelten Hinterreifen, der seit seinem Erscheinen zunehmend im nationalen und internationalen Motocross Erfolge einfährt.
Am Vorderrad kam der neue GIBSON® MX 1.1 BIG zum Einsatz, ein speziell auf kleine Motorräder abgestimmter Vorderreifen, dessen Basis der 1.1 Factory Reifen bildet. Der BIG fällt etwas breiter aus als herkömmliche Modelle und soll dadurch mehr Stabilität in Spurrillen, besseren Grip auf anspruchsvollem Untergrund sowie zusätzliches Vertrauen für junge Fahrerinnen und Fahrer bieten.
Dass das Konzept funktionieren kann, zeigte bereits die vergangene Saison: Jesco Loberenz setzte 2025 auf den neuen BIG-Kinderreifen und fuhr damit direkt zum Deutschen Meistertitel in der 65ccm-Kategorie.
Die Bedingungen in Dreetz gelten traditionell als Härtetest für Material und Fahrer. Tiefe Spurrillen, wechselnde Linien und lose Passagen verlangen konstanten Vortrieb und ein berechenbares Fahrverhalten. Genau dort spielte das Konzept der GIBSON-Reifen sichtbar seine Stärken aus.
Entwickelt für maximale Traktion im Sand
Der „Scoopster“ entstand gemeinsam mit ADAC MX Masters Champion Max Nagl sowie den GIBSON Racing Teams. Charakteristisch sind die nach vorne geneigten, schaufelartigen Stollen, die speziell auf Sandböden ausgelegt wurden. Dazu kommt eine neu entwickelte Karkasse, die auch bei langen Renndistanzen Stabilität und gleichmäßigen Grip liefern soll.
Vor allem beim Beschleunigen aus den tiefen Kurven wirkte das Motorrad der Cirulis-Brüder äußerst ruhig und effizient. Während viele Fahrer auf der zunehmend ausgefahrenen Strecke sichtbar kämpfen mussten, blieben beide Letten konstant schnell und kontrolliert.

GIBSON richtet den Blick zunehmend auf den Nachwuchs
Für GIBSON selbst dürfte das Wochenende ebenfalls von Bedeutung gewesen sein. Die vergleichsweise junge deutsche Marke versucht sich längst nicht mehr nur im Profi-Segment zu etablieren, sondern richtet ihren Fokus zunehmend auch auf den Nachwuchsbereich.
Gerade in Klassen wie dem ADAC MX Junior Cup 85 wird sehr genau beobachtet, welches Material unter schwierigen Bedingungen konkurrenzfähig ist. Erfolge wie die der Cirulis-Brüder schaffen dabei Glaubwürdigkeit, weil sie nicht im Testbetrieb entstehen, sondern direkt unter Rennbedingungen.
Dass beide Fahrer mit derselben Reifenkombination das Geschehen im Sand von Dreetz prägten, dürfte im Fahrerlager entsprechend registriert worden sein.
Martins Cirulis übernimmt die Meisterschaftsführung
„Nachdem ich am Samstag meinen ersten Lauf im ADAC MX Junior Cup 85 gewinnen konnte, hatte ich mir für Sonntag dasselbe vorgenommen. Das hat perfekt funktioniert. Ich arbeite sehr hart für den Erfolg und harte Arbeit zahlt sich dann bei solchen Bedingungen aus. Die Strecke war sehr anspruchsvoll. Vielen Dank an alle meine Unterstützer“, erklärte Martins Cirulis nach dem Rennen.
Mit seinem perfekten Wochenende setzte der Lette nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen. Gleichzeitig rückte auch ein Produkt stärker in den Mittelpunkt, das sich immer mehr als ernstzunehmende Option für Sandstrecken etabliert.
