Henry Jacobi – Gastspiel bei den ADAC MX Masters in Bielstein

Henry Jacobi bei den ADAC MX Masters in Bielstein

Henry Jacobi beim ADAC MX Masters Bielstein 2022, Waldkurs Bielstein / Foto: SevenOnePictures

Der Juli begann für den JM Honda Racing Team Piloten Henry Jacobi mit einem Ausflug ins Bergische Land – Ziel die Traditionsstrecke Biel- steiner Waldkurs. Der 1815 Meter lange Hartboden Kurs auf der Dra- banderhöhe gehört zu den ältesten Motocross-Strecken in Deutschland.

„Da wir jetzt einige freie Wochenenden hatten, wollte ich unbedingt die Chance nutzen, hier zu starten. Ich bin viele Jahre ADAC MX Masters gefahren – schon auf der 85er – da komme ich immer gerne zurück. Es ist wirklich schön, all die bekannten Gesichter und Freunde wiederzutref- fen.“

Mit einer guten Leistung beendete der Thüringer die erste Trainings Session auf dem Platz eins. „Ich fahre gerne hier – die Strecke ist nicht ohne. Die vielen langen und steilen Auf- und Abfahrten sind anspruchs- voll und machen Spaß. Das ist aber noch nicht aussagekräftig, im Zeit- training sehen wir wo wir stehen.“ Das Qualifying verlief gut, Henry be- fand sich in der schnelleren der beiden Gruppen und schob sich mit ei- ner guten Zeit auf Position zwei. Das bedeutete für die Startaufstellung Rang drei.

Der erste Lauf am Samstag begann für den Honda Piloten mit einem Start in die Top 3. Die ersten fünf Fahrer trennten sich schnell vom rest- lichen Feld. Henry hielt zunächst noch am Vordermann fest, musste den Konkurrenten dann aber ziehen lassen und zusehen, wie der Abstand immer größer wurde. „Ich bin nicht ins Rennen reingekommen, hatte keinen richtigen Rhythmus.“ Im letzten Drittel wendete sich aber das Blatt. Der 25-Jährige zündete den Turbo und verkürzte den Rückstand Sekunde um Sekunde. „Ich habe die Aufholjagd zu spät gestartet. In der letzten Runde war ich schon neben Valentin Guillod, aber vorbeige- kommen bin ich nicht.“ Als Dritter überquerte er die Ziellinie.

Den Start zu Rennen zwei entschied Henry für sich. Zwar gab es in den ersten Kurven einen kleinen Kampf, er behielt aber die Nerven und so- mit auch die Führung. Auf Platz eins liegend bestritt er die ersten elf Runden, dann der Schreck. Henry rutschte über das Vorderrad und ging zu Boden. „Ich musste mich nach dem Fehler erst wieder aufrappeln, fast hätte mich noch Max Nagel überholt, ich konnte aber meinen Platz verteidigen und bin Zweiter geworden.“

Auch den dritten Start konnte der Förderfahrer des ADAC Hessen-Thü- ringen für sich entscheiden.“Ich bin wieder gut aus dem Gatter gekom- men und konnte die Führung bis zur siebten Runde halten.“ Dann ent- stand ein spannender Zweikampf zwischen Henry und Guillod mit dem glücklichen Ausgang für Max Nagel. Denn das Kampfgerangel endete für beide mit einem Sturz, so konnte Max die Führung übernehmen. Der Mann aus Bad Sulza sah die Zielflagge als Zweiter.“

„Gesamtrang drei – das wäre besser gegangen, aber ich bin auch nicht unzufrieden. Ich konnte meine Leistung von Samstag auf Sonntag deut- lich steigern und auch fahrerisch war das gut. Außerdem war das ein sehr gutes Training für mich. Die Strecke ist schwierig, hart und rutschig, das liegt mir eigentlich nicht so gut, aber in Loket werden die Bedingun- gen ähnlich sein, da konnte ich doch jetzt einiges mitnehmen. Danke an den MSC Bielstein für das schöne Wochenende.“

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