GASGAS und Husqvarna: Die 2.12 kommt nun auch in Rot und Weiß
Gasgas MC E 2.12 und Husqvarna EE 2.12 Modelljahr 2027. / Foto: PS bearbeitet
Orange, Rot oder Weiß – entscheidet beim nächsten Nachwuchs-Bike vor allem die Lieblingsfarbe? Nach der KTM SX-E 2.12 ziehen nun auch GASGAS und Husqvarna nach. Für 2027 kommen die rote MC-E 2.12 und die weiße EE 2.12 hinzu. Der Ansatz ist bekannt: ein elektrisches Mini-Motorrad für Kinder, die mehr Platz benötigen, aber noch nicht auf das nächstgrößere Modell wechseln sollen.
Die beiden Neuzugänge setzen auf ein 12-Zoll-Vorderrad, einen Radnabenmotor und eine verstellbare Ergonomie. Bei GASGAS ergänzt die MC-E 2.12 die weiterhin angebotene MC-E 2. Husqvarna positioniert die EE 2.12 zwischen EE 2 und EE 3 und erweitert damit seine elektrische Modellfamilie auf vier Motorräder.
Mehr Platz für wachsende Fahrer
Bei beiden Modellen lässt sich die Sitzhöhe verändern. Das ist gerade in dieser Altersklasse hilfreich: Wer innerhalb weniger Monate deutlich wächst, braucht dadurch nicht sofort ein neues Motorrad.
Husqvarna nennt für die EE 2.12 zwei Einstellungen mit 536 und 566 Millimetern Sitzhöhe. Optional sind Lenkererhöhungen erhältlich, um auch die Lenkerposition entsprechend anzupassen. GASGAS beschreibt die Größenanpassung mit einfachem Werkzeug, nennt in der Mitteilung aber keine konkreten Sitzhöhen.
Das größere Vorderrad gehört bei beiden zum 2.12-Konzept. GASGAS bestätigt dazu ein 10-Zoll-Hinterrad. Die kleinere MC-E 2 hat dagegen auch vorne ein 10-Zoll-Rad.
Aluminiumrahmen, WP-Fahrwerk, KENDA-Reifen und ODI-Griffe gehören zur Ausstattung beider Neulinge. Die GASGAS kommt ganz in Rot mit schwarzen Rädern und schwarz eloxiertem Lenker, die Husqvarna im markentypischen Weiß.
Radnabenantrieb und drei Fahrmodi
Der Motor sitzt jeweils direkt im Hinterrad. Kette und Ritzel werden damit überflüssig. Für Eltern bedeutet das weniger Wartungsarbeit, weil das Spannen und Schmieren einer Antriebskette entfällt. Husqvarna gibt die Leistung der EE 2.12 mit 1,8 kW an; GASGAS nennt in den vorliegenden Unterlagen keinen Leistungswert.
Beide Motorräder bieten drei Fahrmodi mit unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten. So kann der Nachwuchs zunächst langsam üben und später mit mehr Tempo fahren, ohne dafür das Motorrad wechseln zu müssen.
GASGAS nennt die Grenzen der drei Stufen: 7, 20 und 33 km/h. Husqvarna bestätigt ebenfalls drei Geschwindigkeitsstufen, beziffert sie in der Mitteilung jedoch nicht.
Ein Überschlagsensor unterbricht bei beiden Modellen die Motorleistung, wenn das Motorrad umkippt. Zusätzlich gibt es einen am Handgelenk befestigten Abschaltstecker. Wird dieser herausgezogen, stoppt der Motor.
Herausnehmen, laden, weiterfahren
Auch beim Akku verfolgen GASGAS und Husqvarna denselben praktischen Ansatz: Er lässt sich entnehmen und gegen ein geladenes Exemplar austauschen. Mit einem passenden Ersatzakku muss die nächste Runde deshalb nicht bis zum Ende des Ladevorgangs warten.
Eine vollständige Ladung dauert nach Herstellerangaben bei beiden rund eine Stunde. GASGAS nennt zusätzlich etwa 35 Minuten bis zu einem Ladestand von 80 Prozent. Husqvarna bezeichnet den verwendeten Akku als 40-B330X.
Wie lange die Kinder mit einer Ladung tatsächlich fahren können, geht aus den beiden Mitteilungen nicht hervor. Ebenso wenig lässt sich anhand der Unterlagen beurteilen, ob es spürbare Unterschiede bei Fahrwerksabstimmung oder Fahrgefühl gibt.
Die MC-E 2.12 und EE 2.12 erweitern damit vor allem die Größenauswahl für junge Einsteiger. Mehr Bewegungsfreiheit, anpassbares Tempo und der unkomplizierte Antrieb stehen bei beiden im Vordergrund. Ob am Ende Rot oder Weiß im Transporter steht, dürfte deshalb auch davon abhängen, welche Marke der Nachwuchs ohnehin schon im Kopf hat.
Beide Modelle des Jahrgangs 2027 sind laut Hersteller ab sofort bei den jeweiligen autorisierten Händlern erhältlich. Die Verfügbarkeit kann je nach Land abweichen. Preise nennen weder GASGAS noch Husqvarna in den vorliegenden Mitteilungen.
