Deutsche Amateur-Supercross-Serie startet in die dritte Saison

Die Amateur Supercross Meisterschaft geht in ihre dritte Saison

Die Amateur Supercross Meisterschaft geht in ihre dritte Saison. / Foto: Steve Bauerschmidt

17 Tage noch und die Deutsche Amateur-Supercross-Serie geht 2026 in ihr drittes Jahr. Nach der Aufbauphase unter BACKYARD DESIGN, BENZIM und dem ADAC Hessen/Thüringen übernehmen künftig die austragenden Vereine selbst die Organisation der Meisterschaft.

Am Konzept wollen die Verantwortlichen jedoch bewusst festhalten. Weiterhin soll die Serie Fahrern aus dem Amateurbereich die Möglichkeit bieten, unter professionellen Bedingungen echte Supercross-Rennen zu fahren.

Gerade dieser Ansatz hat der Meisterschaft in den vergangenen Jahren spürbar Aufmerksamkeit verschafft. Während Supercross in Deutschland lange fast ausschließlich mit den großen Hallenevents verbunden wurde, entwickelte sich parallel eine kleinere Szene rund um Outdoor-Supercross-Veranstaltungen.

Drei Veranstaltungen bilden den Kalender

Auch 2026 umfasst die Meisterschaft wieder drei Rennen. Gefahren wird in Gräfentonna am 20. Juni 2026, Salzgitter am 04. Juli 2026 und Bauschheim am 01. August 2026.

Hinter den Veranstaltungen stehen mit dem MSC Bauschheim, dem GSC Salzgitter und dem MSC Gräfentonna drei Vereine, die bereits Erfahrung mit Supercross-Events gesammelt haben. Für Streckenbau und Präparierung bleibt weiterhin Kai Haase verantwortlich.

Serie setzt auf breite Klassenstruktur

Um möglichst vielen Fahrern den Einstieg zu ermöglichen, bleibt die Klasseneinteilung bewusst breit aufgestellt. Vom Nachwuchsbereich bis hin zur offenen Pro-Kategorie deckt die Serie verschiedene Leistungsstufen ab.

Besonders die Beginner-Klasse soll weiterhin Fahrern entgegenkommen, die bislang wenig oder gar keine Supercross-Erfahrung gesammelt haben. Gleichzeitig bleiben mit SX1, SX2 und SX-Pro auch sportlich ambitionierte Klassen Bestandteil der Meisterschaft.

In der SX Pro Klasse wird jedes Rennen, um Preisgeld gekämpft.  P1 = 1500€, P2 = 1000€ und P3 erhält noch 500.

Damit richtet sich die Serie nicht nur an klassische Hobbyfahrer, sondern zunehmend auch an Fahrer, die gezielt Supercross-Erfahrung sammeln wollen.

Verbindung zu Stuttgart und Dortmund

Neu ist vor allem die direkte Verknüpfung mit den bekannten Hallenrennen in Stuttgart und Dortmund. Die besten Fahrer der SX1- und SX2-Klasse erhalten künftig direkte Qualifikationsmöglichkeiten für das Supercross Stuttgart 2026 sowie Dortmund 2027. Zusätzlich qualifiziert sich auch der Sieger der SX4-Kategorie.

Dadurch entsteht erstmals ein direkter Übergang vom Amateur-Supercross zu den großen deutschen Indoor-Veranstaltungen.

Zusätzlich vergibt S-Tech ein sogenanntes „Pro Ride“-Paket an einen ausgewählten Fahrer. Dieses beinhaltet neben einem Startplatz auch technische Betreuung, Fahrwerksunterstützung und Begleitung während der Rennen.

In der SX-Pro-Klasse geht es auch um Preisgeld

Während die Amateurklassen vor allem den Einstieg in den Supercross-Sport ermöglichen sollen, wird es in der SX-Pro-Kategorie zusätzlich um Preisgeld gehen.

Pro Veranstaltung erhalten die drei besten Fahrer eine finanzielle Prämie. Der Sieger bekommt 1.500 Euro, Platz zwei wird mit 1.000 Euro belohnt und für Rang drei gibt es noch 500 Euro.

Damit soll die offene Pro-Klasse sportlich zusätzlich aufgewertet werden und gleichzeitig auch erfahrenere Fahrer anziehen.

Sieger der SX3-Meisterschaft erhält neues Mountainbike

Auch in der SX3-Klasse wartet am Saisonende ein besonderer Bonus. Der Gewinner der Meisterschaft erhält ein brandneues Cube Mountainbike.

Damit wollen die Verantwortlichen zusätzlich einen Anreiz für die Nachwuchs- und Jugendklassen schaffen.

Klare Regeln bei den Startberechtigungen

Trotz der offenen Amateur-Ausrichtung gelten weiterhin klare Vorgaben bei den Zulassungen. Fahrer mit größerer nationaler Erfahrung sollen bewusst nicht in den regulären Amateurklassen antreten dürfen.

Wer mehr als 20 Punkte im ADAC MX Masters oder Youngster Cup gesammelt hat oder bereits bei internationalen Supercross-Abendveranstaltungen gestartet ist, darf beispielsweise nicht in SX1 oder SX2 antreten. Für die offene SX-Pro-Klasse gelten diese Einschränkungen nicht.

Teilnehmer benötigen außerdem eine gültige DMSB-Lizenz oder RaceCard. Ausländische Lizenzen werden laut Veranstalter nicht akzeptiert.

Supercross gewinnt auch außerhalb der Hallen an Bedeutung

Die Entwicklung der Serie zeigt gleichzeitig, dass Supercross in Deutschland längst nicht mehr ausschließlich in den großen Arenen stattfindet. Vor allem die enge Streckenführung, die direkten Zweikämpfe und der spezielle Rhythmus der Supercross-Kurse sorgen inzwischen auch im Amateurbereich für wachsendes Interesse.

Mit der dritten Saison scheint die Deutsche Amateur-Supercross-Serie deshalb endgültig den Schritt von einem kleinen Aufbauprojekt hin zu einer festen Plattform für deutschen Amateur-Supercross geschafft zu haben.

Weitere Informationen findest Du unter www.sx-series.com