Courtney Duncan meldet sich nach langer Krankheit zurück in der WMX

Courtney Duncan meldet sich zurück in der WMX

Courtney Duncan meldet sich zurück in der WMX. / Foto: Derek Morrison

Fast zwei Jahre lang fehlte Courtney Duncan im WMX-Fahrerlager. Jetzt steht die vierfache Weltmeisterin in LaCapelle-Marival wieder am GP-Gatter.

Für die Neuseeländerin beginnt damit nicht einfach nur eine neue Saison, sondern vor allem das Ende einer langen und komplizierten Phase abseits der Strecke. „Es ist lange her“, sagte Duncan am Freitag in Frankreich. „Ich freue mich einfach darauf, wieder Rennen zu fahren.“

Herz-Erkrankung stoppte Duncan komplett

Der Grund für ihre Pause war deutlich ernster als eine normale Motocross-Verletzung. Duncan erhielt 2025 die Diagnose Perikarditis – eine Entzündung im Bereich des Herzens.

Monatelang konnte sie kaum trainieren. Teilweise durfte sie ihren Körper praktisch gar nicht belasten. „Je mehr ich gemacht habe, desto schlechter ging es mir“, erklärte sie offen. Genau das machte die Situation für Duncan so schwierig. Im Motocross kennen Fahrer den Umgang mit Brüchen, Operationen oder Reha-Programmen. Diesmal funktionierte nichts davon.

Statt Fitnessaufbau ging es plötzlich nur noch um Ruhe und Geduld. „Ich musste einfach schlafen, mich ausruhen und meinem Körper Zeit geben“, sagte sie.

Rückkehr war lange unklar

Ob Duncan überhaupt nochmals bei einem Grand Prix antreten würde, blieb lange offen. Zusätzlich zog sie sich während ihrer Vorbereitung auch noch eine Rippenverletzung zu. Trotzdem verlor sie das Comeback offenbar nie komplett aus dem Kopf. „Innerlich war der Plan eigentlich immer da“, erklärte sie.

Dass sie nun tatsächlich wieder im Fahrerlager steht, wirkt deshalb fast wie ein kleiner persönlicher Sieg.

Duncan will sich keinen Druck machen

Sportlich bleibt Duncan vorerst vorsichtig. Nach der langen Pause fehlt ihr vor allem Rennpraxis. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wo ich stehe“, sagte sie im Gespräch mit Lisa Leyland. Zwar machte die Neuseeländerin deutlich, dass sie weiterhin mit dem Anspruch einer Racerin an den Start geht, gleichzeitig versucht sie ihre Erwartungen bewusst realistisch zu halten.

„Natürlich komme ich her, um vorne mitzufahren“, erklärte Duncan. „Aber ich muss Schritt für Schritt denken.“

Erstmal wieder ankommen

Für den Frankreich-GP setzt sich Duncan deshalb zunächst überschaubare Ziele. Ein stabiles Wochenende und möglichst ein Podiumsplatz würden ihr für den Anfang bereits reichen. Nach allem, was hinter ihr liegt, scheint momentan ohnehin etwas anderes wichtiger zu sein: überhaupt wieder fahren zu können.

Genau deshalb wirkte Duncan in LaCapelle-Marival vor allem erleichtert, wieder dort zu sein, wo sie sich am wohlsten fühlt – im WMX-Fahrerlager.