Cornelius Tøndel steigt ins Kawasaki-Werksteam auf

Cornelius Tøndel wechselt in das US Kawasaki Factory Team

Cornelius Tøndel wechselt in das US Kawasaki Factory Team

Für Cornelius Tøndel geht es in den USA jetzt richtig los. Der Norweger wechselt ins Monster Energy Kawasaki Factory Team und ersetzt den verletzten Chase Sexton bis zum Saisonende der AMA Pro Motocross Championship. Auch in der anschließenden SMX World Championship soll Tøndel für das Werksteam an den Start gehen.

Noch ein MXGP-Pilot schafft den Sprung

Tøndel reiht sich damit in eine Entwicklung ein, die immer deutlicher zu erkennen ist. Immer mehr Fahrer aus der Motocross-Weltmeisterschaft suchen den Weg in die USA – sei es für einzelne Gaststarts oder mit dem klaren Ziel, sich dauerhaft im amerikanischen Fahrerlager zu etablieren.

Beim Southwick National wird das besonders deutlich. Mehr als zehn europäische Fahrer werden dort am Startgatter erwartet. Neben Tøndel stehen unter anderem der vierfache Weltmeister Jorge Prado, Antonio Cairoli und MXGP-Spitzenreiter Lucas Coenen, Jan Krug und Roan van de Moosdijk auf der Nennliste. Kaum ein anderes Rennen der diesjährigen Pro-Motocross-Saison war bisher international so stark besetzt.

Werksteam statt Satellitenteam

Für Tøndel selbst ist der Schritt kaum größer vorstellbar.

Noch vor wenigen Wochen fuhr er außerhalb der Werksstruktur. Jetzt bekommt er die Chance, sich auf einem Factory-Bike gegen die besten Fahrer Amerikas zu beweisen. Für Kawasaki ist der Norweger dabei weit mehr als eine Notlösung. Mit seinen Leistungen in den ersten fünf Outdoor-Rennen hat er sich diese Gelegenheit selbst erarbeitet.

Die USA bleiben das große Ziel

Der Wechsel zeigt auch, wie attraktiv der amerikanische Markt inzwischen für europäische Fahrer geworden ist.

Viele MXGP-Piloten träumen davon, sich irgendwann in den USA zu beweisen. Die größeren Herstellerpräsenz, die enorme Aufmerksamkeit und die Möglichkeiten im SuperMotocross-System machen Amerika für viele zur logischen nächsten Station ihrer Karriere. Und Cornelius Tøndel ist der nächste Fahrer, der diesen Schritt gehen darf.

Jetzt zählt jede Runde

Für den Norweger beginnt die eigentliche Bewährungsprobe allerdings erst jetzt.

Mit einem Platz im Kawasaki-Werksteam bekommt er die Chance, sich für die Zukunft zu empfehlen. Gute Ergebnisse könnten ihm weit mehr als nur die verbleibenden Rennen der Saison sichern. Gleichzeitig dürfte Kawasaki genau beobachten, ob Tøndel das Potenzial besitzt, sich dauerhaft auf Factory-Niveau zu etablieren.

Der erste Härtetest wartet bereits an diesem Wochenende in Southwick – und dort wird der Norweger längst nicht der einzige Europäer sein, der zeigen möchte, dass die MXGP-Fahrer auch auf amerikanischem Boden ganz vorne mitmischen können.