ADAC MX Masters 2026 – Vellahn nun mit WLAN?

Vellahn kehrt 2026 in das ADAC MX Masters zurück

Vellahn kehrt 2026 in das ADAC MX Masters zurück

Zwei Jahre nach der Premiere kehrt das ADAC MX Masters am kommenden Wochenende nach Vellahn zurück. Wer 2024 vor Ort war, dürfte sich allerdings nicht nur an eine hervorragend vorbereitete Naturstrecke erinnern. Eine Frage beschäftigt zumindest uns vor der Rückkehr ebenfalls: Gibt es dieses Mal WLAN?

Das klingt zunächst nach einer ziemlich nebensächlichen Sache, war für uns als Pressevertreter damals aber tatsächlich der einzige wirkliche Kritikpunkt. Fotos übertragen, Ergebnisse bearbeiten, Texte veröffentlichen – ohne stabile Internetverbindung wird aus einer normalen Aufgabe schnell eine Geduldsprobe.

Ansonsten hatte der MC Vellahn bei seiner Masters-Premiere ziemlich viel richtig gemacht. Genau deshalb freuen wir uns auf die Rückkehr.

Was hat sich seit der Premiere verändert?

Der 1540 Meter lange „Vellahner Heide“-Track kam 2024 bei Fahrern und Zuschauern gut an. Die Naturstrecke zwischen den hohen Birken wurde über das komplette Wochenende mit viel Aufwand gepflegt, und selbst für den Livestream hatte der Club eigene Hochstände an passenden Stellen gebaut.

Auch abseits der Strecke stimmte das Paket. Das große Gelände bot ausreichend Platz für Teams, Camper, Zuschauer und Medien, während die Organisation trotz der damals neuen Aufgabe eines ADAC-MX-Masters-Wochenendes erstaunlich rund lief.

Zwei Jahre später konnte der MC Vellahn auf genau diesen Erfahrungen aufbauen. Laut ADAC wurde die Strecke seit der Premiere weiter optimiert. Welche Änderungen sich auf dem Bike wirklich bemerkbar machen, sehen die Fahrer am Samstag erstmals unter Rennbedingungen.

Kann van de Moosdijk den Titel schon klarmachen?

Sportlich könnte Vellahn wesentlich mehr werden als nur die vorletzte Station der Saison. Roan van de Moosdijk reist mit 70 Punkten Vorsprung als klarer Tabellenführer an und kann sich bereits vor dem Finale zum ADAC-MX-Masters-Champion 2026 machen.

Hinter dem Niederländer sieht die Sache deutlich enger aus. Tom Koch, Maximilian Spies und Open-Europameister Jere Haavisto kämpfen um Rang zwei der Meisterschaft. Jeder verlorene Punkt kann in dieser Phase der Saison entsprechend teuer werden.

Noah Ludwig dürfte ebenfalls einen genaueren Blick wert sein. Nach seinem ersten Veranstaltungspodium möchte der KTM-Sarholz-Pilot in Vellahn direkt nachlegen. Jörgen-Matthias Talviku gehört ebenfalls zu den Kandidaten auf die Top drei.

Mit Jordi Tixier, Tomas Kohut und Kevin Brumann stehen weitere Fahrer am Gatter, die an einem guten Wochenende weit vorne landen können. Aus deutscher Sicht kommen Nico Koch, Peter König, Max Thunecke, Paul Haberland und Mark Scheu hinzu.

Und dann wären da noch zwei Fahrer, für die Vellahn etwas mehr Heimrennen als für den Rest des Feldes ist: Cato Nickel und Toni Hoffmann. Gerade Nickel dürfte vor heimischem Publikum einiges vorhaben.

Auch Skovbjerg kann vorzeitig Meister werden

Eine zweite Titelentscheidung ist im ADAC MX Youngster Cup möglich. Nicolai Skovbjerg reist als Spitzenreiter nach Mecklenburg-Vorpommern und könnte die Meisterschaft ebenfalls bereits am Sonntag für sich entscheiden.

In den beiden kleineren Nachwuchsklassen ist die Sache noch nicht so weit. Lucas Leok führt den ADAC MX Junior Cup 125 an, Martins Cirulis kommt mit dem Red Plate des ADAC MX Junior Cup 85 nach Vellahn.

Damit stehen am Wochenende vier Klassen mit Fahrern aus mehr als 25 Nationen auf dem Programm. Masters und Youngster Cup fahren jeweils drei Wertungsläufe, im Junior Cup 125 und Junior Cup 85 gibt es jeweils zwei.

Die ersten Meisterschaftspunkte werden bereits am Samstag nach dem Last Chance Race vergeben. Wer nur den Sonntag auf dem Schirm hat, verpasst also einen Teil des Wochenendes.

2024 überraschte Vellahn gleich mehrfach

Dass die Strecke ihre eigenen Geschichten produzieren kann, hat bereits die Premiere gezeigt. Bradley Mesters kam damals als Red-Plate-Inhaber im Youngster Cup mit sechs Punkten Vorsprung nach Vellahn und verließ Mecklenburg mit lediglich 15 zusätzlichen Zählern. In der Tabelle rutschte er bis auf Rang vier zurück.

Tom Koch meldete sich nach seiner Verletzungspause mit 7-3-3 und Overall-P3 zurück. Max Nagl gewann alle drei Masters-Läufe und baute seine damalige Meisterschaftsführung weiter aus.

Genau solche Ergebnisse machen die Rückkehr interessant, denn Vellahn ist für einen großen Teil des aktuellen Feldes keine Strecke, auf der jedes Jahr gefahren wird. Erfahrungswerte gibt es, eine jahrelange Routine wie bei einigen anderen Masters-Klassikern dagegen kaum.

Und was ist nun mit dem WLAN?

Der MC Vellahn hat nach seiner Premiere zwei Jahre Zeit gehabt, die Veranstaltung weiterzuentwickeln. An der Strecke wurde gearbeitet, organisatorisch lag die Messlatte nach 2024 ohnehin schon ziemlich hoch.

Bleibt aus unserer ganz persönlichen Sicht also nur noch diese eine offene Rechnung. Damals endete unser Veranstaltungsbericht mit dem Wunsch, 2026 wiederzukommen – „dann eventuell mit besserem Internet“.

Am Wochenende sind wir wieder da. Laptop und Kameras sowieso. Und dieses Mal schauen wir vermutlich etwas früher nach dem WLAN-Passwort.