Noah Ludwig bleibt Sarholz KTM auch 2027 treu

Noah Ludwig und Sarholz KTM verlängern die Zusammenarbeit über die Saison 2026 hinaus

Noah Ludwig und Sarholz KTM verlängern die Zusammenarbeit über die Saison 2026 hinaus. / Foto: Ralph Marzahn

Noah Ludwig und Sarholz KTM werden auch 2027 ihren gemeinsamen Weg fortsetzen. Gerade vor dem Hintergrund der Veränderungen, die sich bei Sarholz für die kommende Saison abzeichnen, ist die Verlängerung interessant. Denn während Ludwig bleibt, wird Tom Koch das Team nach unseren Informationen wohl nach dem Ende der laufenden ADAC MX Masters Saison verlassen und zum neuen Kawasaki-Team von Uwe Reinhardt wechseln.

Für Teamchef Andre Sarholz stand dagegen offenbar nie ernsthaft zur Debatte, etwas an der Zusammenarbeit mit Ludwig zu ändern.

„Für mich stand eigentlich nie zur Debatte, dass wir da irgendwas ändern sollten. Noah genießt mein Vertrauen“, erklärt Sarholz gegenüber MXNEWS-Online. Gerade in einer Saison, die für Ludwig nicht immer einfach verlief, sei es wichtig gewesen, weiter hinter seinem Fahrer zu stehen.

„Ich glaube, in schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, da auch hinter ihm zu stehen.“

In den vergangenen Wochen hat man deshalb nicht nur über 2027 gesprochen. Im Umfeld von Ludwig wurden auch einige Dinge verändert, die ihm helfen sollen, wieder konstant sein eigentliches Niveau abzurufen.

„Er ist ein junger Sportler, bei dem aktuell einfach alles passen muss, damit er 100 Prozent Leistung abruft. Da wurden in den letzten ein, zwei Monaten noch ein paar Stellschrauben gedreht, die für ihn und für alle um ihn herum wichtig sind.“

Welche Stellschrauben damit konkret gemeint sind, lässt Sarholz offen. Für ihn scheint die Richtung jedoch zu stimmen. Das Team habe Ludwig auch in schwierigeren Phasen das Vertrauen gegeben und ist überzeugt, dass sich das in der kommenden Saison auszahlen kann.

„Wir sind sehr überzeugt, dass wir nächstes Jahr eine gute Saison haben werden. Wir hoffen, dass er verletzungsfrei bleibt und wir dann vorne angreifen können.“

Mehr GPs für Ludwig

Dabei soll es 2027 nicht allein bei den ADAC MX Masters bleiben. Ludwig soll häufiger auf WM-Niveau fahren als zuletzt.

„Wir werden natürlich Masters fahren und tendenziell mehr GPs als in den letzten beiden Jahren, um sein Level noch einmal ein bisschen zu erhöhen, was Intensität, Erfahrung und so weiter angeht“, erklärt Sarholz.

Für Ludwig bedeutet die Vertragsverlängerung damit zwar Kontinuität beim Team, sportlich soll das Programm aber größer werden. Mehr GPs sollen ihm genau die Rennintensität bringen, die im nationalen Wettbewerb nur schwer zu simulieren ist.

Gleichzeitig dürfte sich das Gesicht von Sarholz KTM verändern. Sollte sich der erwartete Wechsel von Tom Koch zu Uwe Reinhardts neuem Kawasaki-Projekt bestätigen, verliert das Team nach dieser Masters-Saison einen seiner bisherigen Leistungsträger. Ludwig bleibt dagegen – und das offenbar ganz bewusst. Während sich an anderer Stelle im Team etwas bewegt, setzt Sarholz bei ihm auf Vertrauen statt auf einen Neustart.