Moritz Ernecker und Lucas Leok liefern sich das Duell des Wochenendes
Lucas Leok verfolgt Moritz Ernecker ADAC MX Masters Bitche 2026.
Der ADAC MX Junior Cup 125 hatte in Bitche viele spannende Kämpfe zu bieten, doch an der Spitze kristallisierte sich schnell ein Zweikampf zweier alter Rivalen heraus. Moritz Ernecker und Lucas Leok waren über das gesamte Wochenende die klar stärksten Fahrer im Feld und lieferten sich in allen drei Läufen intensive Duelle.
Besonders auffällig: Ernecker gewann erneut jeden Start. Der Österreicher setzte damit seine starke Red-Bull-Holeshot-Serie fort und brachte sich jedes Mal sofort in die perfekte Ausgangsposition. Doch Leok hing dem KTM-Piloten praktisch permanent im Hinterrad und machte deutlich, wie hoch das Niveau an der Spitze aktuell ist.
Fehler in letzter Runde kostet Ernecker Laufsieg
Im ersten Lauf schien Ernecker lange auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg. Erst in der letzten Runde änderte sich das Bild plötzlich. Beim Anbremsen verlor der Österreicher das Vorderrad und ging zu Boden, wodurch Leok die Führung und damit den Laufsieg erbte.
Dahinter rückte Dawid Zaremba auf Rang drei vor, nachdem Emil Ziemer durch einen Kettenschaden zurückgeworfen wurde.
Trotz des Fehlers zeigte sich Ernecker später selbstkritisch. „Das Resultat ist gut, aber mit meinem Fahren war ich ehrlich gesagt nicht zufrieden an diesem Wochenende. Lucas war sehr schnell, großen Respekt an ihn“, erklärte der Österreicher nach den Rennen.
Ernecker kontert im zweiten Lauf
Im zweiten Rennen ließ Ernecker allerdings direkt die passende Antwort folgen. Wieder gewann er den Start, wieder setzte ihn Leok permanent unter Druck – diesmal blieb der KTM-Pilot jedoch fehlerfrei und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
Hinter den beiden fuhr sich Emil Ziemer früh auf Rang drei nach vorne und komplettierte das Podium.
Leok selbst war trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Pace: „Ich hatte gute Starts, mein Tempo war gut und insgesamt bin ich zufrieden“, fasste der Este zusammen.
Leok stürzt im Finale
Auch im dritten Lauf sah zunächst alles nach dem nächsten direkten Duell der beiden Spitzenfahrer aus. Hinter ihnen hielten Finn Lange und Max Meyer den Anschluss, während Ziemer nach keinem optimalen Start zunächst nur im Mittelfeld unterwegs war.
Die Entscheidung fiel schließlich im letzten Renndrittel. Leok verlor im weichen Boden das Vorderrad und stürzte. Dadurch bekam Ernecker an der Spitze etwas Luft und kontrollierte den Lauf anschließend ohne größere Probleme bis ins Ziel.
Leok rettete sich noch auf Rang zwei vor Lange, während sich Ziemer in der Schlussrunde noch an Meyer vorbeischob und damit trotz seines Ausfalls im ersten Lauf sogar noch das Gesamtpodium erreichte.
Rückblickend nahm Leok den Sturz vergleichsweise gelassen: „Mir ist im dritten Lauf das Vorderrad im weichen Boden weggerutscht. Jetzt möchte ich die lange Pause bis zum nächsten Rennen in Gaildorf gut nutzen, um noch besser zu werden.“
Meisterschaft bleibt fest in Leoks Hand
Den Gesamtsieg der Veranstaltung sicherte sich zwar Ernecker vor Leok und Ziemer, in der Meisterschaft bleibt allerdings weiterhin Leok der große Gewinner. Der Este baute seinen Vorsprung auf mittlerweile 37 Punkte aus und beweist den Erfolg des Nachwuchsprogramms des baltischen Verbandes. Finn Lange folgt aktuell auf Rang drei der Gesamtwertung.
Ernecker ließ derweil offen, ob er in diesem Jahr nochmals in der Serie antreten wird: „Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr nochmal bei einem Rennen in der Serie antreten kann.“
