Max Nagl kontrolliert den Samstag in Bitche

Max Nagl beim ADAC MX Masters im französischen Bitche

Max Nagl beim ADAC MX Masters im französischen Bitche. / Foto: Ralph Marzahn

Das ADAC MX Masters ist mit einem intensiven Rennsamstag in das zweite Frankreich-Gastspiel der Seriengeschichte gestartet. Auf dem anspruchsvollen „Circuit du Martinsthal“ in Bitche bekamen die Zuschauer bereits zum Auftakt packende Rennen, schwierige Streckenbedingungen und erste Richtungsentscheidungen in den Meisterschaften geboten.

Vor allem in der ADAC MX Masters-Klasse setzte Max Nagl erneut ein deutliches Ausrufezeichen.

Max Nagl bleibt auch in Bitche das Maß der Dinge

Der Triumph-Pilot erwischte im ersten Lauf den perfekten Start und sicherte sich früh den Red Bull Holeshot. Anschließend kontrollierte Nagl das Rennen an der Spitze nahezu fehlerfrei und baute seinen Vorsprung bereits in den ersten Runden kontinuierlich aus.

Hinter ihm entwickelte sich dagegen ein deutlich intensiverer Kampf um die Podiumsplätze. Zunächst hielt Tom Koch die zweite Position, ehe Jörgen-Matthias Talviku Druck aufbauen konnte. Der Este verlor seine starke Ausgangslage allerdings wenig später durch einen Sturz, wodurch Roan van de Moosdijk auf Rang zwei nach vorne rückte.

Auch dahinter blieb Bewegung im Feld. Jere Haavisto arbeitete sich im weiteren Verlauf an Koch vorbei, während Maximilian Spies und Peter König in der Schlussphase ebenfalls noch Plätze gutmachen konnten.

An der Spitze ließ Nagl dagegen nichts mehr anbrennen und feierte einen weiteren souveränen Laufsieg vor van de Moosdijk und Haavisto.

„Die Strecke war brutal schwierig zu fahren. Der Start war deshalb extrem wichtig“, erklärte Nagl nach dem Rennen.

Fredsoe meldet sich im Youngster Cup zurück

Im ADAC MX Youngster Cup entwickelte sich zunächst ein hektisches Rennen mit mehreren Führungswechseln. Saku Mansikkamäki brachte sich nach dem Start zunächst in Position, verlor die Spitze nach einem frühen Sturz jedoch schnell wieder.

Währenddessen arbeitete sich Titelverteidiger Mads Fredsoe immer besser nach vorne. Der Däne nutzte die Rennmitte konsequent, um erst Maximilian Ernecker und anschließend Bence Pergel zu überholen.

Tabellenführer Nicolai Skovbjerg musste dagegen erneut eine Aufholjagd aus dem Mittelfeld starten. Wie bereits in Dreetz kostete ihn ein schwacher Start zunächst wichtige Positionen. Im Verlauf des Rennens kämpfte sich der Husqvarna-Pilot jedoch beeindruckend zurück bis auf Rang zwei.

Spannend wurde es nochmals kurz vor Schluss, als Lyonel Reichl nach starkem Rennen stürzte und dadurch seine Podiumsplatzierung verlor. Fredsoe nutzte die Situation souverän und brachte den Sieg vor Skovbjerg und Valentin Kees ins Ziel.

Leok profitiert von spätem Fehler

Für die dramatischste Szene des Tages sorgte der ADAC MX Junior Cup 125. Moritz Ernecker kontrollierte das Rennen nach dem Holeshot über weite Strecken und lieferte sich mit Lucas Leok ein schnelles Duell an der Spitze. Beide setzten sich früh deutlich vom restlichen Feld ab.

Lange sah alles nach dem Laufsieg für den Österreicher aus — bis wenige Kurven vor Rennende der entscheidende Fehler passierte. Auf den Bremswellen verlor Ernecker in der Schlussrunde das Vorderrad und stürzte.

Leok erbte dadurch unmittelbar die Führung und sicherte sich doch noch den Laufsieg vor dem enttäuschten Ernecker. Dahinter komplettierten Dawid Zaremba, Jarno Jansen und Luca Frank die Top-Fünf.

Ergebnisse des ADAC MX Masters Bitche – Samstag