KTM-Gruppe kehrt zurück in die Gewinnzone
Die KTM Gruppe verkauft mehr Motorräder als im Vorjahr
Nach schwierigen Monaten geht es für die Bajaj Mobility AG wieder spürbar bergauf. Das Unternehmen, zu dem die Motorradmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS gehören, hat für das zweite Quartal 2026 deutlich steigende Verkaufszahlen und Umsätze gemeldet. Gleichzeitig schreibt die ehemalige PIERER Mobility AG operativ wieder schwarze Zahlen.
Noch handelt es sich um vorläufige Zahlen. Die vollständigen Halbjahresergebnisse sollen am 27. August veröffentlicht werden. Bereits jetzt wird jedoch deutlich, dass die Restrukturierung erste Erfolge zeigt.
Motorradverkäufe legen kräftig zu
Außerhalb des indischen Marktes verkaufte Bajaj Mobility im zweiten Quartal 48.672 Motorräder. Das sind 71 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2026 konnte das Unternehmen den Absatz nochmals um 21 Prozent steigern.
Im gesamten ersten Halbjahr wurden außerhalb Indiens 89.004 Motorräder ausgeliefert. Hinzu kommen weitere 58.568 Maschinen, die über den strategischen Partner Bajaj Auto verkauft wurden.
Insgesamt setzte die Unternehmensgruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit 147.572 Motorräder ab. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 81.336 Fahrzeuge. Damit stieg der weltweite Absatz um rund 81 Prozent.
Umsatz nahezu verdoppelt
Mit den steigenden Verkaufszahlen entwickelte sich auch der Umsatz deutlich positiv.
Nach 330 Millionen Euro im ersten Quartal erwirtschaftete das Motorradsegment im zweiten Quartal rund 370 Millionen Euro. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 entspricht das einem Plus von rund 80 Prozent.
Über das gesamte erste Halbjahr summiert sich der Umsatz auf rund 700 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser noch bei 373 Millionen Euro. Damit konnte Bajaj Mobility den Umsatz im Motorradgeschäft nahezu verdoppeln.
Operativ wieder schwarze Zahlen
Besonders erfreulich dürfte für das Unternehmen die Entwicklung des operativen Ergebnisses sein.
Nachdem Bajaj Mobility im zweiten Quartal 2025 operativ noch deutlich in den roten Zahlen lag, wird für das zweite Quartal 2026 nun wieder eine operative Gewinnmarge von rund 8,7 Prozent erwartet.
Auch im Halbjahresvergleich fällt die Entwicklung deutlich aus. Nach einer negativen operativen Marge von 43,3 Prozent im ersten Halbjahr 2025 rechnet das Unternehmen nun mit einer positiven Marge von rund 5,4 Prozent.
Damit scheint die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen zu sein.
Erholung nach schwieriger Phase
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Lage bei der ehemaligen PIERER Mobility AG weiter stabilisiert. Nach der Übernahme durch Bajaj und der Umfirmierung zur Bajaj Mobility AG standen zunächst die finanzielle Neuaufstellung und die Restrukturierung im Mittelpunkt.
Inzwischen scheint sich dieser Kurs auch in den Geschäftszahlen widerzuspiegeln. Die Nachfrage nach Motorrädern der Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS hat deutlich angezogen und auch wirtschaftlich befindet sich das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs.
Ob sich diese Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt, werden die endgültigen Halbjahreszahlen Ende August zeigen. Die jetzt veröffentlichten vorläufigen Kennzahlen machen jedoch deutlich, dass Bajaj Mobility nach einer schwierigen Zeit wieder deutlich an Stabilität gewonnen hat.
